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Wenn belgische Kinder Berge entdecken

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An diesem Vormittag ist am Skilift Hapferen bei Plaffeien nicht Senslerdeutsch zu hören, sondern vor allem Flämisch. «Allez, vooruit!» – zu Deutsch etwa «Los gehts!» –, ruft Schuldirektorin Viviane Wouters den fünf Schülern und der einen Schülerin zu, die im Stemmbogen hinter ihrem Skilehrer den Hang hinunterkurven. Zuvor hat das Grüppchen der Journalistin Auskunft gegeben: Was gefällt ihnen im Sense-Oberland? «Der viele Schnee und das schöne Wetter», sagt der zwölfjährige ­Tuur, «die sehr schöne Aussicht», sagt der elfjährige Josse, und die gleichaltrige Olivia fügt an: «Die Luft ist hier so gut.» Und wie gefällt das Skifahren? «Sehr gut. Vor allem, wenn wir schnell fahren», sagt der elfjährige Wouter.

So schnell wie durchschnittliche Schweizer Kinder im gleichen Alter sind sie zwar nicht auf der Piste. Doch dafür, dass die meisten der rund dreissig Kinder aus Kasterlee noch gar nie oder erst selten Ski gefahren sind, gelingen die Kurven im Stemmbogen schon sehr gut. Nur ab und zu plumpst ein Kind auf den Hintern.

Höhepunkt Kaiseregg

«Das Skifahren ist definitiv das Highlight unseres Ausflugs, sagt Lagerleiterin Viviane Wouters. Die rund 30 Schülerinnen und Schüler aus Kasterlee sind seit Mittwoch im Land. Die ersten drei Tage sind sie auf der Piste im Hapfe­ren unterwegs, dann gehts ins schwierigere Gelände in Schwarzsee. Die ganz guten Fahrerinnen und Fahrer dürfen am Schluss als Höhepunkt auf den Kasieregg-Lift. «Wir haben immer mehr Kinder dabei, die bereits einmal mit ihren Eltern in den Skiferien waren», sagt Viviane Wouters, die seit 15 Jahren mit nach Plaffeien kommt. «Skifahren wird in Belgien immer populärer.» Die meisten Belgier fahren dafür allerdings nach Österreich oder Frankreich und nicht in die Schweiz. «Die Schweiz ist für uns sehr teuer», erklärt Vivianes Mann Frank Wouters. Den Besuchern aus Kasterlee gefällt es so gut im Sense-Oberland, weil eben nicht so viele andere Touristen hier sind: «Wir haben unsere Ruhe.» Tatsächlich haben die Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag den Hapferen-Lift fast ganz für sich.

«Auch die Landschaft hier in der Schweiz ist viel schöner», findet Viviane Wouters. Seit vier Jahren wohnt die Gruppe aus Kasterlee während ihres Aufenthalts nicht mehr in Plaffeien, sondern im Campus Schwarzsee, «mit dem See und den Bergen vor der Nase».

Alphorn und Trachtentanz

Auch die Kinder sind begeistert. Für Heimweh bleibt kaum Zeit. Die Kinder sind in zwei Gruppen eingeteilt: Je einen halben Tag wird Ski gefahren und einen halben Tag gibt es ein alternatives Programm, zum Beispiel eine Wanderung zum Wasserfall beim Schwarzsee, einen Ausflug nach Greyerz und Jaun oder Schlitteln.

Heute Abend steht Kulturaustausch auf dem Programm am traditionellen Unterhaltungsabend in der Mehrzweckhalle Plaffeien: Die belgischen Kinder führen eine Tanzshow auf, die Kindertanzgruppe Plaffeien sowie Alphornbläser treten auf. «Das macht immer sehr viel Spass», sagt Viviane Wouters. «Wir fühlen uns hier sehr willkommen.»

Video-Interview

«Es ist wie nach Hause kommen»

Schuldirektorin Viviane ­Wouters erklärt im Video, was ihr am Sense-Oberland besonders gut gefällt. Scannen Sie den QR-Code, um mehr zu erfahren.

nas

 

Gemeindepartnerschaft

Plaffeien und die Belgier

1959 reisten erstmals belgische Jugendliche für Sommerlager nach Schwarzsee – die Tradition ging weiter bis 2013. Aus diesen Beziehungen entstand die Partnerschaft zwischen dem belgischen Ort Kasterlee und Plaffeien.

Die beiden Gemeinden feiern dieses Jahr das 40-Jahr-Jubiläum ihrer Verbrüderung, wie Gérald Buchs von der Gemeinde Plaffeien sagt. Ende Mai reise eine Delegation für die Feierlichkeiten nach Kasterlee. Zudem bereiten die Kasterlee-Kommission in Plaffeien und das Plaffeien-Comité in Kasterlee eine gemeinsame Broschüre zum Jubiläum vor, die bei der Feier im Mai vorgestellt werden soll.

Freundschaften schliessen

«Durch die Partnerschaft haben wir die Möglichkeit, Belgien und die Belgier kennenzulernen und Freundschaften über die Landesgrenzen zu schliessen», sagt Gérald Buchs. Nicht nur kommen im Winter belgische Schulklassen zum Skifahren, auch Plaffeier reisen regelmässig nach Kasterlee.

Die Gemeinde Kasterlee liegt im Norden Belgiens, rund 50 Kilometer östlich der Hafenstadt Antwerpen. Sie besteht aus drei Ortsteilen mit insgesamt rund 18 500 Einwohnern. Der Ort Kasterlee hat rund 8500 Einwohner.

nas

 

 

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