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«Weit vom europäischen Level entfernt»

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Autor: Matthias Fasel

«Wir wünschen uns alle, dass wir schneller vorwärtskommen, doch in der Realität sind wir auch nach zwei Turnieren noch weit vom europäischen Level entfernt.» Nationaltrainerin Svetlana Ilic weiss mehr denn je, dass es nicht so leicht ist, aus dem Nichts eine wettbewerbsfähige Equipe zu formen. Genau das ist jedoch das Ziel im Schweizer Frauenvolleyball. Wenn die Schweiz 2013 die Europameisterschaft ausrichtet, soll sie das mit einer schlagkräftigen Equipe tun (die FN berichteten). Noch aber liegt das Team von Svetlana Ilic in der Weltrangliste auf Rang 108, hinter Ruanda, den Fiji-Inseln oder den Britischen Jungferninseln.

Erste Standortbestimmung ist ernüchternd

An den beiden ersten Turnieren der European League assen die Schweizerinnen in den vergangenen Wochen im bulgarischen Varna und im türkischen Izmir hartes Brot. Die erste Zwischenbilanz ist deshalb nicht überraschend, aber doch ernüchternd. In sechs Spielen haben sie bisher gerade einmal einen einzigen Satz gewonnen. Erwartungsgemäss belegt das Team von Svetlana Ilic deshalb den vierten und letzten Platz der Gruppe. Da die Schweizerinnen mit der Türkei, Frankreich und Bulgarien am Wochenende in der Freiburger St.-Leonhard-Halle wieder auf dieselben Gegner treffen wie in den ersten beiden Turnieren, ist die Zielsetzung bescheiden. Sie wollen schlicht und einfach weitere Satzgewinne realisieren. Mehr liegt nicht drin. «Der Wunsch ist da, der Spirit ist da, aber es fehlt den Spielerinnen noch das Werkzeug, um das Spiel von Beginn weg zu gestalten. Auch müssen wir besser verstehen lernen, was wir mit unseren physischen Voraussetzungen unternehmen müssen, um gegen Gegner auf diesem Niveau etwas ausrichten zu können», sagt Ilic. Die Feldorganisation müsse noch verbessert werden. Ilic nimmt für die Spiele in Freiburg deshalb in Annahme und Verteidigung noch einmal Umstellungen vor. So spielt neu Voléros Nadine Jenny auf der Libera-Position. Ilic verspricht sich davon «neue Impulse im Annahmesystem.»

Vier Freiburgerinnen

Der erste Gegner ist morgen mit Frankreich das Team, das am ehesten in Reichweite der Schweiz liegt. Zumindest ist es der Gegner, gegen den den Schweizerinnen der einzige Satzgewinn gelungen ist. Für die Französinnen, die auf Rang 40 der Weltrangliste stehen und einige Stammkräfte schonen, dienen die Spiele als Vorbereitung auf die bevorstehende EM-Qualifikation. Die Türkinnen, auf die die Schweizerinnen am Samstag treffen, gehen mit einem jungen, kämpferischen B-Team an den Start, von dem sich die eine oder andere Spielerin gerne für die Olympischen Spiele in London aufdrängen würde. Die Türkei steht auf Rang elf der Weltrangliste – und damit 22 Ränge vor den Bulgarinnen, die allerdings mit einem starken Team an der European League teilnehmen und noch keines ihrer sechs Spiele verloren haben.

Ein besonderes Wochenende wird es für Kristel Marbach, Patricia Schauss (beide Voléro Zürich), Sandra Stocker (Neuenburg) und Stéphanie Bannwart (Sm’Aesch Pfeffingen). Diese vier Spielerinnen stammen allesamt aus Freiburg und werden deshalb unter besonderer Beobachtung stehen.

St. Leonhard: Organisatoren erwarten 1500 Zuschauer pro Tag

Erstmals wird am Wochenende die Basketballhalle des St. Leonhard zur Volleyball-Arena. «Wir rechnen mit 1500 Zuschauern pro Tag», sagt der Präsident des Organisationskomitees, Gilles Seydoux. Zwar haben die Veranstalter im Vorverkauf bisher bloss 400 Tickets pro Tag abgesetzt. «Aber wir wissen, dass die meisten Leute ihr Ticket erst im letzten Moment kaufen. 1500 Zuschauer sind ein realistisches Ziel.»

200 Helfer im Einsatz

Seydoux kennt sich mit der Organisation von Volleyball-Anlässen aus. In Bulle hat er bereits Nationenturniere und regelmässig das All-Star-Spiel organisiert. Für das Wochenende steht ihm ein Team von rund 200 freiwilligen Helferinnen und Helfern zur Verfügung. Rund die Hälfte der Freiburger Volleyballclubs beteiligt sich an den Arbeiten. Allein von den Grossclubs Freiburg und Düdingen sind es je rund 30. Swiss Volley bedankt sich für die Organisation damit, dass ein Teil des Gewinns der Veranstaltung in die Kasse des Freiburger Verbands fliesst. «Wie viel das ergibt, ist schwierig zu sagen.» Das Gesamtbudget des Anlasses beläuft sich auf 200000 Franken.

Freiburg will den Cupfinal zurückholen

Dass am Ende ein finanzieller Ertrag herausschaut, ist für Seydoux jedoch nicht das Wichtigste. Vielmehr geht es ihm darum zu zeigen, dass Freiburg einen Volleyball-Grossanlass organisieren kann. «Wir würden gerne den Schweizer Cupfinal zurück nach Freiburg holen.» 30 Jahre lang fand dieser in Freiburg statt. Seit fünf Jahren findet er jedoch nicht mehr in der Heilig-Kreuz-Halle statt, sondern in Bern. «Wir hoffen, dass ab 2015 wieder Freiburg Austragungsort ist», so Seydoux. fm

European League

Das Programm vom Wochenende

Freitag:

17.30 Bulgarien – Türkei

20.00Schweiz – Frankreich

Samstag:

17.30 Schweiz – Türkei

20.00 Frankreich – Bulgarien

Sonntag:

15.00 Türkei – Frankreich

17.30 Schweiz – Bulgarien

Alle Spiele finden in der Freiburger St.-Leonhard-Halle statt. Tagestickets für Erwachsene kosten 25 Franken, Dreitagestickets 60 Franken. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.

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