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Wenige Lichtblicke – umso mehr Enttäuschungen

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Autor: MAtthias Fasel Und Frank Stettler

Torhüter

Pascal Caminada

Ein solider Backup. Seine geringe Körpergrösse bleibt ein Handicap. Strahlt deshalb zuweilen Unsicherheit aus.

Damiano Ciaccio

Versagte im Startspiel gegen Biel komplett und wurde in die Nationalliga B zum EHC Basel ausgeliehen. Dort spielte der Freiburger eine starke Saison. Mental zerbrechlich. Wird sich aller Voraussicht nach kommende Saison ein letztes Mal beweisen können.

Cristobal Huet

Der französisch-schweizerische Doppelbürger musste die ersten sieben Spiele noch zuschauen, zeigte dann aber bald seine Klasse mit drei Shutouts in Serie. Weniger spektakulär als Vorgänger Sébastien Caron, aber effizient und mit gutem Stellungsspiel. Zuletzt nicht mehr ganz so überzeugend. Gewann keine Spiele im Alleingang mehr. In den Playoffs wird er der Schlüsselspieler von Gottéron sein.

Verteidiger

Marc Abplanalp

In der vergangenen Saison ein solider, durchschnittlicher Nationalliga-A-Verteidiger. Konnte dies in der laufenden Meisterschaft nicht bestätigen. Büsste von seiner Zuverlässigkeit ein und hatte immer wieder grobe Schnitzer.

Alain Birbaum

Spielte eine insgesamt schwache Qualifikation. Konnte seine körperlichen Defizite nicht mehr wie in den Jahren zuvor mit seiner Schnelligkeit und gutem Stellungsspiel wettmachen. Überschätzt zuweilen seine Fähigkeiten und geht so zu viele Risiken ein.

Franco Collenberg

Trotz vielen Aussetzern und Fehlpässen hat der polyvalente Bündner eine positive Plus-Minus-Bilanz. Nachdem er vergangene Saison noch die Entdeckung unter den Verteidigern war, musste er nun Rückschritte in Kauf nehmen. Setzt seinen Körper gut ein. Doch eher ein Stürmer als Verteidiger?

Lukas Gerber

Hat sich im Vergleich zur letzten Saison klar gesteigert, ist aber trotzdem nicht mehr als Durchschnitt. In der Offensive schlicht inexistent und mit Problemen im Spielaufbau. Bringt zwar Härte ins Spiel, ist in seinen Aktionen aber manchmal zu ungestüm und kassiert deshalb dumme Strafen.

Shawn Heins

Sein Einschüchterungspotenzial ist mehr und mehr verloren gegangen. Kassiert viele Strafen, ist im Powerplay einfach auszurechnen und im Stellungsspiel schwach. Heins ist kein Leader mehr. Muss sich nach Saisonende einer Arthroskopie unterziehen und ist deshalb körperlich eingeschränkt.

Marc Leuenberger

Hat nichts, womit er auftrumpfen kann. Seine grösste Schwäche ist, dass er keine Stärken hat. Der Einsatz stimmt. Nicht mehr und nicht weniger. Dass sein Vertrag nicht verlängert wird, ist die logische Folge dessen.

Romain Loeffel

In seiner ersten richtigen Nationalliga-A-Saison die Entdeckung und einer der wenigen Lichtblicke im Kader der Freiburger. Kreativ, mit Ideen nach vorne. Der noch nicht 20-jährige Junioren-Nationalspieler spielt für sein junges Alter bereits erstaunlich abgeklärt. Macht wenig Fehler. Läuferisch stark.

Michael Ngoy

Nach seinen jahrelangen Verletzungssorgen einer der wenigen Spieler, der alle Qualifikations-Partien absolviert hat. Durchaus solid, aber dennoch unter den Erwartungen. Hat nicht mehr den Zug nach vorne wie noch in früheren Jahren. Bleibt aber trotzdem unverzichtbar.

