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«Wenn nur der Arzt bestimmt…»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Bericht vom Altwerden im Heim vom 25. April hat mich getroffen und gelähmt. Schwarz auf Weiss liegt da ein Befund unserer Alten beschrieben.

Was ist es, das mich darüber so beunruhigt?
Es ist der Mangel an Würde und Vertrauen gegenüber den Betagten und ihren Angehörigen, der zwischen den Linien klagt.
Meine Mutter sitzt im Rollstuhl oder liegt im Bett. Das Essen wird ihr eingegeben.
Wenn ich sie in der schönen Jahreszeit im Rollstuhl ausfahre, bleibt ihre Reaktion auf blühende Bauerngärten aus, sie, die Bäuerin war.
Ihre Augen sind meist geschlossen oder halb offen, und das mit Anstrengung.
Was ist es, dass sie keine Freude empfindet vor solcher Frühlingspracht?
Vor zehn Monaten verlangte ich vom Arzt die Medikamentenliste und liess diese von einem andern Arzt bewerten. Daraus wurde klar, dass es zu viele sind, zehn, mit zu vielen Nebenwirkungen. Ich schlug vor, dass über drei Wochen die Medikamente nicht eingegeben werden sollen, um zu sehen, in welchem eigentlichen Zustande die Gesundheit meiner Mutter ist.
Der Arzt und die Heimleitung machten mich per Einschreibpost für eventuelle böse Folgen verantwortlich. Und nichts wurde anders – mein Vorschlag versiegte im Nichts.
Liegt das Böse nicht in Angstmacherei?
Meiner Mutter geht es immer gleich schlecht. Ihr Leben ist mir Geheimnis. Das Verhalten des Arztes ein Schreck.
Im Dezember 1999 wünschte ich wieder eine Medikamentenliste, ich bekam sie nie.
Ich denke, dass man den Arzt betreuen sollte, SEINE erhitzten Existenz-Ängste lindern.

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