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Was kann die Wasserkraft im Kanton noch bieten?

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Freiburg Die Schweiz habe einen Importüberschuss von 6,4 Milliarden kWh und die Stromknappheit werde zu weiteren Preiserhöhungen führen, schreibt Grossrat Denis Grandjean in einem Postulat. Er fordert daher den Staatsrat auf, eine Studie durchzuführen, um Standorte für die Nutzung von Wasserkraft auszumachen.

Der Staatsrat ist bereit, eine entsprechende Studie durchzuführen, und weist darauf hin, dass einiges bereits in die Wege geleitet worden ist. «Die Sektion Gewässer des Tiefbauamts hat zusammen mit den betroffenen Dienststellen des Kantons bereits Arbeiten in diese Richtung aufgenommen», schreibt der Staatsrat in seiner Antwort. Auch seien im Kanton seit den 90er-Jahren immer wieder Untersuchungen durchgeführt woren.

Möglichkeiten

Gemäss Staatsrat könnte die Effizienz der bereits bestehenden Kraftwerke gesteigert oder Mini-Wasserkraftwerke an bestehenden Wasserläufen gebaut werden. Der Staatsrat erwähnt ebenfalls das Turbinieren von Trinkwasser.

Mehrere Projekte seien bereits umgesetzt worden, wie etwa das jüngste auf dem Gemeindegebiet von Haut-Intyamon. «Es gab aber auch Projekte, die aus Gründen der Wirtschaftlichkeit oder des Umweltschutzes nicht zustande gekommen sind.»

Drei Prozent des Verbrauchs

Bei der Erarbeitung des Sachplans Energie im Jahr 2000 sei das theoretische Potenzial dieser Ressource auf 60 GWh pro Jahr geschätzt worden, was rund 10 Prozent der gegenwärtigen Stromproduktion durch Wasserkraft oder 3 Prozent des Stromverbrauchs des Kantons entspricht.

«Das Steigerungspotenzial für die Energieerzeugung mit anderen, kantonseigenen erneuerbaren Energien liege bei 90 GWh für die Windkraft, bei 112 GWh für die Nutzung von Biomasse und Holz und bei 714 GWh für die Fotovoltaik», bemerkt der Staatsrat.

Diese Potenziale müssen auch im Zusammenhang mit den Produktionskosten betrachtet werden, die von Ressource zu Ressource stark variieren können: 15-25 Rp./kWh (Wasserkraft, Windkraft, Biomasse/Holz) bzw. >70 Rp./kWh (Fotovoltaik).

Viermal mehr Strom aus erneuerbaren Energien

Wie der Staatsrat ausführt, wurde 2007 mit der Annahme des Bundesgesetzes über die Stromversorgung für die künftige Strategie die Grundlage geschaffen: Mit dem Gesetz wurde schweizweit die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für Strom aus erneuerbaren Energien eingeführt. «Diese Massnahme sieht vor, dass interessante Projekte, die zwar aus wirtschaftlichen Gründen auf Eis gelegt wurden, die Umweltkriterien jedoch erfüllen, grundsätzlich durchgeführt werden sollen.»

Berücksichtigt werden Wasser- und Windkraftwerke sowie Fotovoltaik- und Biogasanlagen.

Auf dieser Grundlage wurden bereits zwei Projekte für Wasserkraft erarbeitet. «Die entsprechenden Vorgesuche liegen zurzeit den zuständigen Behörden vor», räumt der Staatsrat ein. Die Groupe E als wichtigster Energieproduzent und -verteiler des Kantons habe ihrerseits die Tochtergesellschaft Greenwatt AG gegründet. «So kann sie einerseits die Stromproduktion im Kanton unterstützen und andererseits von den vorteilhaften Rahmenbedingungen der KEV profitieren.» Die Greenwatt AG will bis 2030 eine Stromproduktion von 250 GWh aus erneuerbaren Energien erzielen.

Der Staatsrat empfiehlt das Postulat zur Annahme.

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