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Wenn der Gedanke an die 78 km reift

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Swiss Alpine Marathon – Der Plaffeier Adrian Lehmann (23.) startete erstmals

Autor: Von GUIDO BIELMANN

In der Regel verhält es sich mit sportlichen Herausforderungen so: Irgendwann einmal ist die Idee im Kopf, und dann lässt der Gedanke den Betreffenden nicht mehr los. So ist es auch Adrian Lehmann ergangen: Er startete vor zwei Jahren am Swiss Alpine Marathon auf der 42-km-Strecke: «Danach sagte ich mir: Das ist mir zu streng, das brauche ich nicht mehr.» Aber eben, der Gedanke liess ihn nicht mehr los und so reifte die mentale Vorbereitung in ihm, und so startete er am vergangenen Samstag auf der 78-km-Strecke, der eigentlichen Strecke des Swiss Alpine: «Es war ein super Erlebnis. Ich war am Anfang in einer Fünfergruppe. Wir starteten verhalten, ich wusste ja nicht, was rauskommen würde. Bis zum Schluss konnte ich immer überholen, bei jeder Zwischenzeit war ich weiter vorne. Da es so gut lief, war ich total motiviert.» Die anderen vier der Fünfergruppe liess er am Ende klar hinter sich. «Ich litt während des ganzen Laufes nicht und hatte keine Schmerzen. Als Moritz Boschung aufgegeben hatte, wurde ich von dessen Begleitern verpflegt. Das war eine schöne Geste.» Adrian Lehmann benötigte für die 78 km mit 2300 m Höhendifferenz 7:28:00 Stunden.

Mit dem Murtenlauf ging es los

Der Aletsch-Halbmarathon (63. Rang) im Juni lief Adrian Lehmann zur Vorbereitung. Zuvor lief er erst Langdistanz-Bergläufe: den Gigathlon 2002 in Graubünden, die 42-km-Strecke am Swiss Alpine 2005 und den Zermatter 2006. Den physischen Hintergrund erarbeitete sich Adrian Lehmann früher, als er während zehn Jahren an den Langdistanz-Mountainbike-Rennen startete, bevor er zum Laufen fand, und dies über den Murtenlauf, den er 2001 in 1:10 Stunden lief: «Da habe ich gespürt, dass ein Ansatz zum Laufen da ist, und es hat mich gepackt. Wenn man mit dem Velo unterwegs ist, hat man ein Hilfsmittel. Beim Laufen muss man jeden Zentimeter selber vorwärtskommen.»Aber Rennen macht er nach wie vor nur sehr wenige, heuer sind es nur zwei gewesen: «Die Herausforderung über Stunden, die lange Dauer, das gefällt mir.» So ist er auch oft an Gebirgshochtouren dabei.Insbesondere das Laufen in den Bergen gefällt Adrian Lehmann: «Das Laufen in der Natur ist der Reiz, ohne Musik in den Ohren, das motiviert mich. In den Städten laufen kann ich nicht. Ich war 2005 am Grand Prix von Bern, das gefiel mir überhaupt nicht. Und auch in einer Trainingsgruppe fühle ich mich nicht wohl. Ich laufe lieber alles alleine.»

Frau Christiane schwimmt, er nicht

Im vergangenen Winter trainierte Adrian Lehmann im Aufbau fünf bis sieben Stunden pro Woche. Kraft trainierte er mit auf den Ski-Touren. In den vergangenen drei Monaten trainierte er dann zehn Stunden pro Woche: «Ich trainiere normalerweise ohne Trainingsplan, sondern nach Gefühl. Wenn ich spüre, dass ich müde bin, mache ich eine Pause. Doch die zehn Stunden in den vergangenen drei Monaten zog ich durch.»Er sei nicht verbissen im Sport, er trainiere mit Freude. «Und der Sport ist in der Familie», erklärt er. Seine Frau Christiane (ledig Piller) war Skirennfahrerin und in den 80er-Jahren im nationalen C-Kader, und sie startete heuer am Schwarzsee-Triathlon. Wenn sie im Motta-Bad schwimmt, sind die Söhne Nando (11) und Gian (3) auch immer dabei, nur Adrian nicht: «Schwimmen liebt er überhaupt nicht. Er kommt ab und zu mit, um mit den Kindern im Wasser zu spielen oder auf einen Kaffee. Aber er schwimmt nicht», sagt Christiane.

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