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Weshalb «Zeitung in der Schule» jetzt auch in der Berufsfachschule stattfindet

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Die FN nehmen den Start der ersten Ausgabe von «Zeitung in der Berufsfachschule» zum Anlass, die Entstehung von «Zeitung in der Schule» und die Zusammenarbeit mit dem IZOP-Institut näher zu beleuchten.

«Zeitung in der Schule», besser bekannt als Zisch, steht seit zwölf Jahren für ein Projekt, das sich für die Lese- und Schreibförderung einsetzt. Das erste Projekt haben die «Freiburger Nachrichten» 2007 in Zusammenarbeit mit mehreren Deutschfreiburger Primarschulen lanciert.

Aus Zisch wurde eine Marke. Zuerst waren die Primarschulen ein Teil davon, dann die Orientierungsschulen und schliesslich die Gymnasien. Dieses Jahr wird das Projekt nun zum ersten Mal auf die Berufsfachschule ausgeweitet.

Das Motiv bleibt gleich

Doch wie ist «Zeitung in der Schule» überhaupt entstanden? Das deutsche Bildungsinstitut IZOP hat das medienpädagogische Projekt Ende der 1970er-Jahre in Düren, Deutschland, lanciert. 

Das Institut entwickelte ein pädagogisches Modell, welches dazu dient, an das Medium Tageszeitung heranzuführen. «Die Situation war schon damals so, dass junge Menschen nicht von sich aus Zeitungsleser wurden, sondern angestupst werden mussten von Eltern oder Lehrpersonen», sagt Winfried Spiegel, Geschäftsführer des IZOP-Instituts. Es gehe darum, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie man mit einer Zeitung umgeht, wie sie aufgebaut ist, welche Funktion sie hat und wozu sie nützlich sein kann.

IZOP Geschäftsführer Winfried Spiegel spricht über die Entstehung des Projektes «Zeitung in der Schule». 
Charles Ellena/a

Zisch wurde von Anfang an mit dem Medium Tageszeitung durchgeführt. «Die Zeitung ist ein wichtiger Pfeiler des Medienangebots in unseren Ländern und eine zuverlässige, aktuelle Informationsquelle», sagt Spiegel.

Das Projekt ist pädagogisch sehr wertvoll, und die Zeitung, also die FN, wird in den Schulen sozusagen als Schulbuch eingesetzt.

Winfried Spiegel 
Geschäftsführer IZOP-Institut

Spiegel sieht einen weiteren Vorteil des Mediums Tageszeitung darin, dass Informationen auf verschiedenen Kanälen angeboten werden – im Print, online und auf sozialen Medien. So könne die Zeitung auch auf verschiedene Art und Weise rezipiert werden. 

Zisch erstmals in der Schweiz

Die ersten Projekte richteten sich vor allem an 15- und 16-Jährige in ganz Deutschland, in Zusammenarbeit mit deutschen Zeitungen. 2004 kam das Projekt zum ersten Mal in die Schweiz: mit Schweizer Primarschulen und der «Berner Zeitung». Im Jahr 2007 führten dann die «Freiburger Nachrichten» das Projekt zum ersten Mal mit Primarschulen durch.

Schon damals hätten sich Chefredaktor Christoph Nussbaumer und Gilbert Bühler, der Direktor der «Freiburger Nachrichten», sehr für das Projekt engagiert, erinnert sich Winfried Spiegel.

Nach und nach wurden auch andere Schulstufen – die Orientierungsschule, die Gymnasien und schliesslich die Berufsfachschule – in das Projekt aufgenommen.

Zeitung als Hilfe im Berufsleben

In diesem Jahr startet die erste Ausgabe von «Zeitung in der Berufsfachschule».

Auf die Frage, weshalb das Projekt auf der Stufe der Berufsfachschule durchgeführt werde, antwortet Spiegel: «Bei solchen Projekten orientiert man sich immer an der Frage, was es den Schülerinnen und Schülern bringt.»

In diesem Fall handle es sich um Schülerinnen und Schüler, die an der Schwelle zum Erwachsenenleben und zum Berufsleben stünden. Die Tageszeitung könne diesen Menschen nützlich sein, sagt Spiegel. Denn um im Berufsleben voranzukommen, brauche es nicht nur Fachwissen, sondern auch Allgemeinwissen.

Da hilft ihnen die Zeitung als nicht versiegende Quelle von wichtigen Informationen ungemein.

Winfried Spiegel 
Geschäftsführer IZOP-Institut

Grundsätzlich gehe es darum, dass junge Menschen überhaupt die Chance erhielten, die Zeitung kennenzulernen. «Sie sollen aber auch merken, dass es Spass macht, die Zeitung zu lesen und Artikel zu schreiben», sagt Spiegel.

Einblicke ins heimische Wirtschaftsleben

Am medienpädagogischen Projekt beteiligen sich jedes Jahr Wirtschaftspartner, die sowohl das Projekt finanziell unterstützen als auch inhaltlichen Input geben.

Weshalb die Projekte mit Wirtschaftspartnern durchgeführt werden, erklärt Spiegel so: «Es handelt sich um junge Menschen in einer Phase, in der sie Einblicke in das Berufsleben gut gebrauchen können.»

Die meisten Partner bieten auch Ausbildungswege an und haben Interesse daran, den Kontakt zu jungen Menschen herzustellen.