Stürmer Serge Aubin

Der Kanadier ist verletzungsanfällig. Wenn er spielt, ist er ein sicherer Wert und harter Arbeiter. Von seiner Dominanz, die er vor 2009 und seinem Wechsel nach Freiburg an den Tag legte, ist er jedoch meilenweit entfernt. Trotzdem kann er in seiner Rolle in der Checking-Linie in den Playoffs noch wichtig sein, um den gegnerischen Paradesturm zu neutralisieren.

Cédric Botter

Botter holt aus seinen Fähigkeiten das Maximum heraus. Nur leider sind diese Fähigkeiten ziemlich limitiert. Sie beschränken sich einzig und allein auf den Rückwärtsgang und das Stören des Gegners. Selbst für einen Defensivstürmer vor dem Tor ungefährlich. Kein Wunder deshalb, dass seine grösste Stärke im Boxplay liegt. In dieser Saison kassiert er indes ungewöhnlich und unnötig viele Strafen.

Andrei Bykow

Der wirblige kleine Center hat wegen Verletzungen und Krankheit viele Spiele verpasst. Wenn er spielt, tut er dem Spiel Freiburgs aber gut, weil er Kreativität und Schnelligkeit ins Spiel bringt und auch gefährlicher im Abschluss geworden ist. Insgesamt aber stagniert er – das aber immerhin auf überdurchschnittlichem NLA-Niveau.

Adam Hasani

Hat im Vergleich zum letzten Jahr keine Fortschritte gemacht und ist bestenfalls ein Mitläufer. Vor dem Tor ist er zu wenig abgebrüht und vergibt oft auch beste Chancen. Zwischen Sprunger und Plüss wirkte er mitunter ein bisschen überfordert.

Sandy Jeannin

Von einem Spieler seines Kalibers darf man mehr erwarten. In guten Spielen ist er wohl der kreativste und intelligenteste Spieler auf dem Eis. Die vielen Wechsel der Sturmpartner an seiner Seite scheinen ihm indes nicht gut zu bekommen. Läuft es nicht, neigt er zur Frustration, meckert munter drauflos und kann so das Team nicht mitreissen, wie er es als Leader eigentlich tun müsste. Dass er mit -12 die schlechteste Plus-Minus-Bilanz im Team hat, deutet zudem darauf hin, dass sein Rückwärtsgang nicht so hervorragend funktioniert und sein Spiel nicht derart mannschaftsdienlich ist, wie es Jeannins Ruf eigentlich besagt.

Mike Knoepfli

Knoepfli ist ein solider Mitläufer. Ein Rollenspieler, der die Defensive nicht vergisst und trotzdem für einen Schweizer Stürmer ganz ordentliche Skorerwerte aufweist. In den Playoffs der letzten beiden Jahre ist er jedoch stets untergetaucht, hatte keinerlei Einfluss auf das Spiel und erzielte in 18 Spielen kein einziges Tor. Bei Lugano und Servette hatte es zuvor kaum anders ausgesehen. Dort hatte er in 16 Playoff-Spielen ein einziges Tor erzielt. Bleibt für Freiburg zu hoffen, dass er sich in den diesjährigen Playoffs nicht versteckt.

Silvan Lüssy

Setzt seinen Körper ein und bringt eine gewisse Intensität ins Spiel. Alle anderen Fähigkeiten sind bei Lüssy jedoch sehr limitiert, für die NLA-Verhältnisse vielleicht gar zu limitiert.

Witali Lachmatow

Gehört klar zu den Enttäuschungen der Saison. Macht nichts aus seinem Talent, das ihm in der Vergangenheit zumindest stets zugesprochen worden war, und das er in den (seltenen) lichten Momenten aufblitzen lässt. In der Offensive fehlt ihm jegliche Durchschlagskraft.

Adrien Lauper

Hat sich verbessert und macht seine beste und produktivste Saison. Da seine stocktechnischen Fähigkeiten weiter bescheiden sind und er, obwohl er gross und breit ist, wegen mangelnder Balance bei Checks tendenziell trotzdem eher selbst umfällt, als den Gegner zu Fall zu bringen, ist sein Abgang auf kommende Saison hin dennoch verkraftbar.

