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Wenn die Rente nicht zum Überleben reicht

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Heute sichert das Schweizer System der Altersvorsorge die Existenz von 86 Prozent der Schweizer Seniorinnen und Senioren. Die restlichen 14 Prozent leben jedoch unter der Armutsgrenze.

Sie ist ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg: die Schweizerische Alters- und Hinterbliebenenversicherung AHV. Geschaffen wurde sie nach Vorbild der Lohnersatzordnung (LEO, heute Erwerbsersatzordnung EO). Diese hatte der Bundesrat während des Kriegs aufgrund seiner speziellen Vollmachten ins Leben gerufen, um einen sozialen Missstand zu beheben: Soldaten erhielten damals nur einen kleinen Sold und gerieten in Folge häufig in finanzielle Schwierigkeiten. Weil sie nicht arbeiteten, erhielten sie auch keinen Lohn. Wie auch die EO wird die AHV hauptsächlich über Lohnbeiträge finanziert. Seit ihrer Entstehung wurde die Altersvorsorge immer wieder revidiert und erweitert. Laut Angaben von Pro Senectute Schweiz kann das heutige System die Existenz von 86 Prozent der Bevölkerung im Pensionsalter sichern.

Ein Fünftel ist armutsgefährdet

Trotzdem leben etwa 14 Prozent der Über-65-Jährigen unter der Armutsgrenze. Monatlich stehen diesen Menschen laut einer Umfrage weniger als 2284 Franken zur Verfügung. Rund 20 Prozent der Menschen über 65 sind arm oder armutsgefährdet. Die grössten Risikofaktoren für Armut im Alter sind ein tiefes Bildungsniveau, eine ausländische Staatsbürgerschaft und das Geschlecht: Frauen sind davon besonders betroffen.

Einige Fälle der Altersarmut wären mit den vorhandenen sozialen Absicherungen eigentlich vermeidbar, erklärt Corina Robert, die bei Pro Senectute Freiburg als Sozialarbeiterin arbeitet. «Viele Rentnerinnen und Rentner sind nicht gut genug über ihre Rechte informiert.» Sie wissen zum Beispiel nicht, dass sie zusätzlich zu ihren AHV-Auszahlungen auch Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) hätten. Für andere stellt Scham eine zu grosse Hemmschwelle dar, denn in der Schweiz müssen EL-Bezüger für die Unterstützung einen Antrag stellen.

Die schlimmsten Armutsfälle konzentrieren sich in den Städten, so Robert: «Auf dem Land gibt es noch stärkere soziale Netzwerke.» Diese könnten im Notfall Unterstützung leisten.

Keine Überraschung

Wer im Alter von Armut gefährdet ist, habe sich bereits während der beruflichen Karriere mit kleinen Löhnen zufriedengeben müssen, stellt Robert klar. Andere konnten aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt arbeiten oder hatten ein Teilzeitpensum, weil sie sich zu Hause um die Kinder gekümmert haben: «Wenn dann die Auszahlungen aus AHV und Pensionskasse nur noch 60 Prozent vom ehemaligen Lohn betragen, wird die finanzielle Situation noch schwieriger.»

Armut sei jedoch nicht nur ein Problem finanzieller Natur, schreibt Pro Senectute in ihrem Bericht. Arme Seniorinnen und Senioren sind im Schnitt weniger gesund, unzufriedener und vor allem einsamer.

Und es sind immer mehr Menschen von Altersarmut bedroht, fasst Robert zusammen. Bei Pro Senectute Freiburg gingen seit 2020 «viel mehr Anfragen» ein. Nach der Pandemie seien die Preise gestiegen. Menschen mit begrenztem Budget spüren dies folglich noch stärker. «Die Situation wird sich also sicher nicht verbessern», so Robert. Die absolut steigende Zahl der Pensionierten hat schliesslich auch einen Einfluss auf die Statistiken.

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