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Wenn der Hahn um Mitternacht kräht …

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Wenn der Hahn um Mitternacht kräht …

Die Theatergesellschaft Plaffeien spielt das Lustspiel «De Güggù-Chrieg»

Man täte «Kolumbus» Unrecht, ihn als Streithahn zu bezeichnen. Zwar hat der Gockel die Gewohnheit, genau um Mitternacht zu krähen, in die Federn geraten sich allerdings zwei Nachbarinnen mit ihren Familien.

Von ANTON JUNGO

Die Theatergesellschaft Plaffeien hat am Sonntag mit dem Lustspiel «De Güggù-Chrieg» ihre Theatersaison eröffnet. Unsichtbare, aber unüberhörbare «Hauptperson» des Dreiakters ist der Hahn «Kolumbus». Mit seinem Krähen erreicht er tatsächlich, dass zwei benachbarte Familien, die während Jahren freundschaftliche Beziehungen pflegten, aneinander geraten.

Ein besonderes Federvieh …

«Kolumbus» gehört zur Hinterlassenschaft des verstorbenen Gatten von Hedy Müller (Brigitte Neuhaus), die unter keinen Umständen bereit ist, das Federvieh der Wiederherstellung des nachbarschaftlichen Friedens zu opfern. Unterstützung erhält sie von ihrer Mutter (Bernadette Aeby). Regelmässig wird Agnes Waeber (Renate Blanchard) um Mitternacht durch das Krähen aus dem Schlaf gerissen. Aus der anfänglichen Wut wird Hass und die beiden Nachbarinnen würden sich am liebsten gegenseitig vergiften. In Ungnade fällt auch Xaver Waeber (Urban Mauron), der Verständnis zeigt für die Tierliebe seiner Nachbarin. Er wird unverzüglich aus dem Haus geworfen.

«Kolumbus» hält auch die Liebschaften von Hedy Müllers Töchtern unter Kontrolle. Bevor der Hahn die Nachbarschaft aufweckt, müssen Christa (Corinne Beyeler) und Vreni (Barbara Gugler) jeweils ihre Liebhaber Franz und Thomas verabschieden. Heikel ist die Situation vor allem auch deshalb, weil Franz (Beat Feyer) der Sohn von Agnes Waeber und Thomas (Angelo Hayoz) Dorfpolizist ist. Es kann nur eine Frage der Zeit sein, bis der Dorfpolizist auch von Amtes wegen in den Nachbarschaftsstreit einbezogen wird.

Die Dinge nehmen ihren Lauf. Es kommt zu einer Strafanzeige und der Tierschutz wird eingeschaltet. Der Tierpsychologe Theodor Knöpfli (Elmar Zbinden), ein komischer Vogel, interessiert sich nicht nur für «Kolumbus», sondern entflammt auch für die jüngste Tochter (Anita Zehnder) von Hedy Müller. Entsprechend positiv fällt seine Expertise über «Kolumbus» aus.
Anlässlich einer Ortsbesichtigung durch die Bezirksanwaltschaft (Simone Schär), wird nicht nur das sonderbare Verhalten von «Kolumbus» aufgeklärt, auch das Nachtleben der Müllerschen Töchter kommt ans Tageslicht . . .
Auch dieses Jahr bietet die Theatergesellschaft Plaffeien Volkstheater im wahrsten Sinn des Wortes. Der Besucher spürt sogleich, dass den Schauspielern die Rollen in Fleisch und Blut übergegangen sind. Er lebt mit oder verfolgt wenigstens genüsslich, wie die Fetzen fliegen. In wochenlangen Leseproben haben die Schauspieler das Stück selbst in die Sensler Mundart übertragen und ihrem jeweiligen Charakter angepasst. Nicht alle Schimpfwörter, die hin- und herfliegen, sind allerdings für zartbesaitete Ohren bestimmt.

Bernadette Aeby, die als Grossmutter auf der Bühne selbst ins Geschehen eingreift, führt Regie. Sie wird dabei von Astrid Haas unterstützt. Den beiden Regisseurinnen gelingt es, Zug ins Spiel zu bringen und die Handlung vorwärts zu treiben.

Linus Hayoz, Präsident der rund 40-köpfigen, sehr jungen Theatergesellschaft, freut sich nicht nur über den gut angelaufenen Vorverkauf für die 15 Vorstellungen. Er kann den Besuchern auch einen neuen Komfort anbieten. Auf die diesjährige Saison hin hat die Gesellschaft eine neue, bequeme und den Sicherheitsvorschriften genügende Bestuhlung einzurichten. Der gemütlichen Theateratmosphäre – ein Wahrzeichen Plaffeiens – tut die Neuerung allerdings keinen Abbruch.

Für die Aufführungsdaten und die Reservationen beachte man den Inserateteil.

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