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Weisse Front gegen die Politik von Gesundheitsminister Pascal Couchepin

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bern/freiburg Grund für die Empörung der Allgemeinpraktiker ist die auf Mitte Jahr vorgesehende Senkung der Labortarife um 20 Prozent. Ihrer Ansicht nach gefährdet dies die Qualität der Medizin und auch die Zukunft der Berufe der Hausärzte und der Praxisassistentinnen. Leidtragende seien letztlich die Patienten.

800 Teilnehmer an Demo in Freiburg

In der Stadt Freiburg beteiligten sich schätzungsweise 800 Ärzte, Praxisassistentinnen und Patienten am Protestmarsch von der ehemaligen Klinik Garcia durchs Perolles auf den Python-Platz. An der Spitze des Umzuges wurde ein Skelett auf einem Rollstuhl mit der Aufschrift mitgeführt: «Ein Patient, der auf die Ergebnisse der Laboranalyse wartet.» Viele Teilnehmer waren mit Plakaten angereist, auf welchen etwa zu lesen war: «Couchepin will den Krieg, wir wollen aber in Frieden arbeiten», «Der Hausarzt, ein Lebewesen am Verschwinden» oder «Oh Herr, nimm uns unseren täglichen Couchepin».

Der Marsch verlief aber friedlich. Die Zwischenrufe, die sich gegen den Gesundheitsminister wandten, erreichten nicht die Dezibel-Werte, die etwa bei Demonstrationen der Gewerkschaften gemessen werden. «Die Ärzte sind nicht gewohnt, auf die Strasse zu gehen», stellten etwa Passanten fest.

Auf dem Python-Platz ergriffen Jean-Daniel Schumacher, Präsident der Freiburger Ärztegesellschaft, der Düdinger Hausarzt Franz Engel, Maryline Romanens als Vertreterin der Praxisassistentinnen, der Präsident der Freiburger Senioren, Michel Studer als Vertreter der Patienten sowie die CVP-Nationalrätin Thérèse Meyer das Wort. Sie alle versuchten klar zu machen, dass mit der Senkung der Labortarife nicht bloss eine Gehaltskürzung der Ärzte auf dem Spiel steht, sondern das heutige Gesundheitssystem, in welchem die Hausmedizin eine zentrale Rolle einnimmt.

Jean-Daniel Schumacher schätzte, dass sich rund die Hälfte der 350 Freiburger Ärzte an der Kundgebung beteiligte. Ihm gaben aber auch die sehr zahlreichen Patienten Mut, den Kampf um die Zukunft des Hausarztberufes weiterzuführen. Er kündigte denn auch weitere Massnahmen an, sollte die vorgesehene Tarifsenkung durchgezogen werden.

Umsetzung wie geplant

Im Departement Couchepin gab man sich gestern jedoch angesichts tausender demonstrierender Hausärzte gelassen. Jean-Marc Crevoisier, Sprecher des Eidg. Departementes des Innern, wollte die Forderungen der Hausärzte nicht kommentieren. Die Tarifrevision werde wie geplant in zwei Schritten in Kraft gesetzt.

In Bern selber demonstrierten 1500 Teilnehmer. Bundesrat Pascal Couchepin liess sich aber nicht blicken. az/sda

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