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Weitere Unterstützung fraglich

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Weitere Unterstützung fraglich

Begegnungszentrum Charmey bleibt Sorgenkind der Synode

Trotz ansteigenden Übernachtungszahlen überlegt sich die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg, das «Haus der Begegnung» in Charmey nicht mehr zu unterstützen. Im Winter 2005 soll ein Entscheid gefällt werden.

Von PATRICK HIRSCHI

Seit dem Stellenantritt des neuen Direktors Hans Walther meldet das «Haus der Begegnung» in Charmey eine Zunahme der Übernachtungen. Für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres konnten rund 3000 Übernachtungen registriert werden – 1000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

«Trotzdem muss sich die Synode überlegen, ob sie das Haus weiter unterstützen will», sagte Synodalratspräsident Daniel de Roche an der Pressekonferenz zur Frühlingssynode am Dienstag in Murten. Die Hotelleriebranche mache schwierige Zeiten durch, fuhr er fort.

Riccardo Müller, Präsident der Synode, teilte mit, dass das 30-jährige Gebäude renovationsbedürftig sei. Nun soll eine Arbeitsgruppe unter Führung des Synodalrates die nötigen Entscheidungsgrundlagen ausarbeiten. An einer Spezialsitzung der Synode im kommenden Winter soll dann über das weitere Schicksal des Hauses entschieden werden.

Die doppelte Anzahl
Übernachtungen wäre notwendig

Im Jahr 2003 kam das Haus auf rund 8000 Übernachtungen, was einer Auslastung von 20 Prozent entspricht. Ideal wären gemäss de Roche 15 000 bis 16 000 Übernachtungen jährlich. Die Jahresrechnung des Hauses weist bei Aufwendungen von 793 000 Franken einen Mehraufwand von 51 000 Franken aus.

Weil die Jahresrechnung 2003 der Synodalkasse aber mit einem Einnahmenüberschuss von 113 000 Franken abschloss (Aufwand 1,308 Mio.), konnte das Defizit des Begegnungszentrums umgehend getilgt werden. Mit dem Rest des Überschusses werden die Missionswerke «Mission 21» und «Département Missionnaire» zusätzlich mit je 10 000 Franken unterstützt. Der Rest fliesst ins Eigenkapital.

Bis im Herbst ist der
Synodalrat nur zu sechst

Jean-Baptiste Lipp trat als Synodalrat zurück. Er war seit 1987 Pfarrer in Freiburg und zieht jetzt zurück ins Waadtland. Da noch kein geeigneter Kandidat gefunden werden konnte, findet die Ersatzwahl in den Synodalrat erst im Herbst statt. Die übrigen Synodalräte wurden in ihrem Amt bestätigt.

Weiter bewilligte die Synode die Schaffung einer fünften Pfarrstelle für die Kirchgemeinde Freiburg. Und sie beschloss den Beitritt zum «Forum Freiwilligenarbeit.ch», das sich für die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit einsetzt.

Der Synodalrat informierte, dass zwischen dem Staat Freiburg und der reformierten Kirche eine Rahmenkonvention ausgearbeitet wird. Sie soll die Seelsorge in staatlichen Anstalten regeln.

Seit 150 Jahren im Kanton Freiburg

Daniel de Roche sieht die Teilrevision der kirchlichen Gesetzgebung als einen der Schwerpunkte der kommenden Legislatur. Man habe zuerst die Abstimmung der Kantonsverfassung abgewartet. Mit deren Annahme habe man nun eine Grundlage für die neue Gesetzgebung.

Diesen Herbst feiert die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg ihr 150-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass findet am Samstag, 2. Oktober, in Murten ein offizieller Festakt statt. Am Sonntag, 3. Oktober, wird das Jubiläum mit einem Gedenkgottesdienst in Freiburg gefeiert.

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