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Wenn die Freundschaft nichts mehr zählt

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Autor: Michel Spicher

Die 1.-Liga-Derbys zwischen dem FC Freiburg und dem SC Düdingen sind jeweils etwas ganz Besonderes. Ein fussballerischer Leckerbissen, der zweimal pro Jahr stattfindet und bei dem es nicht nur um die üblichen drei Punkte, sondern auch um viel Prestige geht. Als sich die zwei besten Freiburger Fussballmannschaften in der letzten Saison im St. Leonhard gegenüberstanden, säumten 1249 Zuschauer den Spielfeldrand.

Heute Abend ist ab 20.15 Uhr im St. Leonhard wieder Derby-Zeit. Grund Genug für die FN, sich im Vorfeld des Duells mit den Team-Captains zu unterhalten. Im Ping-Pong-Interview wurden Frédéric Piller (FC Freiburg) und Fabian Brügger (SC Düdingen) jeweils mit zwei Begriffen zum 1.-Liga-Derby, zu ihrem Team und zu Fussball allgemein konfrontiert. Die beiden mussten sich spontan für einen der beiden Begriffe entscheiden und ihre Wahl begründen.

Favorit oder Underdog?

Frédéric Piller (FC Freiburg): Underdog, weil Düdingen in der Tabelle besser klassiert ist als wir. Für uns spricht, dass wir unbedingt drei Punkte holen müssen. Ansonsten ist für uns der Zug Richtung Tabellenspitze schon fast abgefahren, denn die Vorrunde ist schon beinahe absolviert.

Fabian Brügger (SC Düdingen): Underdog. Wir sind in der Tabelle zwar weiter vorne klassiert als der FC Freiburg und haben einen guten Lauf, unser Budget und unsere Möglichkeiten sind jedoch viel kleiner als jene unseres heutigen Gegners.

Offensives 3-3-4 oder defensives 5-4-1-System?

Piller: 5-4-1. Normalerweise spielen wir ein eher defensiveres 4-5-1-System mit nur einer nominellen Spitze. Ich könnte mir vorstellen, dass wir auch gegen den SCD mit dieser etwas vorsichtigen Spielweise antreten werden.

Brügger:Da möchte ich eigentlich nicht zu viel verraten. Dass wir sehr offensiv auftreten und trotzdem in der Verteidigung bestehen können, haben wir diese Meisterschaft schon mehrmals bewiesen.

Abwarten oder Angriff?

Piller: Abwarten. Gegen die Düdinger ist es immer heikel, weil sie unsere Spielweise genau kennen und sich jeweils gut darauf einstellen. Der SCD steht hinten kompakt, lässt kaum Torchancen zu und ist brandgefährlich mit Kontern. Wenn wir blind nach vorne rennen, haben wir so gut wie verloren.

Brügger: Abwarten. Auswärts ist es immer schwieriger zu spielen, da lauern wir auch ganz gerne auf Konter und überlassen das Spieldiktat den anderen. Zuhause sieht das natürlich etwas anders aus.

Remis oder Sieg?

Piller: Sieg. Wir brauchen unbedingt die drei Punkte. Es ist höchste Zeit, dass wir wieder einmal Derby-Sieger werden. Wichtig ist, dass wir in Führung gehen, dann können wir befreit aufspielen. Zudem hoffen wir auf jenes Glück, das uns oftmals gefehlt hat. Mein Tipp: Ein 2:1-Sieg für Freiburg.

Brügger: Sieg. Ganz klar. In den letzten zwei Jahren haben wir gegen Freiburg kein Derby mehr verloren, und auch in den Saisons zuvor haben wir immer gut gespielt. Der FC Freiburg liegt uns. Deshalb werden wir mit 1:3 gewinnen.

Derby-Sieg oder 1.-Liga-Meister-Titel?

Piller: (zögerlich) Meistertitel. Ein Derby-Sieg gegen meine Sensler Konkurrenten wäre natürlich schon etwas Tolles. Dann könnte ich für einmal die blöden Sprüche machen und müsste sie mir nicht wieder anhören (lacht). Aber ich fokussiere mich nicht nur auf ein einzelnes Spiel. Was für mich zählt, ist die ganze Meisterschaft.

Brügger: Meistertitel. Das Derby ist nur ein einzelnes Spiel, für den Titel muss man die gesamte Saison über stark spielen.

St. Leonhard oder Birchhölzli?

