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Welttanztag in Freiburg

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Autor: Kristina Soldati

Freiburg1982 hatte die Unesco den Welttanztag eingeführt und ihn auf den Geburtstag des grossen Tanzreformers Jean-George Noverre gelegt. Als die Unesco den Tag des Tanzes verkündete, war ein Motiv, das Stiefkind der Künste vermehrt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Flash Mob

Im Internet gab es Informationen zum Ort, zuSchrittfolge und zu Musik. Niemand weiss, wer zu Hause übt und am grossen Tag mitmacht. Flash Mob heisst ein solches Event. Am angegebenen Ort outet sich eine synchrone Tanzmasse, zuckt einige Minuten und löst sich wieder ins Anonyme auf. Dieses Jahr schlug der Flash Mob ein in Basel, Zürich, Bellinzona – und Freiburg. Zwei Tage war Tanz in der Stadt greifbar nahe. Auf dem Samstagsmarkt konnte man nebst Einkaufskorb auch eine Wunschliste einer Choreografie (samt tanzender Tomate) zusammenstellen oder einem Tangopaar folgen. Auch der Python-Platz wurde so belebt. Am Sonntag wandelte sich das FriSon abends zur Tanzfilmarena und tagsüber folgte ein Schnupperkurs nach dem anderen im Espace Nuithonie. Omas samt Enkel waren mit von der Partie.

Nuit thonique

Ein Höhepunkt des Freiburger Programms war die schon letztes Jahr erfolgreiche Tanznacht, die sogenannte Nuit thonique. Die grosse Vorhalle des Espace Nuithonie hat sich für Samstagnacht herausgeputzt. Es flimmerte und blinkte von Decken und Wänden. Aus der Musikanlage dröhnt bald «You don’t have to be rich …» von Prince. Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen für einen Moment. Jung und Alt färbt diesen Moment bunt und persönlich ein. Jeder weiss den Kitsch mit viel Humor und Ironie zu nehmen und voll auszukosten. Wie Kylie Walters, langjährige Interpretin von Nicole Seilers Choreografien, sind auch die beiden anderen Animateure, Antonio Bühler von DaMotus und Joshua Monten, Tänzer der Freiburger Kompanie Karine Jost, dem Publikum bekannt. Das trug sicher zur herzlichen und ausgelassenen Atmosphäre bei.

Die flüchtige Kunstform

Die Unesco erinnert, dass mehr als die Hälfte der Regierungen weltweit Tanz in Gesetzestexten nicht erwähnt. Auch in der Schweiz ist die Förderung, soziale Absicherung und Vermittlung von Tanz ungenügend geregelt. Das erkannte die Regierung und lancierte 2002 das «Projekt Tanz». Doch weiterhin obliegt es Jahr für Jahr dem Gutdünken der einzelnen Gemeinden und Kantone, wie viel aus dem Gesamttopf des Kultur- und Erziehungsbudgets dem Tanz zugesprochen wird. Sehen sich die Tanzschaffenden und -institutionen in der Schweiz deshalb gezwungen, ein druckfrisches Manifest zur Unterschrift vorzulegen?

Die erste Feier des Welttanztages in Freiburg war ein Erfolg, nicht zuletzt dank des angenehmen Wetters und der Frühlingsstimmung. Stadt und Kanton unterstützten das Projekt des Tanznetzwerks Reso, auch die Mitarbeit von Action-Danse, Fri-Son, Ciné-Club Universitaire und Souffleur seien hier erwähnt.

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