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«Wetter entscheidet über den Erfolg»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Bis vorgestern standen erst ein paar vereinzelte Container auf einer grünen Wiese im Sageboden-Quartier. Das änderte sich gestern schlagartig. Quasi aus dem Nichts wurden vier Festzelte aus dem Boden gestampft und aufgestellt. Darum herum wurde die ganze Infrastruktur montiert, bis so etwas wie ein neues Mini-Dorfzentrum entstanden ist.

Das grosse Festzelt mit Küche bietet Platz für 1200 Personen, wie Beat Neuhaus, im Organisationskomitee verantwortlich für die Festwirtschaft, ausführt. Daneben kommen das Bierzelt sowie die Bar und das Wein- und Raclettestübli zu stehen.

50 Scheiben

Wenige Meter vom Festplatz entfernt, in Muelers, laufen ebenso emsig die Vorbereitungen für den Schiessstand. Am einen Ende wurde das Schiessläger um 1,5 Meter erhöht. Am anderen Ende sind mit Hilfe des Zivilschutzes die Schnitzelballen aufgestellt worden, um die Kugeln abzufangen. Die erforderlichen 300 Meter Länge sind kein Problem. Knapper ist es in der Breite: Rechts beginnt der Wald, links stehen die Häuser des Quartiers. «Wir können 50 Scheiben aufstellen, ohne Wald roden zu müssen. Da dies das Minimum ist, haben wir die Erlaubnis, eine Stunde länger, also von sieben Uhr morgens bis zur Dämmerung, zu schiessen», sagt OK-Präsident René Bapst.

Die 25/50-Meter-Pistolenschützen tragen ihre Wettkämpfe in einem Feld beim Schützenhaus aus. Weil viele Plasselber Pistolenschützen im Gifferser Klub sind, hat das OK diesen mit der Organisation beauftragt.

Schwierige Helfersuche

«Das Schwierigste an der Organisation sind die Helfer», sagen René Bapst und Beat Neuhaus übereinstimmend. Das OK hat alle Vereine im Dorf und im ganzen Oberland angeschrieben sowie weitere um Mithilfe gebeten. Briefe, Flugblätter, Aufrufe im Gemeindeinfoblatt sowie persönliche Kontaktaufnahmen waren nötig, um genügend Leute zur Mithilfe zu bewegen. Mit Aufbau, Festwirtschaft, Schiessbetrieb und Abbau braucht es etwa 800 Personen.

«Es war eine faszinierende, aber sicher nicht leichte Aufgabe», fasst Beat Neuhaus zusammen. Trotzdem ist es dem OK gelungen, alle Posten mit freiwilligen Helfern zu besetzen und keine Dienstleistung – etwa den Service – an auswärts zu vergeben. Die Helfer leisten die Schichten zu Gunsten eines von ihnen gewählten Vereins. Am Ende werden 35 Prozent des Gewinns ausbezahlt.

Starke Sportschützen

Warum nimmt ein kleines Dorf wie Plasselb den Aufwand für so einen Grossanlass überhaupt auf sich? «Plasselb hat im Vergleich zur Grösse der Gemeinde eine mitgliederstarke Schützensektion», antwortet Beat Neuhaus. Unter den 160 Schützinnen und Schützen gibt es neben den Pflichtschützen einen harten Kern von etwa 60 Sportschützen. «Sie waren die treibende Kraft, das Feldschiessen hierherzuholen.»

«Das Feldschiessen ist für Plasselb eine Gelegenheit, sich im Bezirk zu präsentieren und zu zeigen, dass wir eine solche Herausforderung meistern können», betont René Bapst. «Es soll ein schönes Fest werden.» Das OK habe das Programm bewusst zurückgeschraubt, weg vom Trend «mehr, höher, besser». «Die Leute erwarten ein traditionelles Feldschiessen mit guten Schiessbedingungen und einem attraktiven Unterhaltungsprogramm. Das bieten wir ihnen.»

Hoffen auf gutes Wetter

«Ein schönes Fest, keine Unfälle und ein Gewinn», antwortet René Bapst auf die Frage nach den Zielen und Wünschen des OK. Das Feldschiessen verfügt über ein Budget von 450000 Franken. Auch wenn alles Menschenmögliche vorbereitet ist, ein Faktor bleibt bis am Schluss offen: das Wetter. «Wetterglück oder Wetterpech ist massgebend für den Erfolg eines solchen Anlasses», sagt der OK-Präsident.

Auf der Festwiese haben die Helfer am Mittwoch die Festzelte aufgebaut. Auch auf dem Schiessplatz in Muelers liefen die letzten Vorbereitungen.Bilder Aldo Ellena

Zahlen und Fakten

Anderthalb Tonnen Pouletflügeli

Erwartet werden in Plasselb etwa 2000 Schützinnen und Schützen sowie zwischen 3000 und 5000 Festbesucher. Für ihre Verpflegung stehen folgende Waren bereit: 1,5 Tonnen Pouletflügeli, 2300 Bratwürste, 1800 Hamburger, 1,5 Tonnen Pommes Frites, 15000 Liter Bier, 700 Liter Spirituosen und 8500 Liter Mineralwasser. Im Weinzelt werden über ein Dutzend Schweizer Weinsorten angeboten. Auch dieses Jahr ist ein Pendelbus in Betrieb. Zusätzlich stehen auf dem Ärgera-Damm etwa 1000 Parkplätze bereit. Die Anfahrt auf das Festgelände erfolgt via Plasselb und Sageboden-Quartier. Die Heimfahrt ist via Ärgera-Damm und Kübeliboden nach St. Silvester organisiert. im

Programm: Rock, Fussball und Tanzmusik

Der Samstagabend des Vorschiessens, der 21. Mai, läuft unter dem Motto «The Mother of all Sensler Rock Parties». Auf dem Programm stehen Konzerte der Gruppen Melted Chords und TBC. Am Hauptwochenende vom 26. bis 29. Mai sind am Freitag- und Samstagabend die Partyband «Die fidelen Hellstätter» zu hören. Am Samstag wird im Bierzelt zudem der Champions-League-Final zwischen Barcelona und Manchester United übertragen. Am Sonntag um zehn Uhr wird in der Muelers Grotte ein ökumenischer Festgottesdienst gefeiert. Ab 12.30 Uhr findet das Bankett statt. Als Festredner sind Otto Binz, Präsident des Schiesssportverbandes Sense, Ruedi Vonlanthen, Präsident des kantonalen Schützenverbandes, Hervé Brügger, Ammann von Plasselb, Staatsrat Erwin Jutzet sowie Ständerat Urs Schwaller eingeladen. Die Siegerehrung wird um 19 Uhr stattfinden. im

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