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«Wichtig, über Krankheit zu sprechen»

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Die Freiburger Alzheimer-Sektion vergibt Preise

Autor: Von CORINNE AEBERHARD

«Es ist wichtig, über die Krankheit zu sprechen», sagte Gilbert Perrin, Präsident der Sektion Freiburg der Alzheimer-Vereinigung, gestern anlässlich der Preisübergabe in Jeuss. Vor 100 Jahren wurde die Krankheit vom Deutschen Neurologen und Psychiater Alois Alzheimer entdeckt.

Viel Freiwilligenarbeit

Nicht nur über die Krankheit sprechen, sondern auch handeln, das tun die vier Frauen aus dem Kanton Freiburg, welche gestern in Jeuss für ihr Engagement geehrt wurden. Am gestrigen Weltalzheimertag wurde zum ersten Mal der Preis «coup de coeur» übergeben. Je 500 Franken sowie eine Glasskulptur mit dem Logo der Alzheimer-Vereinigung in Empfang nehmen durften Jeannine Bronchi aus Villars-sur-Glâne, Heidi Monin aus Matran, Ursula Perrottet aus Praz sowie Claudine Burkhard aus Treyvaux.Jeannine Bronchi engagiert sich seit über zehn Jahren als Animatorin in einer Selbsthilfegruppe. Zudem verrichtet sie Freiwilligenarbeit in der Tagesstätte «Die Familie im Garten».Seit ihrer Pensionierung macht Heidi Monin Übersetzungen für die Freiburger Alzheimer-Sektion und hilft auch bei anderen Arbeiten mit.Ursula Perrottet wiederum ist von der Krankheit sehr direkt betroffen, da ihr Mann daran erkrankt ist. Sie hat sich entschlossen, über diese Krankheit zu sprechen, und tut dies an den verschiedensten Anlässen oder verteilt Broschüren. Zudem will sie in der Region Vully eine Selbsthilfegruppe gründen.Weil sie arbeitslos war, arbeitete Claudine Burkhard 1999 im Rahmen eines Wiedereingliederungsprogramms im Pflegeheim des Gibloux. Sie ist bis heute geblieben und hat mitgeholfen, ein Tagesheim für Alzheimerkranke zu eröffnen. Heute ist sie deren Animatorin.

Den Alltag der Kranken und der Angehörigen verbessern

Ein solches Tagesheim gibt es auch in Jeuss, und dies war gemäss Gilbert Perrin einer der Gründe, warum die Übergabe an diesem Ort stattfand.Birgitta Martenssen, die Generalsekretärin der Alzheimervereinigung Schweiz, würdigte ebenfalls die Arbeit dieser vier Frauen. «Sie machen, dass der Alltag ein Alltag mit einer gewissen Qualität wird», sagte sie.Gemäss der Vereinigung leiden in der Schweiz rund 95 000 Menschen an einer unaufhaltsamen Hirnleistungsschwäche, deren häufigste Form die Alzheimer-Krankheit ist. Davon leben 2500 im Kanton Freiburg. Die Krankheit ist bisher nicht heilbar, sie kann höchstens gemildert werden.

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