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Wenn Zirkustiere im Poya-Park grasen

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Die Zeiten, als Fredy Knie junior einen Tiger auf einem Nashorn reiten liess und der Zirkus einen bunten Zoo mit sich transportierte, sind vorbei. Heute ist der Zoo neben dem Zirkuszelt bescheiden: Kamele und Lamas dösen unter grossen Zelten, Ziegen balancieren über kreuz und quer in einem Zirkuswagen angelegte Holzstege. Und daneben gibt es natürlich die Pferde: schneeweisse Araber, goldene Spanier, schwarze Friesen und einige flauschige Ponys.

Knie ist einer der wenigen Zirkusse in der Schweiz, der Tiere hält. Das Thema Tierhaltung im Zirkus ist ein Dauerbrenner: Ist es angebracht, Tiere während Monaten durch die ganze Schweiz zu transportieren, im Scheinwerferlicht auftreten zu lassen und in Zelten zu halten?

«Nichts zu verstecken»

Der Zirkus Knie habe eine gute Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tierschutz STS, sagt Zirkusdirektor Fredy Knie junior im Gespräch mit den FN. Das zähle. «Mit Extremisten hingegen kann man nicht diskutieren.»

Beim Thema Tierhaltung ist der Zirkus Knie in den vergangenen Jahren in die Offensive gegangen; nicht zuletzt mit der Abschaffung der Elefanten-Nummern 2015. Zur Pferdehaltung hat er eine Info-Broschüre publiziert, auf der Homepage werden Fragen zur Tierhaltung ausführlich beantwortet, zudem sind alle Tiertrainings während zwölf Monaten im Jahr öffentlich, das heisst auch im Winterquartier in Rapperswil. «Wir haben nichts zu verstecken», sagt Fredy Knie. Er lancierte überdies zusammen mit dem Schweizer Tierschutz im vergangenen Jahr die Kampagne «Pferde raus», die dafür plädiert, Pferden genug Auslauf zu gewähren.

Wenig Zeit im Transporter

«Wir bringen nur die Tiere mit auf Tournee, die auch im Programm auftreten oder täglich in der Manege beschäftigt werden», erklärt der Zirkusdirektor. «Und wir nehmen nur Tiere mit, denen das Reisen nichts ausmacht.» Der Zirkus achte darauf, dass die Tiere nicht mehr Zeit als nötig in den Transportern verbringen. Fredy Knie erklärt den Umzug der Pferde vom vorherigen Spiel­ort Thun nach Freiburg: «Nach der Vorstellung am Abend werden die Pferde in grosse Sattelschlepper verladen, das Stallzelt wird sofort abgebaut. Die Pferde fahren nach Freiburg, dort wird das Stallzelt rasch wieder aufgebaut.» Um Mitternacht seien sie wieder im Stall, nach ungefähr zwei Stunden im Transporter.

«Im Gesetz ist vorgeschrieben, dass Pferde zweimal pro Woche je zwei Stunden freien Auslauf haben müssen», erklärt Fredy Knie. «Für mich ist das viel zu wenig. Unsere Pferde sind häufiger draussen.» Zudem würden sie jeden Tag trainiert und beschäftigt. «Es gibt zahlreiche privat gehaltene Sport- und Freizeitpferde, die weniger Auslauf und Beschäftigung haben.»

Der Zirkus Knie halte sich also an die gesetzlichen Auflagen in puncto Tierhaltung, betont er. Ausnahmegenehmigungen oder Ähnliches habe er nicht. «Das will ich auch nicht.»

Weiden im Poya-Park

Die Tiere dürften sich auf Freiburg freuen: Zum Unterschied zu anderen Spielorten wie Thun oder Zürich gibt es hier nämlich direkt neben dem Stallzelt viel Platz; sie dürfen mehrere Stunden täglich im Poya-Park grasen. «Unter diesem Gesichtspunkt ist der Spielort Freiburg für uns sehr praktisch», sagt Fredy Knie. In Zürich etwa spielt der Zirkus auf dem Sechseläuteplatz, rundherum gibt es keine Wiesen. «Wir fahren die Tiere dann aus der Stadt zu einem Bauern, der uns Wiesen zur Verfügung stellt», sagt der Zirkusdirektor. Klar, das sei umständlich. Aber: «Bei der Tierhaltung gehe ich keine Kompromisse ein.»

«Es gibt zahlreiche privat gehaltene Pferde, die weniger Auslauf und ­Beschäftigung haben.»

Fredy Knie Junior

Zirkusdirektor

Zum Programm

Erstmals fliegen Drohnen im Zirkuszelt

Ab morgen präsentiert der Zirkus Knie während vier Tagen sein Programm in Freiburg. Natürlich fehlen darin weder die klassischen Akrobaten-Nummern noch die Tier-Dressuren. Drei Generationen der Familie Knie stehen dabei in der Manege – auch die Jüngsten: Chanel Marie und Ivan Frédéric Knie, die Grosskinder von Zirkusdirektor Fredy Knie, führen Freiheitsdressuren mit Lamas beziehungsweise Pferden vor. Für eine Weltpremiere sorgen Franco Knie junior mit seiner Frau Linna Knie-Sun und seinem Sohn Chris Rui: Sie lassen einen autonom fliegenden Drohnenschwarm im Zirkuszelt aufsteigen. Die Entwickler der Drohnen kommen von der ETH Zürich, wie es in der Mitteilung zum Programm heisst. Für Auflockerung zwischen den Nummern sorgt die Westschweizer Komikerin Marie-Thérèse Porchet.

nas

Poya-Park, Freiburg. Vorstellungen: Do., 1. November, 14.30 und 18 Uhr; Fr., 2. November, 20 Uhr; Sa., 3. November, 15 und 20 Uhr; So., 4. November, 14.30 und 18 Uhr. Tickets sind bei Ticketcorner, Manor, Coop City und der Post erhältlich. Öffnungszeiten Zirkus-Zoo: 1., 2. und 3. November von 9 bis 18 Uhr, 4. November von 9 bis 17.30 Uhr. Weitere Informationen: www.knie.ch

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