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Wef-Gegner treffen auf grosses Polizeiaufgebot

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Untertitel: Gegen das Weltwirtschaftsforum Davos haben in Freiburg rund 150 Personen demonstriert

Autor: Von IRMGARD LEHMANN (Text)
CHARLES ELLENA (Bilder)

So gegen halb ein Uhr am Samstagmittag sind es nur ein paar wenige, die auf dem Pythonplatz in Freiburg rumstehen. Dass sich hier aber was tut, verraten die Spruchbänder, Plakate und Transparente, die auf den Bänken verstreut herumliegen. Angespannte Ruhe ist auszumachen. Sie ist von kurzer Dauer. Alsbald rückt die Polizei an, scharenweise. Ausgerüstet mit Gasmasken, Schutzschildern, Gummiknüppeln und Schutzwesten, nimmt sie Position – am Ende der Romontgasse und am Anfang der Lausannegasse. Die Strategie ist klar: Die
Wef-Gegner wollen da durch und die Polizei will die Geschäfte schützen. «Wegen dem McDonald», meint einer der inzwischen zahlreichen Schaulustigen.

Immenses Polizeiaufgebot

Das Polizeiaufgebot liegt schätzungsweise bei 60 Personen und mehr. Auszumachen ist das nicht so genau. Weder von den Polizisten ist etwas zu vernehmen noch beim rumkommandierenden Gendarmeriechef Pierre Schuwey. Eine Zahl, die wohl der Sicherheit halber geheim bleiben soll. Mit dem Schlimmsten rechnet man, denn in der «Rue du Criblet» stehen nicht weniger als sieben gepanzerte Polizeifahrzeuge.

Inzwischen ist die Gruppe der Demonstranten auf rund 150 Personen angewachsen. Fast alles junge Leute. Frauen, Männer, ein paar Vermummte. Mit Spruchbändern und Plakaten, mit Buhrufen und Slogans aus dem Mikrofon machen sie Front, markieren Widerstand und stellen sich vor die Polizei hin. Aus einem alten Radiokasten scheppert der «Winter» aus Vivaldis Jahreszeiten. «Kultur für die Polizei», kommentiert ein Zuschauer.
Oben an der Lausannegasse geben sich sich Polizei und Demonstranten ein erstes Stelldichein. Doch das dauert nicht lange. Eine Kehrtwende, und die Demonstrierenden bewegen sich Richtung Romontgasse. Was geschieht nun wohl? Die Buhrufe werden lauter, die Slogans kräftiger, die Mikrofonstimme hastiger. «Huere Tschugger», tönt es von der einen und der anderen Ecke. Die Demonstrierenden stehen eng beieinander.
Von Durchkommen ist keine Rede mehr. Auch auf der Gegenseite steht Mann an Mann, ab und zu Frau an Mann. Die Polizisten alle mit strenger Miene, angespannt und auf alles gefasst. Schliesslich weiss man, dass sich unter den rund 150 Globalisierungsgegnern rund 20 befinden, die zu allem bereit sind.
Oberamtmann Nicolas Deiss und Polizeikommandant Pierre Nidegger auf sicherer Distanz.
Nach rund 20 Minuten geben die Demonstranten auf und bewegen sich Richtung Abbé-Bovet-Gasse. Denn die Zeit läuft. Um Viertel nach zwei fährt der Zug in Richtung Bern. Zum nächsten Ziel.
Was die Besitzer der Bijouterie Lichti und der Apotheke am Bahnhof befürchtet haben – aus Angst vor Beschädigungen haben sie ihre Schaufenster mit einer Bretterwand dichtgemacht -, ist nicht eingetroffen. Die nicht bewilligte Demonstration ist «friedlich» verlaufen.

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