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Wenn der Holzpfeil das gelbe Zentrum trifft

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Am 11. April eröffnet Daniel Gygax in Laupen einen Laden, der mehr sein will: ein Treffpunkt mit Bistro und Trainingsbahn für Fans des traditionellen Bogenschiessens. Ihre Zahl steige, so Gygax: «Man ist in der Natur, in einer Gruppe und zu Fuss unterwegs, sitzt zusammen und grilliert, es macht Spass.» Das Motto sei «Zurück zur Natur». Filme wie die «Tribute von Panem» seien Werbung für das Hobby. Vor allem Teenager und Mädchen zeigten grosses Interesse. Die wachsende Kelten- und Mittelalterszene sei eine weitere Quelle für die Vereine (siehe Kasten). Das traditionelle Bogenschiessen unterscheide sich vom «technischen» in der Verwendung von Hilfsmitteln wie Zielvorrichtungen. «Ein traditioneller Bogen sieht aus wie jene, die Menschen seit Tausenden von Jahren herstellen.»

Verbrauchsmaterial Pfeile

Es gibt in der Schweiz höchstens ein halbes Dutzend Bogenshops wie den seinigen, so Gygax. Er habe festgestellt, dass der Bedarf nach Material in der Szene gross ist. Pfeile brechen, gehen verloren oder sind aus anderen Gründen nicht mehr wiederverwendbar, so Gygax. So müssten die Schützen immer wieder neue Pfeile kaufen. In der Regel bestehen die Bogen, Pfeile und anderen Produkte im Sortiment aus Naturmaterial, selten wird Kunstfaser eingesetzt. Die Federn an den Pfeilen sind zwar echt, zum Beispiel vom Schwan, dem Truthahn oder von der Graugans, aber manche sind gefärbt. Die Federn werden mit Birkenpech an den Pfeilen angemacht. Statt Plastik verwendet Gygax Faden aus Leinengarn. An Steinzeit-Turnieren wird neben Steinspitzen Hirschhorn eingesetzt. Für Mittelalteranlässe werden gemäss historischer Vorgabe Metallspitzen verwendet.

Viele der Produkte, die er im Angebot hat, stellen Bekannte von ihm her. Für einen guten Holzbogen müsse man 25 bis 30 Stunden Arbeit einrechnen, schätzt Gygax. Seine eigene Spezialität sind Holzpfeile. Über 1000 produziert er pro Jahr, vieles in Handarbeit. Angesichts des steigenden Interessens entschied er sich, neben Auftritten auf Mittelaltermärkten einen Laden für die Fans aus der näheren und weiteren Region zu eröffnen.

Kein billiges Hobby

Im Laden führt Gygax allerlei: Hüfttaschen aus Fuchsfell, Fingerschutz aus Kalbshaut, Salben für die Sehnenpflege sowie handgeschlagene Pfeilspitzen aus Obsidian oder Feuerstein. Seine handgemachten Pfeile kosten um 15 Franken das Stück. Für einen Bogen müssen die Schützen 300 Franken und mehr hinlegen. Die teuersten Modelle in Gygax’ Sortiment kosten rund 750 Franken. Es gebe auch Bogen für 1500 Franken, betont er.

«Alles ins Gold»–damit ist das gelbe Zentrum einer Zielscheibe gemeint–oder «Alles ins Kill» sind die Grussformeln unter den Bogenschützen. Mit dem «Kill» wird der Brustbereich der Tierattrappen aus Kunststoff bezeichnet, auf welche die Schützen zielen. Gygax betont: «Wir schiessen nicht auf lebende Tiere.» Sein Hobby sei nicht etwas für Abenteurer, die Cowboy und Indianer spielen möchten: «Wir rennen nicht im Wald herum und schiessen auf alles, was sich bewegt.» Die Parcours seien gesichert, der Respekt der Schützen gross–vor den Risiken wie auch vor der Natur.

Am Samstag, 11. April, lädt der «Pfeil und Bogen»-Laden zur Eröffnungsparty mit Wettbewerb von 10 bis 17 Uhr.

Zahlen und Fakten

Ein «Spitzen»-Sport mit Zulauf

Die Zahl der Bogenschützen in der Schweiz steigt zusehends. Über 80 Vereine gibt es laut dem Dachverband, der Swiss Archery Association, in der Region die Clubs von Forst Bern, Schwarzsee, Schwarzenburg, Düdingen, Bulle und Freiburg. Bis zu 30 «3D-Turniere» finden pro Jahr in der Schweiz statt. Forst empfing letzten Sonntag 150 Teilnehmer aus nah und fern. Sie absolvieren einen gesicherten Parcours mit Posten, an denen sie auf Tierattrappen aus weichem Kunststoff schiessen. Der Brustbereich gilt als «Kill» und gibt die höchste Punktzahl. «In der Realität wäre der Schuss tödlich und das Tier würde nicht leiden», so die Begründung von Daniel Gygax. Die Verantwortlichen stellen die Tierfiguren in verschiedenen Konstellationen auf. Geschossen wird aus 10 bis 50 Metern.fca

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