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«Wichtig ist, dass alle Gemeinderäte vom Fusionsprojekt überzeugt sind»

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Autor: Lukas Schwab

«In Guschelmuth sind heute alle froh, dass wir mit Gurmels fusioniert haben», sagte Yvonne Stempfel an der Informationsveranstaltung der SP See am Mittwoch in Murten. Die Vizepräsidentin des Grossen Rats ist eine Expertin für Gemeindefusionen: Im Gemeinderat von Guschelmuth hat sie eine gescheiterte und eine erfolgreiche Fusion hautnah miterlebt. «Wichtig ist, dass alle Mitglieder der betroffenen Gemeinderäte vom Fusionsprojekt überzeugt sind», so Stempfel.

Gurmels statt Cordast

In Guschelmuth habe die Kandidatensuche für die Wahlen 1996 den Anstoss gegeben. «Wir stellten fest, dass wir künftig niemanden mehr finden werden», sagt Stempfel. Als Fusionspartner drängte sich Cordast auf, da man bei der Güterzusammenlegung und der Primarschule bereits eng zusammenarbeitete. Nach zwei Jahren wurden aber die Verhandlungen aufgrund verschiedener Ansichten und fehlender Überzeugung abgebrochen. «Der Wunsch zur Fusion blieb aber in Guschelmuth aktuell», so Stempfel.

Im Jahr 2000 lancierten die Gemeindepräsidenten von Gurmels und Umgebung eine Umfrage. Diese zeigte, dass die meisten Gemeinden eine Fusion befürworten würden. «Den Anstoss zur Umfrage gab das Dekret von 1999, das den Ablauf der Fusionen vereinfacht», sagt Stempfel. Danach ging alles sehr rasch: Sechs Monate nach dem Entscheid, die Fusion in Angriff zunehmen, stimmten die Gemeindeversammlungen von Gurmels, Guschelmuth, Liebistorf und Wallenbuch der Fusion zu. «In unserem Fall war eine Fusion zu zweit schwieriger als zu viert», sagt Stempfel.

Von Fusion überzeugt

Die Fusion habe viele Vorteile gebracht, sagt Stempfel heute. «Die Verwaltung ist professioneller und der finanzielle Spielraum grösser.» Und es sei einfacher, Grossprojekte umzusetzen. So habe man in der Region 20 Jahre lang über eine Sporthalle diskutiert, und nach der Fusion habe es geklappt.

Die Erfahrungen aus Gurmels bestätige Brigitte Zbinden vom Amt der Gemeinden. Verbesserte Dienstleistungen und Infrastrukturen und mehr Einfluss seien mögliche Vorteile einer Fusion. Im Fusionsprozess sei die Information der Bürger von grosser Bedeutung. Roland Schmid vom Amt der Gemeinden hielt jedoch auch fest, eine Fusion sei kein Allerweltsmittel. «Eine Fusion darf nicht Selbstzweck sein», sagt Schmid.

Mit dem neuen Fusionsgesetz, dessen Vorentwurf in Kürze aus der Vernehmlassung kommt, will der Kanton Gemeindefusionen weiter fördern. Staatsrat Pascal Corminboeuf hielt fest, für viele Gemeinden sei eine Fusion ein gutes Mittel, ihre Aufgaben langfristig wahrnehmen zu können.

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