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Wegen schlechtem Eis abgebrochen

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Wegen schlechtem Eis abgebrochen

Freiburg führte in Lausanne nach zwei Dritteln mit 4:3

Ärgerlich, was sich gestern Abend in der Lausanner Malley-Halle zutrug. Sicherlich lieferte keines der beiden Team eine grosse Partie. Freiburg zeigte sich jedoch im Abschluss gefährlicher und wusste mehr aus seinen Chancen zu machen. Es hätte ein gutes Resultat für das Selbstvertrauen werden können.

Von MARKUS RUDAZ

In der Pause zum letzten Drittel gingen in der Patinoire de Malley die Lichter aus, das heisst, eher die Eismaschine. Denn schon im zweiten Drittel hatten die Schiris öfters Löcher im Eis ausfüllen müssen. Das Mitteldrittel wurde deshalb nicht ganz zu Ende gespielt. Trotz zweimaliger Eisreinigung liessen sich die Schäden nicht mehr reparieren und Schiedsrichter Rochette entschied sich schliesslich für den Abbruch des Spiels nach 40 Minuten.

Das erste Drittel brachte zwar ein recht flüssiges Spiel, das jedoch spielerisch kaum hohe Wellen zu werfen vermochte. Dabei machten die Lausanner den etwas viferen Eindruck. Bei Freiburg bemühte man sich zwar redlich, die Torchancen blieben jedoch äusserst rar. Lausanne ging denn auch verdient nach gut sieben Minuten im ersten Powerplay der Partie in Führung. Danach hatten die Waadtländer mehr Spielanteile, ohne jedoch allzu gefährlich bis zu Mona vorzustossen. Etwas überraschend deshalb der Ausgleich der Freiburger, den allerdings Lausannes Hüter Berger zum Teil auf sich nehmen muss: Vauclair erwischte ihn nach schönem Querpass Schneiders zwischen den Schonern hindurch (15.).
Im zweiten Drittel wurde die Gangart etwas ruppiger. Dies passte vorerst den Freiburgern, die durch Letowski in Überzahl in Führung gingen. Kurz darauf hatten die Freiburger das Glück des Tüchtigen, als Tuomainen in Überzahl nur die Latte traf. Das McParland-Team überstand dabei sogar eine einminütige doppelte Unterzahl schadlos. Ärgerlich jedoch der Ausgleich der Waadtländer – zumindest aus Sicht der Gäste: Ein Querpass Lintners auf Hentunen im Powerplay war zu ungenau, der wirblige Saint-Louis zog los, dribbelte sich durch und bediente schliesslich Landry, der nur einzuschieben brauchte (32.). Kurios die erneute Führung der Freiburger: Marquis’ Schuss von der blauen Linie sprang über Goalie Berger hinweg ins Tor. Nach Konsultation der Torkamera gab Schiedsrichter Rochette den Treffer. Allerdings dauerte die Freude der Freiburger kaum länger als eine Minute. Denn da glichen die Gastgeber durch einen abgelenkten Schlenzer erneut aus. Kurz vor Ende des Mitteldrittels gerieten sich Reist und Sprunger in die Haare und wanderten schliesslich beide in die Kabinen. Mit einem harten Knaller nutzte Lintner die folgende Überzahl Sekunden vor dem Pausenpfiff aus.
Lausanne – Freiburg
3:4 (1:1, 2:3)

Nach zwei Dritteln abgebrochen

Malley. 6000 Zuschauer. SR: Rochette (Mauron, Rebillard). Tore: 8. Saint-Louis (Landry, Roach; Ausschluss Vauclair) 1:0; 15. Vauclair (Schneider, Plüss) 1:1; 25. Letowski (Ausschluss M. Kamber) 1:2; 32. Landry (Saint-Louis, Ngoy; Ausschluss Roach!) 2:2; 36. Marquis 2:3; 38. Roach (Landry) 3:3; 40. Lintner (Hentunen, Letowski; Ausschluss Reist) 3:4. Strafen: 4-mal 2 plus 5 Minuten (Reist) gegen Lausanne; 4-mal 2 plus 5 Minuten (Sprunger) plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Sprunger) gegen Gottéron.
HC Lausanne: Berger; Ngoy, Holzer; Roach, Reist; M. Kamber, Emery; Saint-Louis, Landry, Conz; Schönenberger, Weibel, Brown; Tuomainen, O. Kamber, Schaller; Zenhäusern, Slehofer.
HC Freiburg-Gottéron: Mona; Lintner, Berger; Marquis, Gerber; Studer, Birbaum; Hentunen, Montandon, Wirz; Schneider, Vauclair, Plüss; Berthoud, Mowers, Letowski; Howald, Hodgson, Schümperli; Sprunger.
Bemerkungen: Freiburg ohne Rhodin (überzählig). Lausanne ohne Steck (verletzt) und Boileau (überzählig). 27. Lattenschuss Tuomainen. 2. Drittel wird wegen Eisproblemen nach 19:37 Minuten beendet. Letztes Drittel beginnt verspätet, weil Eis nochmals gereinigt werden muss.
Forfait-Sieg für Freiburg?

Als das Eis immer schlechter spielbar wurde, erklärte Gottérons Clubleitung Schiedsrichter Stéphane Rochette, dass man nur noch unter Protest weiterspiele. Rochette: «Als das Eis nach wiederholtem Behandeln nicht besser wurde, entschied ich mich für den Abbruch.»

Lausanne hofft nun, die Partie wiederholen zu können. Gottéron dagegen erwartet einen Forfait-Sieg, wie TK-Direktor von Mentlen erklärt: «Es gibt einen Präzendenzfall in Schweden, wo in einem Spiel fünf Minuten vor Schluss die Lichter ausgingen, weswegen es für den Gast einen Forfait-Sieg gab.» Der Entscheid liegt nun beim Verband. Ob allerdings die Verantwortlichen ein Lichtausfall mit schlecht bespielbarem Eis vergleichen werden, bleibt abzuwarten.
Im Übrigen war Gottéron-Trainer McParland mit seinem Team zufrieden: «Wir haben wesentlich besser gespielt. Mit dem Eintritt von Hodgson wurde die Partie ausgeglichener, und wir konnten mit allen Blöcken Druck machen.» bi/mr

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