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Wenn Innovation zum Gütesiegel wird

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

50 Dossiers sind für den diesjährigen Freiburger Innovationspreis eingegangen – so viele wie noch nie in der 27-jährigen Geschichte des im Zweijahresrhythmus ausgeschriebenen Wettbewerbs. «Die diesjährige Ausgabe zeigt einmal mehr: Im Kanton Freiburg gibt es wahre Perlen der Innovation», sagte Jean-Luc Mossier, Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung, bei der Präsentation der Finalisten letzte Woche. «Wir sind überrascht von der Quantität und der Qualität der Eingaben. 2018 ist ein Super-Jahrgang», so Mossier.

Sein Lob bezog sich zum einen auf die Dossiers des Unternehmenspreises, zum anderen auf diejenigen des Start-up-Preises. Die Start-ups waren für 26 der 50 Eingaben verantwortlich. Die drei Finalisten des Start-up-Preises sind nun daran, Werbung für ihre innovativen Produkte zu betreiben. Wer den Preis gewinnt, wird nämlich mehrheitlich durch die Bevölkerung bestimmt. Zu einem Drittel zählen die Stimmen des Publikums der Freiburger Medien und der User der Website «innovationfr.ch» mittels einer SMS-Abstimmung (siehe Kasten). Zu einem weiteren Drittel werden die Stimmen gewertet, die am 7. November am Abend der Preisübergabe im Forum Freiburg eingehen. Und zu einem Drittel fliesst die Meinung der zwölfköpfigen Fachjury unter der Führung von Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP) ein.

Der Start-up-Preis ist mit 30 000 Franken auch höher dotiert als der Unternehmenspreis mit 10 000 Franken. Die Botschaft ist klar: Der Innovationspreis will dazu beitragen, dass eine junge Firma mit einer guten Idee auf dem Markt Fuss fassen kann. Auch erhält einer der sechs Finalisten beider Preise einen Cleantech-Preis im Wert von 6000 Franken.

Mobilität und Labortests

Die Finalisten des diesjährigen Start-up-Preises erfüllen alle die Kriterien der Jury: technologischer Innovationsgrad, Innovationsgrad auf dem Markt, kommerzielles Potenzial sowie Nutzen für die Gesellschaft, die regionale Wirtschaft und die Umwelt.

Zufälligerweise sind dieses Jahr gleich vier der sechs Finalisten im Bereich Strassen und Mobilität erfinderisch. Beim Unternehmenspreis präsentiert der Velohersteller Scott Sports aus Givisiez das mit 1250  Gramm leichteste Paar an Laufrädern weltweit, und Zbinden Posieux hat ein automatisiertes System entwickelt, mit dem Baustellen auf Autobahnen schnell und gefahrlos gesichert werden können. Beim Start-up-Preis hat Cortexia ein System zur rationellen Strassenreinigung entwickelt, und Texum will den Strassenbelag von Kreiseln verstärken (siehe Kasten unten).

Die beiden weiteren Finalisten zeichnen sich durch La­bor­ana­ly­sen aus: Grifols (Unternehmenspreis) erleichtert mit einem Protein Bluttests für Transfusionen, und Nano­Lockin weist mit einer neuartigen Methode Nanopartikel nach.

«Im Kanton Freiburg gibt es wahre Perlen der Innovation.»

Jean-Luc Mossier

Direktor Wirtschaftsförderung

Zum Wettbewerb

Per SMS für die Finalisten stimmen

Bis zum 4. November hat die Bevölkerung die Möglichkeit, den Gewinner des Start-up-Preises zu wählen. Eine SMS für die jeweilige Firma ist auf die Nummer 939 zu schicken. Für jeden Finalisten gilt ein anderes Schlüsselwort: für Cortexia FRI  A, für NanoLockin FRI  B, für Texum FRI  C. Aus der Publikumswahl werden ein Hauptgewinn von 1000  Franken sowie 25 Mal zwei Tageskarten der Freiburger Bergbahnen verlost.

