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WEMF unter Druck gesetzt

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WEMF unter Druck gesetzt

Überarbeitung der Studie über Wirtschaftsgebiete verlangt

Freiburger und Walliser Bundesparlamentarier haben am Freitag den Leitern der anfangs Mai veröffentlichten Studie zu den Wirtschaftsgebieten der Schweiz offensichtliche Mängel aufgezeigt. Sie verlangen nun eine Überarbeitung.

Am 12. Mai ist eine Studie zu den «Kommunikationsräumen und Wirtschaftsgebieten der Schweiz» herausgekommen, die von der Publicom AG im Auftrage der AG für Werbemedienforschung (WEMF) und des Bundesamtes für Kommunikation erstellt wurde. Danach gehörten die Freiburger Bezirke Broye und Vivisbach, die Waadtländer Bezirke Payerne und Avenches sowie der Walliser Bezirk Monthey zum «Wirtschaftsgebiet Lausanne».

Geharnischte Reaktion

Diese Schlussfolgerung hat namentlich in den Kantonen Freiburg und Wallis zu heftigen Reaktionen geführt, da die Auswirkungen einschneidend sein könnten. Die Einteilung in Wirtschaftsgebiete ist namentlich für die Vergabe von Werbeaufträgen bedeutsam. Das erwähnte Ergebnis der Studie würde sich auf die Inseratenaufträge von Zeitungen wie «La Liberté» sehr negativ auswirken.

Auf Initiative des Freiburger SP-Nationalrates Christian Levrat hatten die Freiburger und Walliser Parlamentarier bereits am 13. Mai dem WEMF geschrieben, dass sie mit der Studie nicht einverstanden seien. Am Donnerstag hat nun im Bundeshaus eine Sitzung zwischen den Parlamentariern und Staatsrat Pascal Corminboeuf sowie den Verantwortlichen von WEMF und Publicom AG stattgefunden.

Mängel aufgezeigt

Wie aus einer Pressemitteilung des persönlichen Mitarbeiters von Nationalrat Christian Levrat vom Freitag hervorgeht, hat SP-Ständerat Alain Berset an diesem Treffen die detaillierte Kritik an der Studie vorgetragen, welche hauptsächlich auf einer Analyse des Amtes für Statistik
des Kantons Freiburg basiert. Als
ein Beispiel der methodischen Schwächen hat Alain Berset folgendes Ergebnis angeführt: Laut Studie, die in diesem Punkt auf einem allen Gemeindepräsidenten der Schweiz zugestellten Fragebogen beruht, wurde Freiburg bedeutend weniger als vor zehn Jahren als kulturelles und als Zentrum zum Einkaufen genannt.

Die Verfasser der Studie hatten aber nicht berücksichtigt, dass es in der Zwischenzeit namentlich im Kanton Freiburg viele Gemeindefusionen gab. Laut dem Freiburger SP-Ständerat wäre die Studie zum gegenteiligen Schluss gekommen, wenn sie diese Veränderungen berücksichtigt und damit die Nennungen richtig gewichtet hätte. Des Weiteren wurden, gestützt auf objektives Wissen, weitere Argumente auf den Tisch gelegt, welche die Ergebnisse der Studie widerlegen.

Forderung und Vorstösse

Aufgrund dieser Analysen haben die Parlamentarier von den Vertretern der WEMF ausdrücklich gefordert, dass der Genehmigungsprozess der Studie sistiert wird, solange die Verfasser die Kritikpunkte nicht genau geprüft und allenfalls integriert haben. Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, soll die Überarbeitung bis am 20. September, dem Beginn der Herbstsession, bereit sein.

Bundesamt statt Privatfirma

Im Mai hatte Nationalrat Levrat bereits eine Interpellation eingereicht. So muss sich auch der Bundesrat zur Studie äussern, die vom Bundesamt für Kommunikation mitfinanziert wird. Ständerat Berset hat ein Postulat vorbereitet. Dieses verlangt, dass künftig das Bundesamt für Statistik und nicht eine private Firma mit der Territorialstatistik in diesem Bereich betraut wird. Das Postulat wird aber noch nicht eingereicht. Zuerst wird die Reaktion der WEMF abgewartet. wb

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