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Wechsel an Feuerwehr-Verbandsspitze

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Im Vergleich zur turbulenten Delegiertenversammlung des Sensler Feuerwehrverbandes im Vorjahr ging jene am Freitagabend in Plaffeien ruhig über die Bühne. Die Delegierten hatten dennoch einige wichtige Entscheidungen zu fällen, unter anderem die Wahl des neuen Verbandspräsidenten. Denn die bisherige Präsidentin Barbara Wyssbrod hatte nach neun Jahren an der Spitze des Sensler Feuerwehrverbandes ihre Demission angekündigt. 2005 war sie in den Vorstand des Feuerwehrverbandes gewählt worden. «Das war damals eine Sensation im Feuerwehrwesen», sagte sie. Drei Jahre später wählte die Delegiertenversammlung sie zur Präsidentin: als erste und bisher einzige Frau im Kanton, die einem Bezirksverband vorsteht. In den vergangenen zwölf Jahren habe sie unzählige Inspektionen, Korps, Kurse und vieles mehr besuchen dürfen und habe dabei festgestellt, dass Frauen in der Feuerwehr heute als «normal» gelten würden. «Ich habe in all den Jahren versucht, für die Sache einzustehen», sagte Barbara Wyssbrod, die auch Präsidentin des kantonalen Feuerwehrverbandes ist.

Die 45 Anwesenden ernannten die 52-Jährige zum Ehrenmitglied und wählten den neuen Präsidenten einstimmig. Es ist Elmar Berthold, bisheriges Vorstandsmitglied und Gemeinderat von Schmitten. Er werde sich für alle Korps im Sensebezirk einsetzen und mit den Kommandanten, Gemeinderäten und den anderen Behörden das Gespräch suchen, sagte Berthold. Eine gute Kommunikation sei ihm wichtig. Die Versammlung wählte zudem Gabriela Dietrich aus Plaffeien neu in den Vorstand.

Die Kommunikation war auch beim Rückblick auf die letztjährige Versammlung ein Thema. Damals hatten zwei Feuerwehrkommandanten die Auflösung des Verbandes und stattdessen die Gründung einer Kommandantenkonferenz gefordert, weil sie darin eine direktere und effizientere Struktur für Absprachen und Entscheide sehen. Inzwischen hat sich im Gemeindeverband Region Sense eine Arbeitsgruppe gebildet, die mit Kommandanten, dem Oberamtmann und auch mit Verbands- und Gemeindevertretern nach Lösungen sucht (die FN berichteten). Im Januar fand die zweite Sitzung statt. Der neue Sensler Oberamtmann Manfred Raemy sagte, dass die Arbeitgruppe wohl im März informieren könne, wie es weitergeht. Er gehe davon aus, dass ein ungenügender Informationsfluss der Auslöser für dieses Begehren gewesen sei, so Raemy.

Martin Helfer, Leiter Ausbildung Feuerwehr bei der kantonalen Gebäudeversicherung, zeigte auf, dass es im Sensebezirk 2016 38 Brände mit einer Schadenssumme von 1,4 Millionen Franken gegeben habe. 2015 waren es 41 Brände.

Zahlen und Fakten

Maschinistenkurse schlagen zu Buche

Die Rechnung 2016 des Sensler Feuerwehrverbandes schliesst bei Einnahmen von 11 400 Franken und Ausgaben von 8900 Franken mit einem Gewinn von 2500 Franken. Der Voranschlag 2017 hingegen sieht weniger rosig aus. Er bilanziert bei einem Aufwand von 19 770 Franken ein Minus von 8600 Franken. Dabei schlage vor allem der Maschinistenkurs zu Buche, der dieses Jahr wieder eingeführt werde, sagte Barbara Wyssbrod. Letztes Jahr waren für die Bezirkskurse 2200 Franken vorgesehen, dieses Jahr sind es 10 000 Franken. Der Kurs werde durchgeführt, weil er ein Bedürfnis sei, die kantonale Gebäudeversicherung, die für die Ausbildung der Feuerwehrleute zuständig ist, ihn aber nicht mehr durchführe. Dass diese Kosten nun die Gemeinden als Mitglieder des Feuerwehrverbandes bezahlen müssten, sei nicht richtig, sagte Anton Rüffieux aus Plasselb. Der Vorstand und die Gemeinden müssten zusammenstehen und bei der Gebäudeversicherung intervenieren. Auch der Kantonalvorstand werde sich dafür einsetzen, sagte Barbara Wyssbrod. Die Versammlung stimmte dem Voranschlag mit vier Gegenstimmen zu.

ak

 

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