uh

Informationen und Videos aller Finalisten: www.innovationfr.ch

NanoLockin GmbH, Freiburg

Nanopartikel mit Wärme statt mit Elektronen erkennen

Nanopartikel treten immer öfter als eine Art neue Zusatzstoffe in Ge­brauchs­ar­ti­keln des Alltags auf: in Medizinprodukten, Verbundwerkstoffen oder in Kosmetika. Für solche neue Zusatzstoffe entstehen auch neue Regularien, die eingehalten werden müssen, erklärt Christoph Geers, Geschäftsführer der im Adolphe-Merkle-Institut entstandenen NanoLockin GmbH. Oft geht es um die Deklaration von Produktbestandteilen. Dazu sind Analysen der Nanopartikel nötig.

«Gängige Methoden sind sehr teuer und kompliziert zu benutzen», sagt Geers. Nano­Lockin hat nun aber eine neue Methode entwickelt, mit der die Analyse einfach und schnell vor sich geht. «Man kann mit dieser Methode die Menge und die Art der Nanopartikel bestimmen», so Geers. Statt auf teure Elektronenmikroskope setzt NanoLockin auf die Messung kleinster Temperaturunterschiede. Nanopartikel werden mit Licht bestrahlt, was die zur Messung nötige Wärme erzeugt.

uh

Texum GmbH, Freiburg

Ein Kohlefasergeflecht sorgt für Stabilität im Strassenbelag

«Unsere Innovation entstand mit dem Gedanken, Strassenkreisel zu verstärken.» Dies sagt David Ducrest, Geschäftsführer der Texum GmbH, über die von der Firma entwickelte neue Struktur des Strassenbelages. Bei Kreiseln, aber auch bei Bushaltestellen wirken besonders starke Kräfte auf den Belag. Dieser verformt sich, bildet Risse und muss oft erneuert werden.

Die Freiburger Texum GmbH hat nun ein Geflecht aus Kohlefasern entwickelt, das vor Ort in den Strassenbelag eingebettet wird. Zuerst wird eine Schicht Bitumen (Pech) verstrichen, dann das Texum-Geflecht aufgelegt und mit Pech zugedeckt. Darauf kommt die Kiesschicht. Das Kohlefasergeflecht stabilisiert den Belag und verhindert Risse. «Die Lebensdauer eines solchen Stras­sen­be­lags wird verlängert. Die Arbeiten geschehen schneller, ökologischer und wirtschaftlicher», so Ducrest. Dazu kommt, dass bei einer Belagserneuerung eine dünnere Schicht ersetzt werden muss als bei herkömmlichen Materialien.

uh

Cortexia AG, Châtel-St-Denis

Strassen nur da putzen, wo es auch wirklich schmutzig ist

Ein kommunaler Stras­sen­dienst hat in der Regel einen fixen Plan, wann eine Strassenputzmaschine wo durchfährt. Diese Einsatzpläne sind aber nicht den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst. Diese Überlegung steckt hinter dem neu entwickelten Produkt der Firma Cortexia aus Châtel-St-Denis. «Unser System erlaubt es den Städten, die Sauberkeit zu verbessern und gleichzeitig die Kosten und die Umweltbelastung zu senken», sagt Andreas von Känel, CEO von Cortexia.

Strassenreinigungsmaschinen, Velos oder Busse werden mit Kameras ausgerüstet, und Computer werten dann die Bilder aus: Das System identifiziert, wo welcher Abfall in welcher Menge auf der Strasse liegt. «Die Stadt kann dann ihre Mittel dort einsetzen, wo es schmutzig ist, und muss kein Geld da ausgeben, wo es schon sauber ist», so von Känel. Das System wurde in Zürich erprobt, unterdessen aber auch schon in Freiburg eingesetzt. Cortexia kann das System 2019 in Las Vegas vorstellen.

uh

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