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«Was lange währt, wird endlich gut»

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So viele Besucher auf einmal hat das Pflegeheim Bachmatte wohl selten zuvor empfangen: Mehrere Hundert Menschen waren vergangenen Samstagnachmittag erschienen, um den Abschluss der Ausbau- und Teilrenovationsarbeiten in Oberschrot zu feiern und den Erweiterungsbau einzuweihen. Auf dem Platz des benachbarten TPF-Depots sassen die Bewohner und Mitarbeiter des Pflegeheims deshalb mit ihren Familien und Freunden zusammen, lauschten den heimeligen Klängen des Bachmatte-Chors und genossen gemeinsam den offiziellen Festakt. «Welch imposante Atmosphäre», zeigte sich Heimleiter Ernst Gerber beeindruckt.

 Ein Haus mit Herz

Andreas Stalder, der Präsident des Gemeindeverbandes Pflegeheim Bachmatte, bedankte sich im Namen des Verbandes bei den Bewohnern, ihren Angehörigen, dem Personal und der Heimleitung für die tägliche Treue, Unterstützung und Wertschätzung. «Ein Haus mit Herz», laute das Motto des Pflegeheims, erklärte er: «Wir setzen heute ein Zeichen dafür, dass dieses Motto hier auch in Zukunft gelebt wird und erlebbar ist.»

Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre überbrachte staatsrätliche Grüsse. «Es war sicher nicht leicht, eine Lösung zu finden, die sich harmonisch in das bereits bestehende Gebäude einfügen liess», sagte sie. «Das Ergebnis ist ausgezeichnet», gratulierte sie dem Gemeindeverband für die kompetente Projektführung. Die Staatsrätin hielt fest, dass der Erweiterungsbau eine sinnvolle Ergänzung des Angebots für Betagte im Bezirk sei und sich wunderbar in die kantonale Planung eingliedern lasse.

14 statt 16 Betten

«Was lange währt, wird endlich gut», eröffnete Armin Jungo, Syndic von Oberschrot und Präsident der Baukommission, seine Rede und erinnerte daran, wie sich bereits zehn Jahre vor Baubeginn erste Ideen für eine Erweiterung des Pflegeheims zu entwickeln begannen (siehe Kasten). «Nun macht es Freude, zu sehen, dass man mit den ausgeführten Erweiterungs- und Renovationsarbeiten einem grossen Bedürfnis entsprochen hat.» Er informierte darüber, «dass der bewilligte Baukredit dank einer grosszügigen Spende der Schweizerischen Patenschaft für Berggemeinden nicht überschritten wird». Die Schlussrechnung stellte der Syndic für Dezember 2015 in Aussicht.

Ausserdem erklärte Armin Jungo, dass von den 16 ursprünglich in Aussicht gestellten Betten deren 14 anerkannt wurden, und richtete sich direkt an die Staatsrätin: «Vielleicht kriegen wir in den nächsten Jahren noch zwei? Es hätte noch etwas Platz.» Neu verfügt das Pflegeheim damit über 45 Betten. Im Zusammenhang mit dem Neubau seien in der Bachmatte rund zehn neue Arbeitsstellen entstanden, sagte er.

Weitsichtiger Entscheid

Christian Luder, Architekt des Projekts, lobte den weitsichtigen Entscheid der Bachmatte-Gründer, bereits bei der Grundsteinlegung vor über 25 Jahren an einen Erweiterungsbau gedacht und diesen in ihre Planung miteinbezogen zu haben. Ausserdem würdigte er das Pflegeheimpersonal, das sich dafür eingesetzt habe, den Verbindungsbau zwischen altem und neuem Gebäudeteil über alle Geschosse hinweg entstehen zu lassen und nicht wie ursprünglich geplant, nur auf Niveau des Erdgeschosses.

 Symbolischer Akt

Nachdem Pfarrer Niklaus Kessler das Haus gesegnet hatte, schritten Heimbewohnerin Agnes Piller, Heimleiter Ernst Gerber und Staatsrätin Anne-Claude Demierre gemeinsam zur Tat: Im Namen aller Heimbewohner durchschnitt Agnes Piller das rote Band beim Haupteingang des Pflegeheims, womit die «neue» Bachmatte offiziell eröffnet und der Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten den Besuchern freigegeben war.

Chronologie

Angepasste Baupläne und wechselnde Heimleiter

Die ersten Pläne für einen Ausbau des Pflegeheims Bachmatte in Oberschrot existieren bereits seit 2003. Finanzielle Überlegungen führten dazu, dass die fünf Trägergemeinden diese aber immer wieder vertagten. Ausserdem dauerte es fünf Jahre, bis der Kanton dem Pflegeheim 16 zusätzliche Betten in Aussicht stellte. Der Spatenstich vom 18.November 2013 markierte schliesslich den Baubeginn für das Ausbauprojekt. An der Delegiertenversammlung vom 22.Oktober 2014 gab der Vorstand des Gemeindeverbandes Pflegeheim Bachmatte bekannt, dass neben dem Ausbau auf 47 Betten zusätzlich eine Sanierung des 25-jährigen Altbaus nötig sei. Diese Zusatzinvestition (rund eine Million Franken) hätte aber gemeinsam mit den Kosten für den Erweiterungsbau (5,46 Millionen Franken) die in den Verbandsstatuten festgelegte Verschuldungsobergrenze von sechs Millionen Franken gesprengt. Deshalb mussten alle fünf Trägergemeinden der Anpassung der Verschuldungsgrenze von sechs auf acht Millionen Franken zustimmen. Dies führte in einzelnen Gemeinden zu Kritik. Schliesslich sprachen sich die Bewohner von Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz aber für das Geschäft aus. Neben den Ausbauarbeiten erlebte das Pflegeheim Bachmatte in den letzten zwei Jahren auch in personeller Hinsicht turbulente Zeiten. Nachdem der Heimverband Bachmatte im Juli 2013 dem Leiter des Pflegeheims André Schwartz nach zwei Jahren im Amt gekündigt hatte, trat Urs Stoll am 1.Dezember 2013 seine Nachfolge an. Acht Monate später kündigte er wieder. Seit dem 1.Januar 2015 leitet Ernst Gerber das Pflegeheim.mz

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