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Was den Kunden verborgen bleibt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Manor in der Freiburger Romontgasse geht es immer geschäftig zu und her. Das Warenhaus, im Volksmund oft, aber immer seltener nach der früheren Bezeichnung «Placette» benannt, ist beliebt bei den Freiburgerinnen und Freiburgern. Sowohl für den Einkauf als auch als Treffpunkt. Vier Millionen Kundinnen und Kunden kaufen pro Jahr bei Manor in Freiburg ein. Das hat einen entsprechend grossen Warenfluss zur Folge. Damit die Ware im fünfstöckigen Geschäft jeden Tag pünktlich dort ist, wo sie sein soll, beginnt der Arbeitstag von Felix Da Costa und seinem siebenköpfigen Logistik-Team bereits um fünf Uhr morgens. Denn kurz nach fünf Uhr fahren bei der Warenannahme via Abbé-Bovet-Gasse die ersten Lastwagen vor. 15 Minuten Zeit bleiben im Schnitt, um die Ware abzuladen. Die Non-Food-Ware wird von den Verteilzentralen in Hochdorf (LU) und Möhlin (AG) angeliefert, die Lebensmittel stammen aus Bussigny (VD).

«Wie mein eigenes Geschäft»

«Das ist das Herz des Hauses», sagt Felix Da Costa mit Stolz, als er in der Warenannahme steht. «Alles, was in die Regale kommt, geht erst durch unsere Hände.» Der 49-Jährige arbeitet seit 18 Jahren bei Manor und ist dort sowohl für die Logistik als auch für das Reinigungsteam verantwortlich. Dass er seinen Job liebt, ist ihm beim Rundgang durch die Räumlichkeiten, die den Kundinnen und Kunden verborgen bleiben, anzusehen. «Ich tue dies, als würde es sich um mein eigenes Geschäft handeln», sagt der zweifache Familienvater aus Villars-sur-Glâne.

Im Warenlager geschieht auch die Abfalltriage. Einige Produkte wie Fischabfälle werden später von der Saidef in Châtillon zu Biogas verarbeitet. Am Nachmittag, wenn die neue Ware eingeräumt ist, macht Felix Da Costa jene Kisten bereit, die an sieben verschiedene Institutionen verteilt werden. Darin finden sich Produkte wie noch einwandfreier, verpackter Salat, der wegen des vorgegebenen Ablaufdatums im Laden nicht mehr verkauft werden kann. Oder Toastbrot, das ebenfalls noch bestens schmeckt, jedoch gemäss Vorschrift nicht mehr in den Regalen stehen darf. «Die Abnehmer freuen sich jeweils sehr über diese Produkte», so Da Costa.

Einen Stock weiter oben, bei der Warenkontrolle aller Non-Food-Artikel der Direktlieferanten, beginnt die Arbeit um sechs Uhr morgens. Alle Lieferscheine werden kontrolliert und elektronisch erfasst. «Es ist ganz wichtig, dass hier ganz genau gearbeitet wird», sagt Felix Da Costa und blickt zum Team, das zwischen Kleiderbügeln, Paketen und Kleiderstangen konzentriert am Werk ist. Je nach Arbeitsvolumen haben sie zwischen 17 und 18 Uhr Feierabend.

Im Hintergrund

Für den Direktor von Manor Freiburg, Marcel Schnider, ist es ausserordentlich wichtig, dass die Arbeit des Logistik-Teams problemlos abläuft. «Sie leisten im Hintergrund einen enorm wichtigen Beitrag für den Betrieb des Warenhauses», sagt er. Seit Ende Oktober 2016 werden Lebensmittel auch bis in den fünften Stock ins neue Manora-Restaurant geliefert. Dieses werde von den Kundinnen und Kunden «hervorragend angenommen», sagt Marcel Schnider. Die Umsatzzahlen des Restaurants und die Kundenkomplimente lägen über den Erwartungen.

Felix Da Costa hält sich oft im Kundenbereich des Geschäfts auf. Jedoch vornehmlich dann, wenn es noch geschlossen ist, da er als Reinigungsverantwortlicher auch dafür sorgen muss, dass alles blitzblank ist, wenn das Warenhaus wochentags um 8.30 Uhr seine Türen öffnet. Er macht jedoch auch gerne während den Öffnungszeiten einen Rundgang. «Denn es ist schön, zu sehen, dass Anklang findet, was wir bereitstellen», sagt er und strahlt, als ob es eben sein Geschäft wäre.

Serie

Ein Blick hinter die Kulissen

Zum Jahresbeginn öffnen die FN Türen, die normalerweise geschlossen sind. In einer losen Folge erhalten die Leserinnen und Leser Einblicke in Bereiche, die sonst öffentlich nicht zugänglich sind.

im

Bereits erschienen: Besuch in einer Einzelzelle im Gefängnis Bellechasse (4.1.).

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