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Werke zur Passionszeit

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Abendmusik in der Deutschen Kirche Murten

Auf dem Programm standen «Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz» von Joseph Haydn sowie die beiden Leipziger Choralbearbeitungen für Orgel «Allein Gott in der Höh sei Ehr» und «O LammGottes unschuldig» von Johann Sebastian Bach. Es war die Begegnung mit vor 200 Jahren geschriebenen Werken, welche die Zeitläufe zu überdauern vermochten und noch heute – oder gerade heute – Kopf und Herz zu bewegen verstehen.

Es wirkten mit: Hans Jakob Rüfenacht (Violine), Marianne Kropf-Gübeli (Violine), Jana Geiser (Viola), Andrea Gaffino (Violoncello), Susanne Rüfenacht (Orgel) und Christian Radecke (Lektor).
Die Wahl der Werke sorgte für guten und zufriedenen Besuch, obwohl im Hinblick auf das Thema «Passion» Beifall explizit verbeten war. Auch das künstlerische Fazit – Einsatz, Verinnerlichung, Ausstrahlung, Intensität, Expressivität und Deutung ohne Pathos – liess kaum Wünsche offen. Pfarrer Christian Radecke erfüllte seine heikle Aufgabe als Lektor mit Geschick und Zurückhaltung in der unpathetischen Vorlesung mit Bildprojektionen. Und Susanne Rüfenacht an der Orgel überzeugte mit klar strukturierter Interpretation und kraftvollen Konturen.
Haydns Werk aus dem Jahre 1785 verdankt seine Entstehung demAuftrag eines Priester in Cadix – José Saluz de Santamaria, Marquès de Valde-Ini-go -, eine Komposition über die sieben letztenWorte Christi am Kreuz zu schreiben. Haydn berichtet darüber: «Nach einem zweckentsprechenden Vorspiel bestieg der Bischof die Kanzel, sprach eines der sieben Worte und stellte Betrachtungen darüber an. So wie er endigte, stieg er von der Kanzel und kniete vor demAltar nieder. Diese Pause wurde von der Musik ausgefüllt. Der Bischof betrat und verliess zum zweiten, dritten Mal usw. die Kanzel.»
Im Choral «AlleinGott in der Höh sei Ehr» hat Bach denEngelsgesang, die auf und nieder wogendenBewegungen in Tönen abgebildet und in «O Lamm Gottes unschuldig» Motive des Schmerzes verwendet.

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