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Werk für Landwirtschaft und Erholungsuchende

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Werk für Landwirtschaft und Erholungsuchende

Nach 17 Jahren ist die Gesamtmelioration Cordast-Guschelmuth abgeschlossen

Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass im April 1986 die beiden Gemeinden Cordast und Guschelmuth beschlossen haben, eine gemeinsame Güterzusammenlegung durchzuführen. Nach gut 17 Jahren wurde am Samstag der Abschluss der Arbeiten gefeiert.

Von CORINNE AEBERHARD

Wie das «Plätzli» heisst, auf welchem der grosse Gedenkstein aus Granit gesetzt wurde, der an die Gesamtmelioration Cordast-Guschelmuth erinnert, weiss niemand. «Hat das jetzt wegen der Güterzusammenlegung einen anderen Namen erhalten?», fragt eine Festbesucherin eine andere. Auch sie kann nicht weiterhelfen und auch deren Mann weiss es nicht.

Hauptsache schön

«Forney» heisse der Ort, diktiert Josef Perler, Präsident der Flurgenossenschaft Cordast-Guschelmuth, der Schreibenden schliesslich ins Notizheft, und das habe auch vorher schon so geheissen, fügt er an. Wie der Name des «Plätzlis» laute, sei aber auch nicht so wichtig, findet jemand. «Hauptsache, es ist ein schöner Ort.» Und darin sind sich alle einig. Hält man beim Gedenkstein inne, kann man sich auf einer Holzbank niederlassen und seinen Blick schweifen lassen. Vor sich ausgebreitet, sieht man ein paar Häuser von Kleinguschelmuth sowie die Dörfer Cressier, Salvenach und Jeuss.

Nicht nur an die Namen erinnert man sich nicht mehr, vergessen haben viele bereits, wie die Landschaft vor der Gesamtmelioration ausgesehen hat und wie die Wegführung damals war. Und vor allem in welch schlechtem Zustand sich gewisse Wege befanden. Er werte das als gutes Zeichen, meinte Dieter Stauffacher, Technischer Leiter des Unternehmens. Man habe das Ziel erreicht. Die Gesamtmelioration diene nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch der breiten Bevölkerung oder den Erholungsuchenden, meinte er in seiner Ansprache. So verfüge man heute über ein besseres Wegnetz, an welchem sich auch die Velofahrer erfreuen, und man könne auch bei Regenwetter einen Spaziergang machen. Insgesamt wurden 26 Kilometer neue Wege gebaut.

Die Bauern verfügen über drainierte Landstücke und die Zusammenlegung der Parzellen erlaubt eine wirtschaftlichere Bewirtschaftung. Vor der Gesamtmelioration gab es 1070 Kulturlandparzellen, jetzt sind es noch 304. Der dem Abschlussbericht beigelegte Plan verdeutlicht dies klar.
Trotz der neuen grossen Parzellen sei die Landschaft «nicht ausgeräumt worden», meinte Stauffacher, sondern «sie wurde neu gestaltet». So hat auch die Natur profitiert. Für die 1,3 Kilometer langen neuen Hecken wurden 5000 Bäume angepflanzt. Dadurch wurden die Wälder vernetzt. Weiter hat man Bäche renaturiert und freigelegt.

Verzögerung

Dass die Arbeiten der Gesamtmelioration 17 Jahre gedauert haben, findet Josef Perler, der von Anfang an dabei war, nicht besonders lang. «Andere brauchten länger», meinte er. Und was man so aus dem unteren Seebezirk hörte, tönte nicht so überzeugend. Deshalb habe man zu Beginn bei den 175 Grundeigentümern viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, sagte Stauffacher. Schliesslich sei aber eine grosse Mehrheit dafür gewesen, fügte er hinzu.

Für eine Verzögerung der Gesamtmelioration sorgte das neue Umweltgesetz, das 1988 in Kraft trat. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung musste gemacht und damit das Projekt überarbeitet werden. 1991 wurde es eingereicht und 1993 genehmigt. Und weiter gab es Einsprachen zu behandeln. Die Hauptarbeit fand in den letzten zehn Jahren statt. Der wichtigste Moment war im Jahr 1994, als die neuen Parzellen angetreten wurden. Seit Juni dieses Jahres sind sie auch im Grundbuch eingetragen.
Das Werk hat auch etwas gekostet. «Eine grosse Summe», meinte Per-
ler zu den 11,5 Millionen Franken. Pro Hektare macht dies im Durchschnitt 7000 Franken aus. Die Kosten seien leicht höher ausgefallen als geplant.

Nun stehe eine «perfekte Infrastruktur zur Verfügung», meinte der Technische Leiter. Er bat deshalb die Landbesitzer, Sorge dazu zu tragen und für den Unterhalt zu sorgen.

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