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Weniger Vögel auf dem Murtensee

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In früheren Zählungen hatten die Vogelschützer für den Murtensee einen empfindlichen Rückgang der Populationen festgestellt. Ende letzten Jahres etwa hatten sie die niedrigste Zahl seit 18 Jahren verzeichnet (die FN berichteten). Während sich die Werte zuvor im Schnitt um 6000 gezählte Einzeltiere bewegten, kamen die Vogelschützer bei ihrer Zählung am 17. Januar auf rund 4000 Vögel, wie der Trägerverein für das Naturschutzgebiet Grande Cariçaie mitteilte. Besonders auffällig sei bei der aktuellen Zählung der Schwund der unterschiedlichen Tauchentenarten auf dem See (siehe Kasten). Gute Nachrichten haben die Vogelzähler nur wenige. Eine positive Überraschung sei die Präsenz von zwei Moorenten sowie einer bedeutenden Schar von Graugänsen. In der Gruppe wurden über 250 Tiere gezählt.

 Milder Winter als Grund

 Die Zählungen auf dem Neuenburgersee zeigen ein anderes Bild. Dort sind die Werte deutlich höher als in den Vorjahren. In den vergangenen 20 Jahren wurden noch nie so viele Vögel gezählt, melden die Verantwortlichen. Ein zentraler Grund für diesen Aufwärtstrend seien die milden Temperaturen diesen Winter. Einheimische Vögel bleiben in der Schweiz, auswärtige fliegen ein und wegen des ausbleibenden Winters nicht weiter. Überhaupt sind laut dem Vogelkundler Michel Antoniazza vom Trägerverein die schweizweiten Zahlen der vergangenen Jahre positiv. Das belegen auch erste Schätzungen vom Bodensee. «Der Murtensee ist diesen Winter eine Art Unfall, ein statistischer Ausreisser.» Es gibt verschiedene Gründe für das Tief auf dem Murtensee. Experten vermuten, dass sich die Aktivitäten auf dem See negativ auf die Zahlen auswirken. Ausserdem sei die Population beim Murtensee insgesamt so niedrig, dass sich Veränderungen stark auswirkten, auch ein «schlechter» Zähltag wirke sich massiv aus. In einem kleinen Land wie der Schweiz seien die Distanzen für Vögel klein. Da spiele nicht nur das Wetter, sondern auch das Nahrungsangebot eine Rolle. «Die Vögel auf dem Murtensee sind dieses Jahr wohl einfach einen See weiter geflogen», vermutet Antoniazza.

Zahlen und Fakten

Ein wenig mehr Vögel als im November

Am offiziellen Zähltag, dem 17. Januar, wurden auf dem Murtensee 4200 Vögel festgestellt. Im November waren die freiwilligen Helfer noch auf eine Gesamtpopulation von 3600 Exemplaren gekommen. Tauchenten sind gänzlich vom Murtensee verschwunden. Während die Zahl der Stock- und Tafelenten deutlich anstieg, nahmen einige Arten auf dem Murtensee zum Teil massiv ab: etwa die Haubentaucher und die Lachmöwen. Die Zahl der Kormorane und der Reiherenten blieb gleich. Die häufigste einzelne Art auf dem See ist das Blesshuhn, das mehr als einen Drittel der Gesamtpopulation stellt.fca

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