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Wenn Jassen zur Philosophie wird

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Wenn am Samstagnachmittag vier ältere Herren in der Dorfbeiz um einen Tisch sitzen und jassen, dann ist das oft nichts Aussergewöhnliches. Die heitere Jassrunde gehört in hiesigen Gefilden ja schon fast zur fixen Ausstattung eines Restaurants. Schon erstaunlicher ist es aber, wenn eine grosse Gruppe von Jassern eine ganze Beiz füllt und an gleich elf Tischen die Jassteppiche heiss spielt; so geschehen am letzten Samstag in Plaffeien. Die dritte Vorausscheidung des grossen Jassturniers der Freiburger Nachrichten zog 42 Spieler ins Hotel Alpenklub, das kurzerhand zum Jasstempel umfunktioniert wurde.

Ungewohnter Jass

Gespielt wurde der im Senseland nicht sonderlich verbreitete Differenzler-Jass. Er spiele diese Variante selten, sagt Arnold Vonlanthen aus Giffers. «Der Differenzler ist etwas umständlicher als andere Jassvarianten, weil es dafür auch Schiedsrichter und entsprechende Übersichtstabellen braucht», sagt er. Sein Sitznachbar, Roger Mauron aus Brünisried, ist schon etwas geübter. «Ich übe den Differenzler hin und wieder zu Hause am Computer», so Mauron.

Laut Diana Dietrich, FN-Marketingverantwortliche und Organisatorin des Jassturniers, eignet sich der Differenzler ausgezeichnet für ein Turnier. Jeder spielt für sich alleine. Das mache alles einfacher, sagt Dietrich. Ausserdem sei es so auch möglich, dass sich Leute am Turniertag noch spontan entscheiden, mitzuspielen, ohne vorher noch einen Spielpartner suchen zu müssen. Bei den Vorbereitungen und während des Turniers wurde Dietrich von Freiwilligen der Flamattner Sektion des Eidgenössischen Differenzler-Jassverbandes unterstützt.

Philosophie Jassen

Jeder Jasser spielte 16 Runden und wechselte dabei viermal den Tisch. So ergaben sich immer wieder kürzere Pausen. Diese nutzten die Jasser, um über die vergangenen Spiele zu diskutieren, eigene und fremde Fehler zu überdenken und den Punktestand zu rekapitulieren. Jassen scheint für viele Teilnehmer mehr als ein blosser Zeitvertreib zu sein. Nach dem Spiel werden die 36 Karten für manch einen zur Philosophie. Dann wird zum Beispiel darüber gefachsimpelt, ob der Trumpf Bube vielleicht nicht doch früher hätte ins Spiel gebracht werden müssen, ob defensives oder offensives Spielen erfolgversprechender ist und dergleichen mehr. «Am Ende entscheiden letztlich aber immer die Karten, ob man gewinnt», fasst Roger Mauron zusammen. Mit schlechten Karten könne auch der beste Jasser nicht gewinnen. Deshalb gehe er gelassen in jedes Spiel.

Auch Arnold Vonlanthen liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Sein Motto: «Wenns funktioniert, dann funktionierts. Ich habe mir aber nicht vorgenommen, das Turnier zu gewinnen», sagt er. «Mir geht es in erster Linie um die Freude am Jassen.»

«Mir geht es in erster Linie um die Freude am Jassen.»

Arnold Vonlanthen

Jasser aus Giffers

Zahlen und Fakten

Die 45 Besten jassen am 10.Oktober

Nach drei Vorausscheidungs-Runden in Courgevaux, Flamatt und eben am Samstag in Plaffeien, wird am 10.Oktober in Flamatt der FN-Jass-Champion gekürt. Wer gewinnt, machen die 45 besten Spielerinnen und Spieler unter sich aus. Je 15 aus jeder Vorausscheidung sind am Samstag am Final mit dabei.ak

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