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Wenn nachts die grossen Bagger auffahren

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: elisabeth schwab-salzmann

Kurz nach zwanzig Uhr fährt am Dienstagabend der letzte TPF-Zug von Murten in Richtung Freiburg am Bahnhof Pensier vorbei. Danach ist die Zugverbindung ausnahmsweise bis am anderen Morgen unterbrochen. Es ist ein besonderer Abend, schwere Baumaschinen warten auf ihren Einsatz für die Geleisearbeiten. Rund 45 Facharbeiter von der Waadtländer Baufirma Scheuchzer und der Freiburger Verkehrsbetriebe TPF, alle mit leuchtroten Westen und Helmen, begeben sich zum Bahnübergang «La Crausa».

Sie alle arbeiten vom 21. April bis am 11. Juni in 26 Nächten auf dem rund drei Kilometer langen Teilstück an den Erneuerungsarbeiten. Höhepunkte der Arbeiten sind die drei Bahnübergänge bei «La Crausa», dem Übergang vor der Schule und beim Bahnhof Courtepin.

Muskelkraft und Fingerspitzengefühl

«Es ist ein besonders grosser Bauabschnitt auf rund drei Kilometern Länge, auf ansteigendem Terrain. Wenn nach einer Nachtschicht am anderen Morgen der erste Zug wieder problemlos über die erneuerten Abschnitte fährt, dann weiss ich, wir haben einen guten Job gemacht», sagt Bauleiter Patrice Grobet von der TPF.

Das Team von Maschinisten, Lokführern, Schweissern und Sicherheitsverantwortlichen arbeitet Hand in Hand. Zuerst werden Stücke der alten Schienen auseinandergeschnitten. Anschliessend hebt ein Riesenbagger die 18 Meter langen Eisenstücke auf seine Ladefläche. Der Schotter wird ausgewechselt, dann kommt das neue Schienenstück mitsamt Schwellen darauf.

«Bei diesen Arbeiten sind Fingerspitzengefühl und reine Muskelkraft gleichzeitig gefragt», erklärt Hans-Rudolf Beyeler, Vizedirektor bei der TPF.

Die tonnenschweren Baumaschinen haben hübsche Tiernamen. Die «Poussecat» hebt die Schienenstücke an, mit der «Boa» werden die neuen Schienenstücke gelegt und mit der «Cribleuse» wird der Steinschotter bewegt.

250 Meter pro Nacht

In einer Nacht bewältigt das Team rund 250 Meter. «Wir müssen beim Zusammenschweissen der neuen Schienenstücke genau 26 Grad Wärme einhalten, damit sich der Stahl ?neutralisiert?, das heisst, dass er sich weder zu stark zusammenzieht noch ausdehnt», betont der Bauleiter. Stahl arbeitet, er zieht sich bei Kälte zusammen und dehnt sich bei Hitze aus, so Grobet.

Bahnübergänge müssen geschlossen werden

Die Arbeiten auf der Linie Freiburg-Murten werden durch einen dichten Zugverkehr erschwert, in der Morgenspitze benutzen über 1000 Personen zwischen sieben bis acht Uhr die Züge der TPF. Täglich muss die Bahnlinie am frühen Morgen dem Betrieb wieder übergeben werden. Bei den Bahnübergängen muss der Zugverkehr während drei Nächten komplett geschlossen werden.

Hans-Rudolf Beyeler betont, dass mit der neuen Infrastruktur die Sicherheit für den Zugverkehr auch in Zukunft gewährleistet und die Stabilität des Fahrplanes sichergestellt werde. Darüber hinaus erlaubt die Sanierung eine leicht erhöhte Fahrgeschwindigkeit und einen ruhigeren und geräuschärmeren Fahrbetrieb.

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