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Wenig Schulden und tiefer Steuerfuss

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Autor: Imelda Ruffieux

Bösingen Der Gemeinderat Bösingen hat die Ziele für die nächsten fünf Jahre festgelegt. Da dieser Prozess nur für drei von neun Ratsmitgliedern neu war, sei die Festsetzung von Prioritäten gut verlaufen, sagt Ammann Louis Casali auf Anfrage. Bevor es ins Detail ging, hat der Gemeinderat zwei Grundvoraussetzungen festgelegt. «Wir möchten, dass die Pro-Kopf-Verschuldung auf maximal 3000 Franken ansteigt, und wir wollen den günstigen Steuerfuss von 70 Rappen pro Franken Staatssteuer beibehalten.»

Die maximale Pro-Kopf-Verschuldung lag bisher bei 2700 Franken. Es sei schon im Gespräch gewesen, diese zum Beispiel auf 3500 Franken anzuheben, sagt der Ammann. «Es gab Diskussionen, aber keine roten Köpfe.» Die Gespräche seien in einem guten Klima verlaufen. «Am Ende gab es keine Verlierer.» Die Erfahrungen früherer Legislaturen hätten überwogen. «Es ist für kommende Gemeinderäte leichter, etwas zu realisieren, wenn die Verschuldung nicht zu hoch ist. Wir investieren lieber in konkrete Projekte, statt Schuldzinsen zu zahlen.»

Attraktiv bleiben

Mit dem momentanen Steuerfuss hat Bösingen einen der günstigsten im Bezirk. Dies hält der Ammann für unabdingbar, um Neuzuzüger in die Gemeinde zu bringen. «Interessenten beurteilen einen künftigen Wohnort sehr oft nach drei Kriterien: Erschliessung, Infrastruktur und Finanzen. Mit dem Steuerfuss von 70 Rappen können wir unser Ziel erreichen», führt er aus.

Wichtigster Legislaturschwerpunkt ist der Bau des Pflegezentrums mit Pflegeheim und Alterswohnungen. Dieses Projekt liegt Ammann Louis Casali, Präsident der Stiftung «Wohnen in Bösingen», persönlich sehr am Herzen: «Wir haben lange für ein Heim gekämpft. Nun wollen wir für die Bevölkerung etwas Schönes bauen.» Mit dem Grossprojekt verbunden sind diverse Strassenbau- und Erschliessungsarbeiten.

Überhaupt werden in Bösingen bis 2013 viele Tiefbauarbeiten ausgeführt. Da der Staat Freiburg die Kantonsstrasse Laupen–Düdingen saniert und ausbaut, nimmt die Gemeinde die Gelegenheit wahr, Kanalisation, Trinkwasserleitungen und die Bushaltestellen entlang dieser Strasse zu erneuern. Allein die Wasser- und Abwasserleitungen werden über 400000 Franken kosten. Die Sanierung der Bachtelastrasse in drei Etappen (2011–2014) kommt auf rund 1,1 Millionen Franken zu stehen. Dazu kommt noch die dritte Etappe der Sanierung des Dorfplatzes. Diese soll 2013 ausgeführt werden und rund 600000 Franken kosten.

Regionale Verpflichtungen

Einen nicht unwesentlichen Teil der Steuereinnahmen entrichtet Bösingen in den nächsten Jahren an regionale Werke, zum Beispiel 2,1 Millionen Franken für den Ausbau der OS Plaffeien und 400000 Franken für den Um- und Ausbau des Pflegeheims Maggenberg. «Wir haben einmal Ja gesagt zu diesen Regionalverbänden, deshalb nehmen wir auch in Kauf, dass es Kosten nach sich zieht», sagt Louis Casali. Das Geld, das der Gemeindekasse dadurch nicht zur Verfügung steht, «ist ein sauerer Apfel, aber einer, bei dem man schon wusste, dass er sauer wird, als er noch am Baum hing».

Einige Projekte, wie eine weitere Etappe des Sportplatzes (1,8 Mio.) oder der Neubau der ARA Riederberg (1 Mio.), wurden verschoben. Dies, weil dringlichere Investitionen anstehen – Projekte, die auch aus Sicherheitsgründen keine Verzögerung erlauben, etwa die Sanierung des Daches des neuen Schulhauses. Da zugleich im alten Schulhaus die Dachkonstruktion und Schulräume saniert werden müssen, investiert Bösingen 2011 und 2012 fast eine Million Franken.

«Wir werden in der Mitte der Legislatur die Prioritäten und Finanzen überprüfen», sagt Casali. «Sollte es dann drinliegen, werden wir allenfalls einige Projekte vorziehen.»

 

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