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Wasser ist auch in den Bergen knapp

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Gestern war ein idealer Tag, um die Pumpstation, das Reservoir und den Quarzsandfilter auf die Riggisalp hochzufliegen: Es war windstill, die Sicht klar. Mit Präzision flog der Helikopter die vorgefertigten Elemente für die neue Wasserversorgung der Alpgenossenschaft Schmitten in die vorbereiteten Baugruben. Die Lasten waren beachtlich: Die Pumpstation, die bei der Talstation der Kaisereggbahn installiert wird und wo neu Wasser gefasst werden soll, hat einen Durchmesser von 2,5 Metern, ist vier Meter hoch und wiegt 1500 Kilo. Das Reservoir, das bei der Bergstation Riggisalp eingesetzt wird und in welches das Wasser gepumpt werden soll, wiegt 2,5 Tonnen, wie Projektleiter Ernst Fuchs erklärt.

 Auf den Alpen Staldenhus, Grosshus, Seelihus und Rainhus der Alpgenossenschaft Schmitten ist die Sanierung der Wasserversorgung nötig. «In den letzten Jahren gab es häufig zu wenig Wasser. Zudem genügte die Wasserqualität nicht immer», sagt André Rudaz, Präsident der Alpgenossenschaft Schmitten. Auf den vier Alpen sind im Sommer Tiere oben, bei den Alpen Grosshus und Rainhus werden zudem im Sommer und Winter Gäste empfangen.

Der gestrigen Installation der Bauelemente gehen lange Vorarbeiten voraus. Vor vier Jahren begann die Alpgenossenschaft Schmitten, zusammen mit Geologen nach Wasser im Gebiet Riggisalp zu suchen. Bei Bohrungen bei der Talstation Riggisalp stiess man auf Wasser. Diese Quelle wird genügend Wasser für die vier Alpen liefern. Gemäss André Rudaz ist auch die Qualität gut, allerdings entspricht die Wassertrübung nicht den Anforderungen. Ein Filter ist deshalb nötig. «Dies aber nur für das Wasser, das als Trinkwasser in den Berghütten verwendet wird. Zur Tränke der Tiere ist die Filterung nicht notwendig», sagt Rudaz.

Im Frühling sind die Leitungen von der Pumpstation zum Reservoir sowie zu den Alphütten verlegt worden, worauf die gestern eingesetzten Elemente vorgefertigt wurden. Noch diesen Herbst soll die neue Wasserversorgung in Betrieb genommen werden. Rudaz betont, dass die Sanierung für die Alpgenossenschaft einen grossen Aufwand darstellt. «Ich hoffe, dass es mit diesem Projekt jetzt für eine Weile reicht.»

Er weist darauf hin, dass die Wasserknappheit, die sich in den letzten Jahren vermehrt gezeigt hat, auch in den Bergen ein Problem ist. «Der Wasserpegel hat sich nie erholt, es gibt zu wenig Niederschläge.»

Finanzierung

Subventionen von Bund und Kanton

Die Kosten für die Sanierung der Wasserversorgung der Alpen der Alpgenossenschaft Schmitten belaufen sich auf rund 700000 Franken. Im Rahmen des Meliorationsgesetzes subventionieren Bund und Kanton Teile dieser Kosten. Für den Rest greift die Alpgenossenschaft auf Eigenmittel zurück und erhöht die Hypotheken. In den vergangenen Jahren hat die Wasserknappheit auch auf anderen Alpen die Sanierung der Wasserversorgung notwendig gemacht.mir

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