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Wettbewerbsfähig in Zeiten des Umbruchs

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Die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit im Umfeld der digitalisierten Wirtschaft war das Thema eines Symposiums, zu dem das Zentrum für Wettbewerbsfähigkeit der Universität Freiburg gestern zusammen mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gestern ins Perolles-Areal der Universität einlud. Rund 120 Gäste nahmen an diesem ganztägigen Anlass teil. Etwa die Hälfte von ihnen waren Masterstudenten der Wirtschaft, der Rest setzte sich aus Mitarbeitern der Bundesverwaltung, Professoren, Wirtschaftsvertretern und weiteren Interessierten zusammen.

Algorithmen und Kartelle

Den Auftakt bildeten vier Vorträge zu vier Teilaspekten der komplexen Thematik: Dirk Pilat, Deputy Director für Wissenschaft, Technologie und Innovation bei der OECD, sprach einleitend über die Veränderungen der Gesellschaft und Wirtschaft durch die Digitalisierung im Allgemeinen.

Mohamed Ba, Leiter der Innovationsabteilung bei der in Genf domizilierten Internationalen Fernmeldeunion, thematisierte die Fragen nach der Nachhaltigkeit im Kontext der aktuellen digitalen Veränderungen. Antonio Capobianco von der Abteilung Wettbewerb der OECD sprach über Digitalisierung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Andreas Heinemann, Präsident der Schweizerischen Wettbewerbskommission, ging schliesslich der Frage nach, inwiefern computergenerierte Algorithmen das Kartellrecht aushebeln können.

Vor allem Heinemann vermochte das Publikum dabei mit zahlreichen aktuellen Beispielen aus der Welt von Uber und Amazon zu fesseln. Er betonte, wie schwierig es für die internationalen Gesetzeshüter sei, Kartellabsprachen auf den Grund zu kommen, wenn sie nicht zwischen Individuen physisch ausgehandelt werden, sondern sich nur in entsprechenden Programmierungen auf Computer-Harddisks fänden. Besonders schwierig sei es, sie von Software zur Errechnung eines günstigeren Preises als die Konkurrenz zu unterscheiden. Denn das sei nicht illegal. Im Falle von Uber komme das Problem dazu, ob die verschiedenen Uber-Fahrer überhaupt als Angestellte ein und derselben Firma oder aber als selbständige Unternehmer zu werten seien.

Blue Factory und Ausbildung

Den Abschluss stellte ein Podiumsgespräch zu den Perspektiven der digitalisierten Wirtschaft im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz dar. Zu dieser Kernfrage des Tages diskutierten unter anderem Ständerat Beat Vonlanthen (CVP) und Jacques Boschung, Verwaltungsratspräsident der Bluefactory Fribourg- Freiburg AG.

Das Besondere an diesem Gespräch war, dass ausschliesslich die vorwiegend jungen Symposiumsteilnehmer aus dem Publikum die Fragen stellten. Diese waren entsprechend heterogen. Jemand wollte etwa wissen, was die Blue Factory konkret für die Innovation 4.0 unternehme. Laut Jacques Boschung spielt die Digitalisierung bei elf im Innovationsquartier ansässigen Firmen tatsächlich eine entscheidende Rolle. Er bezeichnete die Blue Factory in diesem Zusammenhang als «echten Leuchtturm für Freiburg».

Eine provokative Frage stellte der im Publikum ebenfalls anwesende Grossrat Hubert Dafflon (CVP, Grolley), der beruflich seit Jahren mit der Materie zu tun habe, wie er sagte. Er wollte wissen, ob man die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaft deshalb unterschätze, weil es dieser zu gut gehe. Beat Vonlan­then gab dazu zu bedenken, dass die Schweiz trotz der vielen entsprechenden Anstrengungen des Seco den Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Digitalisierung «immer etwas hinterherhechelt». Andererseits sei es eben wirklich nicht immer einfach, die Entwicklungen in diesem Bereich vorwegzunehmen.

Jacques Boschung bemerkte dazu, dass die Schweiz im internationalen Vergleich zwar im Bereich der Grundinfrastruktur und der technischen Voraussetzungen zwar führend sei, nicht aber bei der Ausbildung und der Industrie 4.0. «Viele Unternehmer haben die reellen Auswirkungen der Digitalisierung noch nicht in ein verändertes Geschäftsmodell einfliessen lassen», sagte er.

Big Data und Blockchains

Es war schliesslich an Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin für Wirtschaft, das abschliessende Fazit zu ziehen. «Die Digitalisierung stellt uns alle vor grosse Herausforderungen, von der Ausbildung bis zur Wertschöpfungskette», sagte Ineichen. Vor allem bedinge sie eine lebenslange Weiterbildung sämtlicher Involvierten. Denn Big Data, Blockchains und Cloud Computing würden unsere Gesellschaft auch in Zukunft weiter verändern.

Letztlich könne sich die Schweiz aber nur dann diesen Herausforderungen stellen, wenn der öffentliche und der private Sektor in dieser Beziehung konsequent an einem Strick ziehen würden.

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