Piller: St. Leonhard, obwohl der Platz auch schon in besserem Zustand war. Das Birchhölzli hat aber auch seine guten Seiten. Die Zuschauer sind positiver eingestellt und feuern ihr Team mehr an. Zudem geht es in Düdingen familiärer zu und her. So kleine und spontan organisierte Feste wie auf dem Birchhölzli gibt es bei uns nach dem Spiel weniger.

Brügger: Birchhölzli, auch wenn die Infrastruktur im St. Leonhard eine Klasse besser ist. Aber das wird sich bei uns in zwei Jahren ja ändern. Auch wenn ich in einem Alter bin, in dem ich als Fussballer nicht mehr zu weit hinaus planen sollte, spornt mich die Aussicht auf unsere neue Fussballanlage doch an, noch ein paar Jahre weiterzumachen.

Über oder unter den Erwartungen?

Piller: Unter den Erwartungen. Ganz klar. Der FC Freiburg ist mit hohen Ambitionen in die Saison gestartet. Der achte Tabellenplatz entspricht nicht unserem Anspruch. Sicher hatten wir auch etwas Verletzungspech, vor allem im offensiven Bereich, aber das will ich nicht als Entschuldigung gelten lassen. Wir hatten einfach zu viele Hochs und Tiefs. In den drei Partien vor der Winterpause müssen wir mindestens sieben Punkte holen, wollen wir weiter Chancen auf den Aufstieg haben.

Brügger: Über den Erwartungen. Auch wenn der SC Düdingen in den letzten Jahren stets in der vorderen Tabellenhälfte platziert war und bei uns seit Jahren die gleichen Spieler den Karren ziehen, konnte und durfte unser vierter Tabellenplatz nicht erwartet werden.

1. Liga oder 1. Liga Promotion?

Piller: 1. Liga Promotion. Der FC Freiburg möchte zur dritthöchsten Liga der Schweiz gehören, auch wenn der Aufwand grösser und die Reisen weiter sind. Mich persönlich würde es reizen, einmal in der neu gebildeten Promotions-Liga anzutreten.

Brügger: 1. Liga. Ein Aufstieg in die Promotions-Liga macht nur Sinn, wenn alle – Spieler, Trainer und Verein – bereit sind, den dafür nötigen Mehraufwand zu leisten. Und ich glaube, dass zumindest das Gros der Mannschaft den Aufstieg nicht um jeden Preis anstrebt.

Teamgeist oder individuelle Stärke?

Piller: Individuelle Stärke. Der FC Freiburg lebt von der individuellen Klasse einiger seiner Spieler, dafür fehlt uns das Kämpferherz. Der Wille, sich für das Team zu zerreissen, ist bei uns viel kleiner als bei den Senslern. Wir suchen den Erfolg eher mit Dribblings als über den Kampf.

Brügger: Teamgeist ist die grosse Stärke des SC Düdingen, obwohl wir mit Ermin Gigic, Lukas Schneuwly und Marc Rotzetter drei überdurchschnittlich starke Stürmer im Team haben.

Neuenburg Xamax oder FC Sitten?

Piller: FC Sitten. Ich spiele gerne gegen Sittens U21. Da stehen immer wieder talentierte Fussballer auf dem Platz, die später den Sprung ins Fanionteam schaffen. So wie Giovanni Sio, gegen den ich einmal gespielt habe und der jetzt in der Super League für Furore sorgt. Die leidigen und unendlichen Diskussionen um Xamax und Sitten verfolge ich inzwischen nicht mehr.

Brügger: Weder noch. Das ganze Theater rund um die beiden Super-League-Vereine schadet dem Schweizer Fussball. Ich drücke den Berner Young Boys die Daumen, auch deshalb, weil ich lange mit YB-Stürmer Marco Schneuwly zusammen gespielt habe.

Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo?

Piller: Ronaldo. Ich bin eher ein Fan von Real Madrid als von Barcelona, obwohl mir der Portugiese Ronaldo nicht so sympathisch ist.

Brügger: Messi. Ich bewundere seine Schnelligkeit. Der Argentinier ist ein wunderbarer Fussballer, nicht so arrogant wie Ronaldo.

Privat Kollegen, im Fussball Kontrahenten: Frédéric Piller vom FC Freiburg (l.) und Fabian Brügger vom SC Düdingen.Bilder aw/ca/a

«Der FC Freiburg lebt von der individuellen Klasse einiger seiner Spieler.»

Autor: Frédéric Piller

Autor: Captain FC Freiburg

«Auswärts lauern wir gerne auf Konter und überlassen das Spieldiktat den anderen.»

Autor: Fabian Brügger

Autor: Captain SC Düdingen

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