Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Waschen in grösseren Dimensionen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Waschmaschinen leben länger mit …» Einmal gehört, vergisst man die einprägsame Melodie kaum mehr. Für die Wäsche, welche in Spitäler, Hotels oder anderen Betrieben anfällt, reichen aber weder bekannte Waschmittel noch eine gewöhnliche Waschmaschine. Die Firma Hepro Laundry Equipment in Kerzers hat sich auf gewerblich-industrielle Wäschereien spezialisiert. Das zeigt sich etwa im Maschinenlager des Firmensitzes in Kerzers. Auf langen Hochregalen sind Waschmaschinen und Trockenautomaten aufgereiht. Im Prinzip sehen sie nicht viel anders aus als Haushaltswaschmaschinen. Sie sind nur viel grösser–teilweise grösser als ein Mensch. «Wir verkaufen Maschinen, die man je nach Grösse mit 7 bis 180 Kilogramm Wäsche beladen kann», erklärt Lea Schmid, Verantwortliche für die Administration sowie Tochter von Inhaber Markus Schmid. Zum Vergleich: Eine normale Waschmaschine fasst fünf bis sechs Kilogramm Trockenwäsche. Eine Maschine mit 180 Kilogramm Fassungsvermögen bringt ganz andere Herausforderungen mit sich: «Eine solche Maschine zu beladen ist aufwendig und anstrengend», erklärt Schmid. Da sind Hilfsmittel gefragt: So wird die Wäsche bei einigen Hepro-Maschinen über ein Rohr direkt in die Trommel gesogen. Zum Entladen wird die Trommel gekippt. «Weil die Maschine bei geöffneter Türe weiterläuft, fällt die Wäsche hinaus», erläutert Lea Schmid.

Hotels und Kernkraftwerke

Hepro liefert ihre Produkte in die ganze Schweiz. «Wir dürfen das Fünfsternehotel Badrutt’s Palace in St. Moritz beliefern», freut sich Schmid. Der lange Anfahrtsweg nach St. Moritz stellt das Unternehmen vor Herausforderungen. So müssen die Monteure zuweilen mehrmals im Engadin übernachten. Noch komplizierter wird es aber, wenn es um ein Bergrestaurant in einem Skigebiet geht. «Dann müssen wir abklären, ob es überhaupt eine Strasse gibt.» Dann müssten Bewilligungen der Polizei eingeholt werden. «Den Helikopter brauchten wir bislang aber noch nie.»

Die grössten Herausforderungen bieten aber Kernkraftwerke. Deren Angestellte werfen ihre Arbeitskleidung auf der einen Seite in die Maschine. Dann wird die leicht verstrahlte Kleidung gereinigt, dekontaminiert und dann auf der anderen Seite entladen. Dafür braucht es spezielle Maschinen mit zwei gegenüberliegenden Türen und einer Trennwand dazwischen. «Hat eine dieser Maschinen eine Panne, dann brauchen unsere Monteure 1,5 Stunden, bis sie nur schon in das Kraftwerk hinein können.» So brauche es unter anderem eine Spezialbewilligung der Suva. Die entsprechenden Mitarbeiter werden zudem regelmässig auf Strahlenbelastung untersucht. Aufgrund der komplexen Prozedur führen meistens die gleichen drei Mitarbeiter diese Arbeiten aus. Lea Schmid: «Diese drei dürfen einfach nie gleichzeitig Ferien beziehen.»

Chronologie

Am Anfang stand eine Wäscherei

Hepro Laundry Equipment ist ein Familienbetrieb. Seine Ursprünge liegen in einer gewerblichen Wäscherei, welche der Urgrossvater von Lea Schmid in Bern-Liebefeld betrieb. Sein Sohn Peter strebte lieber eine Pilotenkarriere an, als den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Nachdem sich sein Traum zerschlagen hatte, gründete er 1965 die Firma Provap, welche Dampfkessel für Waschmaschinen vertrieb. Aus der Fusion mit der Firma Hewanco entstand 1978 Hewanco-Provap, woraus sich der Name Hepro ableitet. 2005 übernahm Markus Schmid das Geschäft in dritter Generation. Mit seiner Tochter Lea sowie den Söhnen Tobias und Benjamin sind heute drei seiner vier Kinder im Betrieb engagiert. Hepro vertreibt neben Waschmaschinen, Trocknern und Mangeln auch Zubehör wie Wäschesäcke. Dazu kommen diverse Dienstleistungen. Nach über 20 Jahren in Düdingen verlegte Hepro seinen Firmensitz 2011 nach Kerzers.sos

Meistgelesen

Mehr zum Thema