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Wenn ich laut werde

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«In letzter Zeit gibt es Situationen mit meinen zwei Jungs (2 und 4 Jahre alt), wo ich einfach laut werde. Ich fühle mich danach jeweils schlecht, aber weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich es anders schaffen kann. Zum Beispiel waren letzthin beide zusammen in der Badewanne und haben sich fröhlich angespritzt, aber viel zu stark. Der ganze Boden war überschwemmt. Ich habe Ihnen die Regel erklärt (nur Richtung Wand spritzen), ich hab gehandelt (ihnen den Wasserhahn abgestellt), und irgendwann bin ich laut geworden, weil sie immer weiter gespritzt haben.» E.Z.

Es passiert allen Eltern mal, dass sie nicht so handeln oder so ruhig bleiben können, wie sie das gerne möchten. Niemand ist perfekt, und Kinder brauchen auch keine perfekten Eltern. Dass sie sich dabei nicht gut fühlen, kann man jedoch verstehen.

Wenn man die Spannung ansteigen fühlt, lohnt es sich, «Stopp» zu sagen und sich zu überlegen, welche Handlungsalternativen man noch hätte. Sie können zum Beispiel kurz vor die Badezimmertür gehen und tief durchatmen. Vielleicht wäre es möglich gewesen, die Kinder als Konsequenz aus dem Bad zu nehmen, als sie nicht aufhörten? Gewaschen waren sie ja sicher schon bei all dem Spritzen…

Grundsätzlich ist Autorität aber gar nichts Schlechtes. Man darf auch mal wütend werden, und die Kinder dürfen das auch merken. Wenn Mama und Papa immer die Ruhe in Person bleiben, hat es für die Kinder auch weniger Bedeutung, dass sie die Regeln nicht respektiert haben. Es zählt jedoch nicht nur die Lautstärke, sondern der Nachdruck oder die Entschiedenheit, mit denen Sie Ihren Ärger verbal ausdrücken. Wenn Sie persönlich im Gleichgewicht sind, können Sie darauf vertrauen, dass Sie authentisch wütend sein können und die Kinder das auch vertragen.

Es gibt allerdings auch Momente oder Situationen im Leben, wo Eltern anderweitige Belastungen aushalten müssen (Stress, wenig Schlaf, schwierige Erlebnisse) und die dazu führen, dass sie mit den Kindern nur wenig Geduld haben. In diesem Falle lohnt es sich zu überlegen, wie Sie Ihre Batterien regelmässig wieder aufladen können, damit Sie Ihren Stress weniger auf die Situationen mit den Kindern übertragen.

Rebekka Sieber, Dr. in Soziologie, MA in Sozialarbeit, Sozialpolitik und Erziehungswissenschaften, ist Geschäfts­leiterin beim Verein Familienbegleitung. Der Verein bietet ­Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Telefon: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

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