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Was wirklich zählt?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Früher brauchte man für die Reise nach Amerika sechs Monate. Dank unseren technischen Entwicklungen waren es bald einmal sechs Wochen und heute sind es sechs Stunden. Wir können viel Zeit sparen und trotzdem hetzen wir dann an unserem Reiseziel von Termin zu Termin, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit oder von Einkaufszentrum zu Einkaufszentrum. Wir klagen über Stress, obwohl wir doch gegenüber unseren Vorfahren einen gewaltigen Zeitvorsprung haben. Wir müssen auch weniger Stunden arbeiten und haben trotzdem keine Zeit.

Albert Schweitzer, der berühmte Urwalddoktor, meinte: «Der Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.»Schon Kinder werden in diesem Tätigkeitstaumel gehalten. Wenn ein Forscher herausfindet, dass Kinder schon mit zwei Jahren täglich zwei Stunden Englisch hören sollten, damit sie diese Sprache gut lernen, macht eine gute Mutter das mit. Sie will ihrem Kind ja nicht die zukünftige Karriere verbauen. Dann kommt natürlich noch Chinesisch dazu, weil das immer wichtiger wird und so weiter. Sicher ist dies übertrieben, aber dadurch, dass wir immer nur das Beste wollen, verlieren wir aus den Augen, was das Beste ist.In vielen Seminaren zum Thema «Wie nutze ich meine Zeit effizient» gibt es Übungen, bei denen man aufschreiben muss, was man machen würde, wenn man noch ein Jahr zu leben hätte. Dann verkürzt man auf einen Monat, dann auf eine Woche und dann auf einen Tag. In den meisten Fällen kommen die Teilnehmer zum gleichen Ergebnis. Sie wollen die Zeit mit ihrer Familie, Freunden oder Verwandten verbringen. Was für die meisten am wichtigsten ist, ist die Begegnung mit Menschen, das Pflegen von Freundschaften und Beziehungen.Wir haben täglich mit den verschiedensten Menschen Kontakt, aber nur wenige hinterlassen Spuren in unseren Herzen, wie Jochen Mariss feststellte. Was braucht es, damit Spuren hinterlassen werden? Meist genügt schon ein freundliches Wort oder Lächeln, eine kleine Aufmerksamkeit oder eine kleine Hilfeleistung. Ich schätze den Kaffee im Coiffeursalon, das Lächeln bei der Begrüssung in der Bäckerei, das kurze Gespräch an der Kasse im Dorfladen, das Wursträdchen für meinen Sohn in der Metzgerei und das Stückchen Käse für meine Tochter in der Käserei. Ich finde es toll, dass der Sanitärinstallateur einen Besen verlangt und den Boden nach der Reparatur des Lavabos wieder aufwischt, dass ich nach der Reparatur meines Autos ein Bonbon für mich auf dem Beifahrersitz finde. Ich weiss, dass man nicht jeden Tag gleich gut gelaunt ist, aber wenn man auch dann den Kunden und die Kundin immer noch als Freund behandelt, dann komme ich gerne wieder. Die Autorin Cornelia Rappo-Brumann ist Finanzplanerin und Mutter von zwei Kindern. Sie arbeitet Teilzeit in der Erwachsenenbildung und wohnt in St. Antoni. Sie ist in einem FN-Kolumnistenkollektiv des Gewerbeverbandes Sense tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet. Der Inhalt braucht sich nicht zwingend mit der Meinung der Redaktion zu decken.

Autor: Von CORNELIA RAPPO-BRUMANN

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