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Weiterhin eine hohe Sensibilität für die Situation der Zweisprachigkeit

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 Zum zehnten Mal hat die Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft (DFAG) am 12. September 2014 ihren Kulturpreis verliehen. Wie Präsident Martin Tschopp am Dienstagabend in Düdingen ausführte, wurde damit einer der populärsten Künstler Deutschfreiburgs geehrt. Gewürdigt wurde der 85-jährige Marcel Hayoz für sein jahrzehntelanges Engagement als Zeichnungslehrer, aber vor allem für sein eigenes umfangreiches künstlerisches Werk (die FN berichteten).

Den zweiten grossen Anlass rief Franz Baeriswyl, Präsident des Theaterausschusses der DFAG, in Erinnerung: Mit einer Feier im Equilibre gedachte «Theater in Freiburg» am 19. September 2014 seines 50-jährigen Bestehens. Diese «Tochter» der DFAG bemüht sich seit einem halben Jahrhundert, in der Stadt Freiburg deutschsprachige Theateraufführungen zu organisieren. Der Präsident wies in diesem Zusammenhang auf die konstruktive Zusammenarbeit mit den Organisationen von Equilibre und Nuithonie hin.

Bedrohte und geförderte Zweisprachigkeit

Als besonders wertvoll – wenn auch nicht vom Publikumsaufmarsch her – schätzt Martin Tschopp die Podiumsdiskussion über die Zukunft der Agglomeration Freiburg ein. Thematisiert wurde bei diesem Anlass auch die Zweisprachigkeit. «Wir teilen im Gegensatz zu den Vertretern der Agglomeration die Meinung nicht, dass die Zweisprachigkeit kein Problem sei. Wir bleiben auf jeden Fall dran», führte er aus und fragte sich, ob es nicht angebracht wäre, wenn ein Teil der Bundesgelder an die Agglo für die Zweisprachigkeit eingesetzt würden.

Die DFAG legte aber auch auf andere Situationen den Finger, wo sie die Zweisprachigkeit vernachlässigt sah: so zum Beispiel bei einer Di-plomverleihung am Landwirtschaftlichen Institut in Grangeneuve (LIG) oder bei der Theateraufführung im Rahmen der «Poya»-Eröffnung. Es gehe nicht an, dass die öffentliche Hand und verschiedene kantonale Institutionen einen Anlass subventionierten und dabei die Deutschsprachigen auf der Seite gelassen würden, meinte er. Es sei bedauerlich, wenn sich die welschen Kulturschaffenden als alleinige Vertreter des Kantons betrachteten.

In einem Gespräch mit den Verantwortlichen des Landwirtschaftlichen Instituts in Grangeneuve kam die DFAG hingegen zur Überzeugung, dass man sich an dieser Ausbildungsstätte ernsthaft um die Zweisprachigkeit bemühe. Aus der Versammlung wurde der Vorschlag gemacht, ob die DFAG, wie dies in den Statuten vorgesehen sei, im welschen Kantonsteil vermehrt aktiv werden müsste–zum Beispiel mit der Veranstaltung von deutschsprachigen Dichterlesungen.

Die DFAG zählt zurzeit 294 Einzel- und 26 Kollektivmitglieder. Kontakte pflegt sie mit neun Partnerorganisationen. Bedauert wurde, dass im vergangenen Jahr unter den Austritten auch derjenige einer Sensler Gemeinde festzustellen war. Neu wurde am Dienstagabend Fränzi Kern-Egger in den Vorstand gewählt.

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