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Wäschereipersonal organisierte Warnstreik

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Das Personal der Wäscherei im Kantonsspital Freiburg hat gestern Morgen während vier Stunden seine Arbeit niedergelegt. Um 6 Uhr wurden die Maschinen der Wäscherei abgestellt und anschliessend keine Wäsche mehr an das Pflegepersonal ausgeliefert. Mit diesem Warnstreik protestierte das Personal gegen die vom Verwaltungsrat des Freiburger Spitals (HFR) angekündigte Auslagerung der Wäscherei. Gestern Morgen übergab das Personal der Spitaldirektion ihre Forderungen schriftlich. Im Zentrum der Forderungen steht die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen.

Die Aktion wurde von Gewerkschaften und Vertretern linker politischer Bewegungen begleitet. Gaétan Zurkinden, Regionalsekretär des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), sprach von einer grossen Entschlossenheit beim Personal. Falls der HFR-Verwaltungsrat nicht zu Verhandlungen bereit sei, werde man «bis zum Schluss» gehen. «Wir wehren uns nicht nur für die Wäscherei, sondern für das gesamte Spital», so Zurkinden.

SP-Präsident Benoît Piller sagte, wenn eine Privatfirma die Wäscherei übernehme, wolle sie Gewinn machen, was sich in Lohndruck und Arbeitszeitdruck äussern werde. Er verwarf das Argument des Verwaltungsrats, wonach es sich bei der Wäsche um keine Kernaufgabe handle: «Ich glaube nicht, dass die Patienten in schmutziger Wäsche schlafen wollen.»

Bernard Fragnière, Präsident des Personalverbands der Staatsangestellten, kritisierte: «Es fehlt völlig am Willen zum Dialog. Das ist keine Sozialpartnerschaft.» Unia-Regionalsekretär Armand Jaquier richtete seine Kritik an den Staatsrat: «Die Behörden bieten Hand zu Lohndumping. Das ist inakzeptabel.»

Eine eigene Rechnung

Der VPOD erstellte ein Argumentarium, in dem er widerlegte, dass mit einer Auslagerung Kosten eingespart werden können. Das HFR habe von Investitionen von 18,8 Millionen Franken gesprochen, um die Wäscherei in Freiburg zu behalten. Davon seien aber nur 4,5 Millionen für die Erneuerung des Gebäudes und der Maschinen notwendig. Der Rest betreffe einen Neubau, der gar nicht nötig sei. Ohne diesen Neubau wäre die eigene Wäscherei langfristig billiger als ein Service durch Private. Momentan sei der Kilopreis für die Spitalwäsche an jenen HFR-Standorten deutlich am günstigsten, welche über eine eigene Wäscherei verfügten.

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