Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Weitere Strassen bei Notgrabung entdeckt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ende August beginnen südwestlich von Avenches die Bauarbeiten von zwei Mietshäusern, doch schon jetzt herrscht emsiger Betrieb auf dem 900 Quadratmeter grossen Grundstück. Für die dort tätigen Archäologen bietet sich ein riesiger Fundus an archäologischen Objekten. Die Zeit eilt aber, denn die Notgrabung dauert nur noch bis Ende August und das schlechte Wetter erschwert die Arbeit.

Strasse aus dem Mittelalter

Neben zwei Römerstrassen, Gebäuden und anderen Gegenständen tauchen immer wieder neue Fundstücke auf. So wurde gemäss dem verantwortlichen Archäologen Pierre Blanc auch ein Strassenstück aus dem Mittelalter entdeckt. Dies lässt gemäss Blanc darauf schliessen, dass das Gebiet auch in späteren Epochen genutzt wurde. Die Spuren von weiteren Strassen wurden unterhalb des Steinbelags der bereits freigelegten Römerstrassen gefunden. Der bereits früher freigelegte Backofen und Spuren von Häusern deuten in diesem Sektor auf Handwerksbetriebe sowie eine Metzgerei und eine Bäckerei hin, auch weil handwerkliches Abfallmaterial und Werkzeuge gefunden wurden. Für den verantwortlichen Archäologen ergeben die bisherigen und die neuen Funde ein spannendes Mosaik aus Infrastrukturen und Fundstücken aus mehreren Epochen auf engstem Raum. Die Ausgrabungsobjekte datiert Blanc auf die Zeit zwischen dem ersten und vierten Jahrhundert nach Christus sowie auf das Mittelalter.

Pierre Blanc arbeitet selber so viel wie möglich bei den Grabungen mit. Die Zeit dränge, wegen der geplanten Bauarbeiten. Zudem verzögert der Regen die Arbeiten immer wieder, weil dadurch fein säuberlich freigelegte Schichten erneut mit Erde überdeckt würden, erklärt Blanc. Die freigelegten Flächen, Strukturen, Funde und Objekt-Frakturen müssen zur Dokumentation nämlich für Fotos und für Aufzeichnungen frei sein.

Bis konkretere Erkenntnisse über die gesamte Grabung vorliegen werden, geht es aber noch drei bis vier Jahre. Zuerst werden sämtliche Objekte im Römermuseum gewaschen und inventarisiert. Danach folgen genaue Analysen und Auswertungen.

Die Ausgrabungsstätte ist rund 900 Quadratmeter gross. 

Mehr zum Thema