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Weiteres Puzzleteil zur Familienrealität

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Autor: walter buchs

Das am Dienstag vom BGF veröffentlichte «Porträt der Freiburger Familien» knüpft an den Bericht der kantonalen Kommission für eine umfassende Familienpolitik von 2004 an. Dieser hatte bereits ein ganzes «Programm von Massnahmen für eine effiziente Familienpolitik» dargelegt. Beim «Porträt der Freiburger Familien», welches das zum Teil lückenhafte statistische Material ergänzt, geht es unter anderem darum, «die Realität der Familien besser zu kennen», schreibt das BGF. Damit solle ein konkretes Instrument für eine umfassende Familienpolitik bereitgestellt werden. Die Eckdaten müssten aber weiter ergänzt werden.

Neue Formen – neue Bedürfnisse

Die beiden Hauptkapitel des vom BGF veröffentlichten statistischen Porträts behandeln «Struktur und Organisation der Freiburger Familien» sowie «Familienleben in Freiburg». In den Schlussfolgerungen wird festgestellt, dass trotz beträchtlicher Fortschritte bei der Chancengleichheit der Geschlechter, namentlich in der Ausbildung und bei der Teilnahme am Erwerbsleben, deutlich werde, dass «die Gleichstellung von Frauen und Männern nach wie vor eine echte Herausforderung bleibt». Dies wird mit Angaben zum Beschäftigungsgrad und zur Teilnahme an der Familienarbeit untermauert.

Mehrheit der Mütter sind erwerbstätig

Aufgrund der Tatsache, dass die Mehrheit der Frauen mit Kindern berufstätig ist, wird weiter festgestellt, dass «die Möglichkeit einer familienexternen Kinderbetreuung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zentral» ist. Hiezu gebe es aber keine systematisch erhobenen Daten. Gemäss einer Umfrage des BGF von 2005 böten 26 Schulkreise eine schulergänzende Betreuung an. Die Bedingungen seien aber je nach Wohnsituation sehr ungleich.

Mangels spezifischer Zahlen für Freiburg stützt sich die Publikation in einem weiteren familienpolitischen Bereich auf verschiedene Studien, die gezeigt haben, dass Kinder ein Armutsrisiko darstellen können. Um die materielle Sicherheit von Familien im Kanton zu gewährleisten, schlägt das Gleichstellungsbüro in seinen Schlussempfehlungen vor, die finanzielle Situation von Familien detailliert zu erfassen (siehe auch Interview).

Ergänzungsleistungen für Familien gefordert

«Damit Kinder keine Armutsfaktoren mehr darstellen, sollte für all jene Familien, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, ein System von Ergänzungsleistungen eingeführt werden.» Dies fordert das BGF mit dem Hinweis, dass damit ein entsprechender Verfassungsauftrag erfüllt würde.

Empfehlungen

Generell müsse die Erhebung statistischer Eckdaten als Entscheidungsgrundlage für eine umfassende Familienpolitik verfeinert und zentralisiert werden, fordert das BGF weiter. Zudem bleibe die Erleichterung der Vereinbarkeit von Familienarbeit und beruflichen Anforderungen ein zentrales Anliegen, wie es auch der Staatsrat laut seinem Regierungsprogramm anstrebe. Die Daten zu Angebot und Bedürfnissen von familienergänzender Kinderbetreuung müssten ergänzt werden.

Familienfragen als eigene Politik

Ziel wäre laut Empfehlungen des Berichts eine kantonale Planung im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung. Dem BGF ist es wichtig, «Familienfragen als eigenen Politik- und Verwaltungsbereich anzuerkennen». Dies diene nicht etwa nur der einfacheren Erfassung und Interpretation der Daten, sondern insbesondere einer verbesserten Koordination aller beteiligten Verantwortungs- und Handlungsbereiche.

www.bef-bgf.ch

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