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Wenn der Nachwuchs komponiert …

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Wenn der Nachwuchs komponiert …

Jahreskonzert der Musikgesellschaft Düdingen

Höhepunkte des Konzerts 2003 waren die Uraufführung der Komposition «Paris» des 22-jährigen Posaunisten Olivier Blanchard und die Ehrung von sechs verdienten Veteranen für 35 und 50 Jahre.

Von PAUL DIETRICH

Die Musikgesellschaft Düdingen ist 205 Jahre alt; aber am Jahreskonzert glänzte sie mit jungen Kompositionen und der Jugendmusik, die am Wochenende im Podium den musikalischen Frühling verkündete. Ein halbes Hundert schart sich um die erfahrene Leitung von Tanja Noth und Thomas Götschmann. Und ihr Geschenk an die Konzertbesucher mit «Under an Irish Sky», «Surprise» und «Three Czech Folk Songs» wurde beifallspendend angenommen.

Tambouren mit Einfallsreichtum

Die Tambourengruppe Bösingen/Düdingen darf sich rühmen, mit Franz Baeriswyl, einem zielstrebigen und kompositionshungrigen Leiter, Erfolge sammeln zu können. Ihre musikalische Sprache ist lebendig, «Happy Oberland» neu, «Happy Brasilia» warmblütig, «Duell» aussagekräftig. Für köstliche Unterhaltung sorgte die Perkussion mit David Vonlanthen, die man in Gegenwart oder im Bild sehen muss.

Dirigent Arnold Noth gelingt es, das Arsenal der Düdinger Musik in der Vorbereitung zu mobilisieren und konzertreif auszuschöpfen. «Arsenal», die Komposition von Jan van der Roost, war Marschmusik mit Rasse und Klasse, ein Spiel mit elegantem Schluss. «Oregon», von Jacob de Haan, diese anforderungsreiche Phantasie bestätigt die vielen musikalischen Möglichkeiten und erhält die Vergangenheit der Indianer, der Cowboys mit ihren feurigen Pferden und der Goldgräber lebendig.

Im «Russian Dance», unter der Leitung von Vizedirigent Thomas Götschmann, bot der Solist André Schwaller mit seinem Euphonium eine wahre Sonderleistung. Der Applaus war verdient. «Pilatus» erscheint in der Musikliteratur seit 2002 als «Berg der Drachen», von Steven Reineke komponiert. Die Wirkung dieser Musik ist von unerhörter Aussagekraft. Der Kampf mit dem Drachen ist schaudererregend, die Gnade und Vergebung des verwundeten Tieres an die angeschlagene Streitergruppe umso erlösender.

«Paris»-Uraufführung als Höhepunkt

Dem Konservatoriumsschüler und Posaunisten der MG Düdingen, Olivier Blanchard, ist ein grosser «Wurf» gelungen. Die Komposition «Paris» ist anspruchsvoll, aber melodiös und geniessbar wie «baguettes» oder ein Gläschen «Bordeaux».

Der junge Komponist liess sich von der Höhe des Eifelturms inspirieren, aber ebenso stark vom Spaziergang auf den Champs-Elysées. Nun, sein erstes grosses Werk ist gelungen, entdeckt wie ein glücklich gefundenes Testament, die Darbietung unter dem «Baguette» des Dirigenten ebenfalls. Die Solisten glänzten, das Spiel meisterte die Takt- und Tempiwechsel, und die Konzertbesucher applaudierten heftig, auch gedacht als Aufmunterung für weitere kühne Kompositionen.

Mit «Le reveil du printemps», der beliebten Melodie von Josef Bovet, waren die Musizierenden und Konzertbesucher einverstanden, dem interessanten Musikabend Adieu zu sagen.
Fest der Veteranen

Bezirkspräsident Bernard Fontana, von der Musikpräsidentin Ursula Zurkinden assistiert, war es vorbehalten, die junggebliebenen Düdinger Veteranen zu ehren. Wahrlich, das jugendliche Gesicht strahlte, als die eidgenössische Auszeichnung für 35 Musikjahre ihre Uniform zierte, so für Andreas Portmann, Michel Rumo, Nicolas Schwaller, Robert Schwaller und Armin Zurkinden. Der Sechste im Bunde, Paul Roggo, weise für seine 50 Jahre einen begnadeten Palmarès auf, meinte Fontana: von der Körpergrösse her der gemachte Bassist, von der beruflichen Ausbildung her das prädestinierte Vorstandsmitglied, von der Liebenswürdigkeit, Begeisterung und Entschlusskraft her der ideale Präsident. Fontana durfte dem Ehrenpräsidenten die goldene Medaille anheften. pd

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