Das Besondere an dem Projekt in der Berufsfachschule ist, dass diese Schülerinnen und Schüler schon einen Zugang zum Berufsleben haben. «Sie bekommen einen Einblick in das heimische Wirtschaftsleben und können ihr Wissen kombiniert mit ihren eigenen Erfahrungen noch vertiefen», sagt Spiegel. «Die Lernenden können sich so auch viele Tipps für die Karriere holen, die sie anstreben.»

Winfried Spiegel findet es toll, wie konstruktiv und vertrauensvoll die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten abläuft. Es sei immer wieder schön zu sehen, wie offen das Verhältnis zu den Lehrpersonen sei. Besonders geschätzt wird das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer. «Sie wissen ja nicht, was auf sie zukommt, machen aber trotzdem mit und wollen ihren Schülern damit etwas Gutes tun», sagt Spiegel. «Das ist nichts Selbstverständliches.»

Groupe E

Bereichernder Dialog mit neuen Generationen

Sie sei zum allerersten Mal bei einem Zisch-Projekt dabei, sagt Aline Beaud, Kommunikationsspezialistin bei Groupe E. Sie sei gespannt auf die Treffen mit den Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule vor Ort. «Als ausgebildete Journalistin freue ich mich auch darauf, die Jugendlichen mit meinen Fachkenntnissen zu unterstützen.»

Das Engagement des Energieunternehmens reicht bis zum allerersten Zisch-Projekt 2007 zurück. Auch in diesem Jahr ist Groupe E wieder dabei, dieses Mal mit der Berufsfachschule. Es sei wichtig, alle Schulen bei einem Projekt wie Zisch einzubeziehen, sagt Beaud.

Groupe E unterstütze das Projekt, um das Verständnis für aktuelle energiepolitische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende zu fördern. Ein grosses Anliegen sei auch der Dialog mit neuen Generationen, sagt Beaud.

Das Zisch-Projekt sei eine bereichernde Erfahrung: «Die Jugendlichen treffen Fachspezialisten vor Ort, setzen sich vertieft mit einem Thema auseinander und präsentieren es.» Aline Beaud hofft auf viel Motivation und Neugier bei den Jugendlichen. agr

Freiburger Arbeitgeberverband

Ein Projekt, das am Herzen liegt

Nachdem Chefredaktor Christoph Nussbaumer ihm das Zisch-Projekt vorgestellt habe, sei ihm klar gewesen, dass er mitmachen würde, sagt Reto Julmy, Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbandes (FAV). Er kenne das Projekt schon und es liege ihm sehr am Herzen.

Der FAV beteiligt sich zum ersten Mal an dem Projekt. Weshalb er bei «Zeitung in der Berufsfachschule» mitwirke, erklärt Julmy so: «Wir sind sehr eng mit der Berufsausbildung verbunden, da wir 55 Berufsverbände und 17 Verbände für die überbetrieblichen Kurse unter einem Dach vereinen.» Sie hätten also einen nahen Bezug zum Projekt. Der FAV möchten den jungen Lernenden Türen öffnen und Ansprechpartner vermitteln können. «Wir hoffen auf einen regen Austausch.»

Dass das Projekt nun auf der Stufe der Berufsschule durchgeführt werde, sei wichtig: «Über 50 Prozent der jungen Leute machen eine Lehre und keine gymnasiale Ausbildung.» Ausserdem sei es von Bedeutung, dass die Jugendlichen den Umgang mit Medien kennenlernten. Reto Julmy hofft auf Neugierde und Motivation  bei den Jugendlichen. agr

Freiburger Kantonalbank

Eine Konstante bei Zisch

Seit der Lancierung des Projekts «Zeitung in der Schule» (Zisch) vor 14 Jahren gibt es eine Konstante bei den Wirtschaftspartnern: die Freiburger Kantonalbank (FKB). «Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen gemacht», sagt Marketingmanager Guido Philipona zum Projekt Zisch. Dieses findet jetzt zum ersten Mal an der Berufsfachschule statt – und wieder ist die FKB dabei. Die Bank unterstütze sportliche, kulturelle und soziale Aktivitäten, sagt Philipona. «Das Projekt mit der Berufsfachschule liegt somit für uns genau richtig.»

Die Idee von Zisch finde die FKB sehr gut: «Einerseits können wir sehr interessante Artikel aus der Sicht von Jugendlichen lesen, andrerseits können die Jugendlichen lernen, besser mit der Informationsflut umzugehen.» Ihnen sei es zudem wichtig, dass die Jugendlichen den Umgang mit Geld erlernen würden.

Es freue ihn, dass Zisch auch an der Berufsschule durchgeführt werde. «Eventuell kommen nun andere Standpunkte zum Zug, da die Interessen anders liegen», sagt Philipona. Er freue sich auf interessante Artikel, kritische Stimmen seien durchaus erwünscht. agr

Chronologie

Zisch auf allen Stufen vertreten

Nach der ersten Durchführung von «Zeitung in der Schule» (Zisch) Ende der 1970er-Jahre in Deutschland kam das Projekt 2004 erstmals in die Schweiz. Drei Jahre später lancierten die «Freiburger Nachrichten» zum ersten Mal das Projekt mit Deutschfreiburger Primarklassen. 2014 startete das Projekt erstmals mit Gymnasialklassen, 2017 auf der Stufe der Orientierungsschule. In diesem Jahr kommt die Berufsfachschule dazu. Damit sind Schülerinnen und Schüler aus allen Schulstufen Adressaten des Projekts geworden. agr

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