Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wenn riesige Fliegen 12 Stunden radeln

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«He, das Rennen hat begonnen», ruft ein Mann am Samstagmorgen um zehn Uhr den Velofahrerinnen und Velofahrern zu, die vor dem Restaurant Tirlibaum in Freiburg warten. Dass sie es nicht besonders eilig haben, ist verständlich: Sie werden noch während den folgenden zwölf Stunden die rund einen Kilometer lange Runde im Auquartier zurücklegen. Langsam setzen sich die insgesamt 30 Gefährte in Bewegung: Da radeln zwei Cowboys auf einem Pferd vorbei, zwei weitere Pferde ziehen einen Römerwagen, dahinter folgen ein Schiff mit zwei Wikingern, ein blauer Food-Truck sowie ein Tandem mit zwei Strassenputzern, die ein kunstvolles Gebilde aus Besen hinter sich herziehen.

50 Besen

Ein Freund werde demnächst 50 Jahre alt, erklärt Pascal Supcik, der diesen Wagen gebaut hat. Da es auf Französisch dafür die Redewendung «avoir 50 balais», also «50 Besen haben», gebe, sei er auf die Idee mit dem Wagen gekommen. Und nicht nur die Zahl der Besen, welche die rund zehnköpfige Truppe bei sich hat, stimmt: Alle tragen ein oranges T-Shirt, darauf prangt ein Strassenschild, auf dem «Saint-Quentan» steht. «Sprechen Sie den Namen mal aus», antwortet Supcik auf die Frage, was der Name bedeutet. Auch dies ergibt «cinquante ans», also «fünfzig Jahre». Und schliesslich darf auch die Rose auf dem Wagen, eine kleine Hommage an Freiburgs berühmtesten Strassenputzer Michel Simonet, nicht fehlen.

Originelle Stände

Nicht nur die Gefährte sind fantasievoll gestaltet, auch ein Besuch der Stände der Gruppen, die entlang der Strecke verteilt sind, lohnt sich. So hat sich das Team der WC-Putzer ein gemütliches Zelt eingerichtet: Die Wände bestehen aus Duschvorhängen, an einem Gestell aus Abflussrohren sind Kleider und Badetücher aufgehängt, und das Bier wird im Lavabo sowie in einer WC-Schüssel gekühlt. Die Mitglieder des Teams «Tour de France», die jeweils mit zwei echten und sechs aufblasbaren Velofahrern unterwegs sind, können sich am Stand auf einem Hometrainer aufwärmen, zudem dürfen dort weder das Podest noch eine überdimensionierte Spritze für das Doping fehlen.

Und wer nachschaut, zu welchem Stand die riesige Kartonfliege gehört, findet dort noch allerlei andere Insekten: Ein Schmetterling spricht mit einer Ameise, die Biene holt ein Bier, und die Wanze und der Bockkäfer feuern ihre Teammitglieder an, die soeben in der Fliege vorbeifahren. Seit das 12-Stunden-Rennen neu lanciert worden sei, machten er und eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen mit, sagt Heuschrecke Jonas de Clerck den FN. Bisher hätten sie unter anderem als Dampflokomotive und Fondue-Caquelon am Rennen teilgenommen. «Wir diskutieren jeweils in der Gruppe, und die beste Idee setzen wir um.» Auf die Frage, wie viel Zeit die Bastelarbeiten in Anspruch nehmen, lacht der 22-Jährige nur: «Viel.» Das störe ihn jedoch nicht. Denn sie seien eine lustige Truppe, und das Basteln mache Spass: «Wir haben unser inneres Kind nicht verloren.»

«Wir haben unser inneres Kind nicht verloren.»

Jonas de Clerck

Radelnde Heuschrecke

Mehr zum Thema