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Was, wenn Voldemort überlebt hätte?

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Robert Frost, ein amerikanischer Dichter, schrieb in einem im Jahr 1920 publizierten Gedicht über jenen Weg, den man nicht geht («The Road Not Taken»): Wann immer jemand eine Entscheidung trifft und sich für den einen Weg entscheidet, es gibt kein Zurück mehr. Herauszufinden, wie es gewesen wäre, hätte man den anderen Weg gewählt – unmöglich.

Ausser natürlich, man könnte die Zeit zurückdrehen. Was in unserer Realität nicht machbar ist, funktioniert in der Zauberwelt. Wie alle Fans der Harry-Potter-Bände von Joanne K. Rowling wissen, benutzte Harrys beste Freundin, Hermine Granger, einen sogenannten Zeitumkehrer, um mehrere Schulstunden gleichzeitig besuchen zu können.

Ein Einzelgänger

Nachdem Harry und seine Freunde Voldemort besiegt hatten, sollten sämtliche Zeitumkehrer verschwinden. Doch jemand hielt sich nicht an die Regel und versteckte einen Zeitumkehrer. Und so lässt sich eben doch herausfinden, was gewesen wäre, wenn…

In «Harry Potter und das verwunschene Kind» geht es genau darum. Die Geschichte beginnt dort, wo sie im letzten Band geendet hatte: Auf dem Bahngleis 93/4, wo die Kinder von Harry und Ginny sowie Ron und Hermine einsteigen, um nach Hogwarts zu fahren; 19 Jahre nachdem Voldemort ausgelöscht wurde und in der Zauberwelt Frieden eingekehrt war.

Zufrieden sind deswegen noch lange nicht alle. Albus Sirius Potter leidet unter der Last des Erbes seines Vaters. Er ist ein Einzelgänger in Hogwarts und wird in das Haus der Slytherins und nicht in jenes der Gryffindors eingeteilt, wie seine Geschwister und früher auch seine Eltern, Ron und Hermine. Albus freundet sich zudem ausgerechnet mit Scorpius Malfoy an, dem Sohn von Harry Potters Erzfeind Draco Malfoy. Gemeinsam wollen sie in die Vergangenheit zurückkehren und dort einen tragischen Vorfall aus der Vergangenheit rückgängig machen.

Dabei stellt sich heraus, dass sich an den Schrauben der Vergangenheit nicht einfach so drehen lässt, ohne dass dies das ganze Räderwerk der Zeit beeinflussen würde. Und so ist plötzlich die gesamte Zauberwelt in Gefahr, und die Leserinnen und Leser erfahren, wie es auch hätte enden können: Die Zauberwelt hätte ein ganz dunkler Ort werden können, hätte Voldemort überlebt…

Glücklicherweise sind aber auch im achten Harry-Potter-Band Freundschaft und Liebe stärker als die bösen Mächte.

Spannung pur

«Harry Potter und das verwunschene Kind» ist deutlich anders als die bisherigen Bände: Joanne K. Rowling hat die Geschichte zusammen mit John Tiffany und Jack ­Thorne verfasst; entstanden ist ein Theaterstück. Die detaillierten Beschreibungen, die klare, unprätentiöse Sprache Rowlings fehlt damit im Buch. Die Pottersche Zauberwelt erscheint dem Leser so weniger deutlich vor dem geistigen Auge.

Dafür treiben die Dialoge die Handlung voran, und die Spannung steigt mit jeder Seite. Und so geht es den meisten Harry-Potter-Fans mit diesem Buch wie mit jenen zuvor: Man kann es kaum aus der Hand legen, bevor es nicht fertig gelesen ist.

J.K. Rowling, J. Tiffany, J. Thorne: «Harry Potter und das verwunschene Kind», Carlsen Verlag 2016, 300 Seiten.

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