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Warum Minarette wie Swimming-Pools sind

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Autor: karin aebischer

Düdingen Knapp vier Wochen vor der Abstimmung über die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» lud die SVP Sense am Dienstagabend in Düdingen zur öffentlichen Debatte. Mit Alphornklängen im Hintergrund – im Raum nebenan wurde geprobt – diskutierten die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann als Befürworterin und der Freiburger SP-Nationalrat Jean-François Steiert als Gegner über den Sinn und Zweck der Initiative.

Pro und kontra Integration

«In der Schweiz haben wir vier Minarette. Mengenmässig ist es also nicht unser grösstes Problem», erklärte Steiert gleich zu Beginn seiner Ausführungen. Für ihn sei die Frage zentral, was wir Schweizer tun könnten, damit die Integration von Musliminnen und Muslimen möglichst gut gelingt. Doch dazu trage die Initiative überhaupt nichts bei. «Ganz im Gegenteil», meinte Yvette Estermann. «Minarette sind schädlich für die Integration. Es soll ja nicht alles gleich sein wie im Heimatland.»

SVP warnt vor Toleranz

Die SVP-Politikerin warnte die rund 30 Anwesenden davor, falsche Toleranz zu üben. «Ein Minarett ist ganz klar ein Machtsymbol des Islams, das sich hier nicht breit machen darf», betonte sie mehrmals und erzählte von Schweizer Gynäkologen, die im Hinblick auf eine Zwangsheirat vermehrt die Jungfräulichkeit von Mädchen nachweisen müssten, von Gewalt gegenüber muslimischen Frauen und von Muslimen, welchen mit dem Tod gedroht wurde, weil sie konvertieren wollten.

«Ein Minarettverbot löst aber keines dieser Probleme», entgegnete Jean-François Steiert. «Die Initiative ist einfach nicht das richtige Rezept und zudem völkerrechtlich sehr heikel.»

Kirche und Staat getrennt

Als Sekretär des Waadtländer Erziehungsdepartements sei er oft mit Integrationsfragen konfrontiert, sagte Steiert. «Bei uns darf keine Lehrerin mit Schleier unterrichten. In der Schweiz sind Kirche und Staat getrennt», erklärte er und wies so auf die vielen Integrationsprobleme in der Praxis hin.

Für Yvette Estermann bleibt das Verbot von Minaretten ein zentraler Punkt: «Wir haben unsere christlich-abendländische Kultur mit den entsprechenden Bauten, und das soll auch so bleiben.» Sie warnte auch vor den heulenden Tönen des Muezzins, die früher oder später aus den Minaretten erklingen werden. «Niemand baut einen Swimming-Pool, in dem er dann nicht baden darf.»

Extremisten besser fassbar

Islamische Extremisten gebe es mit dem Bau von Minaretten sicherlich nicht mehr, sie seien so jedoch besser fassbar, meint Jean-François Steiert auf die Frage aus dem Publikum, ob denn Minarette nicht eine starke Polarisierung der Muslime an jenem Ort zur Folge hätten. Nach einigen weiteren Voten beendete der Gesprächsleiter Adrian Müller, Vizepräsident der SVP Sense, die Debatte und rief die Anwesenden auf, ihre Meinungen ins Volk hinauszutragen.

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