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Weihnachtliche Wiederentdeckung

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Man staunt, dass immer wieder Werke auftauchen, die in Vergessenheit geraten sind. So auch das barocke Weihnachtsoratorium des deutschen Komponisten Carl Heinrich Graun (1704–1759). Dieses war im 18. Jahrhundert sehr populär, verschwand dann aber aus den Konzertprogrammen. Wie erklärt man sich dies? Bernhard Pfammatter, Dirigent des Regionalchores CantaSense: «In der Musik gibt es immer wieder Modeströmungen. Vielleicht war das Werk anfangs des 20. Jahrhunderts einfach nicht mehr zeitgemäss, da es als zu gefühlsbetont angesehen wurde.»

Das gut einstündige Werk mit Chor, Soli und Barockorchester ist in seiner harmonischen Anlage leicht fassbar mit einfacher Melodieführung. Es sei ein bewegtes, elegantes Werk, das einen unmittelbar gefangen nehme, so der Dirigent: «Dieses Ineinandergreifen von Chor, Soli und Orchester ist schlichtweg faszinierend.» Fast zeitgleich mit Bachs gleichnamigem Werk entstanden, ist das Opus des jüngeren Graun progressiver und stilistisch bereits in der Frühklassik anzusiedeln. Bei Bach handelt es sich um einen eigentlichen Kantatenzyklus, bei Graun hingegen um ein einziges, durchkomponiertes Oratorium. CantaSense führt dieses jetzt in der Pfarrkirche Düdingen und in der Stadtkirche Thun auf. Bernhard Pfammatter, seit zwölf Jahren Dirigent des 50-köpfigen Chores, hat Grauns Werk aus der Versenkung geholt. «Ich hatte die Partitur schon einige Jahre in der Schublade und habe auf eine Gelegenheit gewartet, das Werk aufzuführen. Nun haben wir vermutlich eine Freiburger Erstaufführung.» Die Partitur wurde erst vor etwa 15 Jahren neu aufgelegt.

Mit rund 50 000 Franken lässt sich CantaSense das Konzert einiges kosten: Mit dabei sind die Gesangssolisten Maria C. Schmid (Sopran), Barbara M. Erni (Mezzosopran), Hans-Jürg Rickenbacher (Tenor) und Richard Helm (Bass) sowie das Berner Barockorchester Freitagsakademie.

Pfarrkirche Düdingen. Sa., 14. Dezember, 20 Uhr. Stadtkirche Thun. So., 15. Dezember, 17 Uhr. Kollekte.

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