Robin Leblanc

Der Kanadier mit Schweizer Lizenz startete gut in die Saison und wurde seinem Ruf als Sniper endlich gerecht. Danach ist er wieder in der Versenkung verschwunden. Abgesehen von seinem guten Schuss verfügt er kaum über andere Trümpfe.

Björn Melin

Der Schwede ist ein kompletter Eishockeyspieler: stocktechnisch stark, körperlich präsent, mit einer guten Übersicht ausgestattet und auch noch torgefährlich. Seine Verpflichtung während der Saison war ein echter Glücksgriff. Bleibt zu hoffen, dass er für die Playoffs wieder fit ist. Seine Rückkehr würde dem Spiel der Freiburger sehr gut tun.

Mark Mowers

Die Saison zu viel des US-Amerikaners. Konnte er in den letzten Jahren mitunter noch durch seine Schnelligkeit und seine Offensiv-Rushes überzeugen, fehlt ihm in dieser Saison die Durchschlagskraft. Vor dem Tor ist er zudem zu wenig konsequent im Abschluss. Kann in der Checking-Linie zumindest defensiv in den Playoffs brauchbar sein, auch wenn es schon ziemlicher Luxus ist, in der Checking-Linie gleich mit zwei Ausländern zu stürmen.

Benjamin Plüss

Zu Beginn der Saison überragend, danach immer noch ein sehr sicherer Wert. Zusammen mit Sprunger und Bykow offensiv stets präsent. Gleichzeitig vergisst er auch die Defensive nicht. Zudem ist Plüss auch in Sachen Einsatz und Einstellung ein vorbildlicher Spieler.

Jonathan Sim

Der Kanadier ist schlittschuhläuferisch völlig überfordert und für Europas grosse Eisflächen schlicht ungeeignet. Auch weil das Muskelpaket schnell ausser Atem ist, kann Sim seine eigentlichen Stärken gar nie ausspielen. Das soll angeblich seine Präsenz im Slot sein, Abstaubertore inklusive. Bisher hat man in Freiburg davon nichts gesehen.

Julien Sprunger

Der neue Gottéron-Captain brauchte so seine Zeit, bis er ins Rollen kam. Wurde seinem Status lange Zeit nicht gerecht, konnte sich kaum durchsetzen und war ohne Spieleinfluss. Nach einer langen torlosen Durststrecke war der Nati-Stürmer in den letzten Runden aber der aktivste Freiburger. Sprunger wird zusehends wieder der stete Unruheherd früherer Tage. Spielte zuletzt auch physischer. Kommt mit seiner Leaderrolle wieder besser zurecht.

Valentin Wirz

Der langjährige Nati-Spieler ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Vom Nationalliga-A-Tempo überfordert – und dies im besten Eishockey-Alter. Nicht einmal mehr fähig, den vierten Sturm zu führen.

Simon Gamache (7 Spiele)

Der Kanadier brachte zu Beginn der Saison viel Intensität ins Spiel. Gamache ist ein bissiger und für die Gegner unangenehmer Gegenspieler. Dass er nach sieben Spielen, von denen Gottéron vier gewann und in denen Gamache elf Skorerpunkte machte, trotzdem eine Minus-5-Bilanz aufwies, ist ein Indiz dafür, dass die Defensivarbeit nicht zu seinen Lieblingsaufgaben gehört, und ist eine Erklärung dafür, warum Gamache in Bern oft als überzähliger Ausländer auf der Tribüne sitzt.

Pavel Rosa (11 Spiele)

Der Tscheche war schlicht einen Tick besser als alle anderen Spieler bei Gottéron. Technisch eine Augenweide, schlittschuhläuferisch stark und mit einem guten Schuss und viel Spielübersicht ausgestattet, ist er in Freiburg sehr dominant aufgetreten. Die Erwartungen für nächste Saison sind gross. Nach seinem Engagement bei Gottéron kam er in Oulu in der finnischen Liga übrigens auf bisher 8 Tore und 18 Assists in 30 Spielen.

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