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«Wer nicht zuoberst ist, verliert»

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«Wer nicht zuoberst ist, verliert»

Matthias Meier beherrscht die Kunst, bei Google an der Spitze zu sein

Matthias Meier dürfte sich berechtigterweise als Google-Spezialist bezeichnen. Er hat einen Wettbewerb gewonnen, bei dem es darum ging, mit einem vorgegebenen Suchbegriff die beste Position auf den Ergebnislisten von Suchmaschinen zu belegen.

Von ILONA STÄMPFLI

Die Hommingberger Gepardenforelle existiert in Wirklichkeit nicht. Der Begriff wurde vom Magazin Computer Technik (c’t) des deutschen Zeitschriftenverlags heise erfunden. Anfangs April lieferte Google noch keine Ergebnisse zu diesem Begriff. Der Wettbewerb des Magazins sorgte dafür, dass innerhalb von wenigen Tagen tausende von Internetseiten mit den beiden Schlüsselworten zu finden waren. Heute landet Google über 1,5 Millionen Treffer, wenn der Begriff Hommingberger Gepardenforelle «gegoogelt» wird.

Der in Freiburg wohnhafte Matthias Meier hat es geschafft, mit seiner Website www.hommingberger-gepardenforelle.net auf die erste Position der Ergebnisliste bei Google zu gelangen. Damit ging er am 15. Mai um 11 Uhr als Sieger der ersten Wettbewerbsrunde hervor. Der zweite Stichtag ist im Dezember. Dann wird sich herausstellen, ob der junge Informatiker seine Position verteidigen konnte.

Eine eigene Firma gründen

Matthias Meier investierte Stunden für die Erstellung seiner Hommingberger-Gepardenforellen-Seite. Zu gewinnen gibt es lediglich eine Erwähnung des Siegers auf der Internetseite des heise-Verlags – für Matthias Meier Grund genug, an diesem Wettbewerb mitzumachen. «Ich wollte einmal testen, wie sich meine Optimierungen im Vergleich zur Arbeit anderer Webmaster schlagen», sagt er. Das erworbene Know-how könne er für die Optimierung seiner eigenen, «echten» Webseiten brauchen.

Der 24-Jährige hat eine KV-Lehre gemacht und arbeitet heute als Informatiker bei Swisscom IT Service AG. Der Suchmaschinen-Wettbewerb hat ihn nun auf die Idee gebracht, eine Firma zu gründen, die unter anderem auch Suchmaschinenoptimierungen anbietet. In der Fachwelt spricht man von «Search Engine Optimization», kurz SEO.

Das System durchschauen

Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder MSN liefern für die meisten Suchanfragen tausende von Ergebnissen. Unter Anwendung bestimmter Regeln werden die gefundenen Seiten in eine sinnvolle Reihenfolge (Ranking) gebracht. Diese Regeln herauszufinden und somit das System der Suchmaschinen zu durchschauen, ist die grosse Herausforderung des Wettbewerbs. Besonders bei häufig «gegoogelten» Suchbegriffen wenden die Webmaster zahlreiche Tricks und Kniffs an, damit ihre Seite bei den Resultaten möglichst weit oben erscheint.

Harter Konkurrenzkampf

«Der Konkurrenzkampf im Internet wird immer härter. Wer auf den Google-Ergebnislisten nicht zuoberst ist, verliert», sagt der Google-Spezialist. Neun von zehn Surfern nutzen regelmässig eine Suchmaschine. Sie schauen sich jedoch höchstens die ersten 30 Treffer an. Die Reihenfolge der Suchresultate kann schnell ändern. Einerseits hängt dies von der Ranking-Strategie der Suchmaschine ab, andererseits sind die Webmaster gefordert, ihre Seiten regelmässig zu aktualisieren und die wichtigsten Grundregeln des SEO zu beachten.

Matthias Meier hat es nur bei Google auf die erste Position geschafft. Bei den Suchmaschinen Yahoo, MSN und Seekport gelang es ihm nicht, mit seiner Seite zu den Besten zu gehören. Das zeigt, dass die Suchmaschinen unterschiedliche Kriterien für das Ranking der Resultate beachten.

Mehr als 2000 Backlinks

Meier hatte das Glück, dass er den Suchmaschinen-Wettbewerb bereits 20 Minuten nach der Ausschreibung entdeckte und sich einen Domain-Namen mit den beiden Schlüsselworten sichern konnte – ein wichtiges Kriterium, um in den oberen Rängen zu erscheinen.

Ein weiteres, erfolgversprechendes Kriterium ist die Verlinkung der Webseite. «Je mehr Links auf eine Seite verweisen, desto weiter oben ist sie auf der Ergebnisliste von Google», weiss Matthias Meier. Er hatte innerhalb von wenigen Tagen mehr als 2000 Backlinks, die auf seine Seite weisen. «Ich tausche mit anderen Wettbewerbsteilnehmern Links, setze Links auf meine eigenen Webseiten und bin an einem Netzwerk angeschlossen, das den Link-Tausch automatisch regelt.»

Übertreiben lohnt sich nicht

Wichtig ist natürlich auch, dass die Schlüsselworte auf der Seite vorkommen. Dabei muss das Verhältnis der Textlänge zur Häufigkeit der Schlüsselbegriffe, die Keyword-Dichte, stimmen. «Wer es mit der Dichte übertreibt, läuft Gefahr, dass seine Seite von Google als Spam gewertet wird und im Ranking zurückfällt. Die höchstzulässige Keyword-Dichte variiert bei Google allerdings ständig», erklärt Matthias Meier. Seine Seite gewann in der ersten Wettbewerbsrunde unter anderem deshalb, weil sie zu einem grossen Prozentsatz aus relevantem Inhalt besteht.

Matthias Meier «bastelt» regelmässig an seiner Gepardenforellen-Seite. Nachdem er die Seite ein paar Wochen lang vernachlässigte, rutschte sie prompt auf Platz 60 ab. Meier muss nun ständig am Ball bleiben und wissen, welche Ranking-Strategie Google gerade anwendet, um die nötigen Optimierungen vornehmen zu können. Anfangs Monat war er mit seiner Seite wieder auf Platz fünf.

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