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Wenn im Spital der Strom ausfällt

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Einen einfachen Stromausfall hat wohl jeder schon einmal erlebt. Für den Einzelnen führen die wenigen Minuten oder Stunden ohne Elektrizität nicht zu einer Katastrophe. In einer Einrichtung wie dem Kantonsspital Freiburg kann ein Stromausfall jedoch lebensbedrohlich werden. Denn im Operationssaal oder in Zimmern von Patienten, deren Körper mit Maschinen am Leben erhalten werden, sind bereits wenige Sekunden ohne Strom höchst riskant.

Nur für das Wichtigste

Für den Fall der Fälle ist das Kantonsspital deshalb mit Notstromaggregaten ausgerüstet, welche die unterbruchsfreie Stromversorgung für die unentbehrlichen Installationen garantieren. «Bei einem Stromausfall wird nur das Wichtigste mit Notstrom versorgt. Alles, was nicht unbedingt nötig ist, bleibt abgeschaltet», erklärt Luc Overney, der zuständige Elektroingenieur des Kantonsspitals. Mit Notstrom versorgt werden beispielsweise die Operationssäle, die Notfallabteilung, alle lebenserhaltenden Maschinen, aber auch die Server der Informatikabteilung, das Licht in Zimmern und Gängen und die Wasserversorgung.

Strom ohne Unterbruch

Im Fall eines Stromausfalls sorgen zwei riesige Generatoren im Untergrund des Spitals für Strom. Sie bilden zusammen ein System, das für die Notversorgung des Spitals zuständig ist. Ein Raum, der an einen Luftschutzbunker erinnert, sorgt dafür, dass die beiden Maschinen sicher verwahrt sind. Zusammen produzieren sie 1400 Kilowatt. Angetrieben werden sie mit Diesel, welches die Spitalverwaltung in einem Tank mit einem Fassungsvermögen von rund 20 000 Litern lagert. «Der Dieselverbrauch der beiden Generatoren ist mit 280 Litern in der Stunde hoch. Und trotz dem riesigen Tank können sie das Spital nur knapp drei Tage lang mit Strom versorgen», so Luc Overney. Danach muss zusätzlicher Kraftstoff von aussen zugeliefert werden.

Im Notfall springen die Generatoren automatisch an. Der erste ist nach 10 bis 20 Sekunden betriebsbereit und speist dann direkt das Spitalnetz. Ausserdem synchronisiert er den zweiten Generator, der rund eine Minute benötigt, um zu starten. Damit die Stromversorgung auch in der kurzen Übergangszeit bis zum Start des ersten Generators gewährleistet ist, verfügt das Spital zusätzlich über ein System von Batterien, das die kurzen Unterbrüche überbrückt und so eine unterbruchsfreie Versorgung garantiert.

Ein drittes Aggregat ist einzig für das unterirdische Notoperationszentrum, das Overney als «Kriegsspital» bezeichnet, zuständig. Diese Einrichtung ist jedoch nur für die allerhärtesten Situationen wie eben einen Krieg oder eine nukleare Katastrophe gedacht, weshalb sie auch über eine eigene Stromversorgung verfügt.

Regelmässige Tests

Damit die Aggregate im Notfall auch einwandfrei funktionieren, führt das Personal um Luc Overney regelmässig Tests durch. Jeden Monat schalten sie die Maschinen ein, um zu überprüfen, ob diese funktionieren und ob sie die gewünschte Menge an Strom liefern. Einmal im Jahr erfolgt zudem der Härtetest. Dann wird die übliche Stromzufuhr gestoppt, um die Aggregate unter den Bedingungen eines echten Notfalls zu testen. Zu einem solchen Notfall kommt es aber laut Overney äusserst selten. «Ich arbeite seit drei Jahren hier im Spital und habe noch keinen notfallmässigen Einsatz erlebt», so Luc Overney gegenüber den FN.

 

 Woher kommt der Strom? Welche Haushaltsgeräte fressen viel Energie? In der Serie «Elektrisiert» beleuchten die FN verschiedene Themen rund um die Energie. Dieser Beitrag schliesst die Serie ab.Dossier:www.freiburger-nachrichten.ch.

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