Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Weniger dicht und grüner

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Kritik war laut, als der Freiburger Gemeinderat vor gut zwei Jahren den revidierten Ortsplan auflegte: Die Stadt rechne mit einem viel zu grossen Bevölkerungswachstum und plane darum eine viel zu starke Verdichtung, hiess es von mehreren Seiten.

Gestern nun sagte Baudirektorin Andrea Burgener (SP) vor den Medien: «Wir haben bei der Wohnbevölkerung heute eher eine Stagnation.» Die Bevölkerung sei nach 2010 sehr stark angewachsen. «2014 gab es dann einen Knick, und seit 2016 sinkt die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner sogar leicht.»

Dem Ortsbild angepasst

Der Gemeinderat hat darum den Ortsplan überarbeitet. Und setzt nun auf eine weniger verdichtete Bauweise. Waren vor zwei Jahren noch Gebäude mit einer Höhe von 30 Metern vorgesehen, sind diese nun aus dem Ortsplan verschwunden. «Wir haben geschaut, welche Gebäudehöhe die Stadt Freiburg und ihr Ortsbild charakterisiert», sagte Stadtarchitekt Enrico Slongo. Und das seien 23,8 Meter, in Ausnahmefällen 24,6 Meter. Zudem befindet sich fast nur noch der Gürtel vom Pérolles hin zum Bahnhof in der Stadtzone III, die eine sehr dichte Bauweise ermöglicht. Andere Quartiere, die 2018 ebenfalls dieser Zone zugeordnet wurden, hat der Gemeinderat wieder Zonen mit kleinerer Dichte zugeteilt.

In Zonen mit geschützten Bauten hat der Gemeinderat die Vorschriften neu organisiert. «So wird die Unterscheidung zwischen geschützten und nicht geschützten Gebäuden besser betont», sagte Projektleiterin Delphine Galliard. Seit der ersten Auflage habe die Stadt zahlreiche Bauten vor Ort angeschaut und individuelle Anpassungen gemacht sowie vereinzelt den Schutz angepasst.

Vor zwei Jahren hagelte es bei der Auflage des Ortsplans auch Kritik, weil die Natur zu wenig berücksichtigt werde. Nun setzt die Gemeinde in mehreren Zonen auf den grünen Index: Gelände, das nicht bebaut ist, muss durchlässig sein – auch ein Parkfeld soll also nicht mehr einfach asphaltiert werden. Die Stadt schützt zudem die Bäume besser und erstellt eine Liste der verbotenen Pflanzen. Damit will sie invasiven Arten, die einheimische Pflanzen verdrängen, einen Riegel schieben.

Der Gemeinderat schlägt vor, dass die jetzige beratende Kommission für Denkmalpflege zur einer beratenden Kommission für Stadtplanung, Architektur und Denkmalpflege wird – mit mehr Kompetenzen. «Ziel ist, dass die Kommission ein Bauprojekt von Beginn an begleitet und so von Anfang an die Richtung vorgeben kann», sagte Burgener.

Der Ortsplan wird morgen im Amtsblatt publiziert; die öffentliche Auflage endet am 19. Oktober.

Chronologie

Weitere Auflagen sind wahrscheinlich

Der revidierte Ortsplan der Stadt Freiburg wurde Ende 2018 zum ersten Mal öffentlich aufgelegt. In der zweiten Auflage Mitte 2019 ging es um Perimeterbereinigungen. Gegen die erste Auflage gab es 217 Einsprachen. In allen Fällen fanden Einspracheverhandlungen statt. Die meisten Einsprecher warteten auf die jetzige, dritte Auflage des Ortsplans, um zu entscheiden, ob sie ihre Einsprache zurückziehen. Die Stadt geht davon aus, dass mit ein oder zwei weiteren Auf-lagen des Ortsplans bis 2023 alle Einsprachen geklärt sein werden. Die unangefochtenen Teile des Ortsplans treten aber sofort in Kraft.

njb

 

Änderungen

Drei grosse Projekte werden angepasst oder aufgegeben

Haut de Schiffenen, Torry und Pisciculture: Das sind drei grosse Bauvorhaben in der Stadt Freiburg. Sie sind direkt von der neuen Ausrichtung des Ortsplans betroffen.

So verschwindet die Idee einer Wohnsiedlung in der Pisciculture in der Schublade. Die Stadt will Zeit gewinnen, um ergänzende Studien zu erstellen, denn die Zone ist aus Sicht des Naturschutzes sehr sensibel. So bleibt der Sektor eine Arbeitszone.

Das Gebiet Torry wird zur gemischten Zone, in welcher nebst dem Wohnen auch Arbeit und Freizeitaktivitäten möglich sind. «Damit können wir das Quartier besser entwickeln», sagte Stadtarchitekt Enrico Slongo gestern vor den Medien. Auch werde beim Ausbau darauf geschaut, dass die Gebäude der Topografie des Torry-Hügels entsprächen. Die Stadt setze auf den Ausbau dieses Quartiers, das bald mit einer eigenen Zughaltestelle ausgestattet werde.

Auch das Projekt Haut de Schiffenen wird überarbeitet. So wird das Megaprojekt mit insgesamt 1000 geplanten Wohnungen im Windig weniger dicht und weniger hoch gebaut als bisher geplant. «Damit werden die Bauten dem Gelände und auch dem Quartier besser entsprechen», sagte Slongo.

njb

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema