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Wichtiger Preis für Milch-Ausstellung

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Relevante, aktuelle Themen so aufarbeiten, dass sie ein breites Publikum ansprechen und doch einem wissenschaftlichen Anspruch genügen: Das ist für Peter Wandeler, Direktor des Naturhistorischen Museums Freiburg, die Herausforderung, vor der sein Team jedes Mal stehe, wenn es eine neue Sonderausstellung konzipiere. Mit der aktuellen Ausstellung «Milch – Mütterliches Elixier» ist dies gelungen, jedenfalls, wenn es nach der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften geht. Diese hat die Schau nämlich soeben mit ihrem Prix Expo 2019 ausgezeichnet, wie sie gestern bekannt gab.

Der Preis ist mit 10 000 Franken dotiert und wird seit 2003 jährlich verliehen. Er würdigt «Ausstellungen, welche die Faszination der Natur und der Naturwissenschaften einem breiten Publikum in der Schweiz fachlich kompetent und erlebnisorientiert vermitteln.» Die Ausstellung über Milch und Säugetiere überzeuge mit ihrem unkonventionellen Ansatz, schreibt die Akademie in einer Mitteilung. «Die Ausstellungsposten sind informativ aufgearbeitet, die Szenografie ist originell, lebendig, dynamisch und unterhaltsam.»

Achtzehn Bewerbungen

Für Peter Wandeler ist der Preis in erster Linie eine Anerkennung für die Arbeit seines Teams. «Wir werden immer ambitionierter und machen das Beste aus unseren Möglichkeiten.» Im Kreis der Schweizer Naturmuseen sei der Preis der Akademie der Naturwissenschaften durchaus bedeutend. Achtzehn Institutionen hatten sich dieses Mal beworben. Auch das Naturhistorische Museum Freiburg hat schon mehrere Male ein Dossier eingereicht, jetzt aber zum ersten Mal gewonnen. Was das Museum mit dem Preisgeld anfangen werde, sei noch unklar, so Wandeler. Die Summe werde sicher in ein spezielles Projekt fliessen.

Ein Jahr Vorbereitungszeit

Das Naturhistorische Museum Freiburg realisiert jedes Jahr drei Sonderausstellungen: eine grosse Hauptausstellung, eine kleinere Ausstellung sowie die jährliche Küken-Schau zur Osterzeit. Für diese Sonderausstellungen steht ein jährliches Budget von 300 000 Franken zur Verfügung. 2019 floss etwas die Hälfte davon in das Milchprojekt. «Wir haben für diese Ausstellung einen grossen finanziellen und personellen Aufwand geleistet», so Peter Wandeler. Dies solle aber nicht die Ausnahme bleiben, sondern die Richtung für die Zukunft weisen. Das nächste ambitionierte Projekt wird das Museum bereits 2020 vorstellen: eine Eigenproduktion mit dem Titel «Expedition Spitzbergen».

Von der ersten Idee bis zur Eröffnung der Ausstellung dauere es jeweils ein gutes Jahr, erzählt Peter Wandeler. Manchmal komme die Idee aus dem eigenen Team, manchmal auch von aussen. Im Falle von «Milch – Mütterliches Elixier» habe Isabelle Raboud-Schüle, Direktorin des Greyerzer Museums in Bulle, den Anstoss gegeben, als Ergänzung zu ihrer eigenen, historisch gelagerten Ausstellung zur Milchwirtschaft im Kanton Freiburg. Das Konzept für die Ausstellung habe er dann in enger Zusammenarbeit mit dem Zoologen Matthias Kölliker ausgearbeitet, so Wandeler. Dass das Museum eine externe Fachperson zurate ziehe, komme häufig vor. «Wir können nicht alles mit dem eigenen Team machen.» Auch die Szenografie kreiert in der Regel ein externes Büro, in diesem Fall das Büro Wapico. Für die konkrete Umsetzung sind grossenteils die museumseigenen Techniker zuständig, speziell ein Schreiner und ein Multimedia-Fachmann.

Beim Publikum beliebt

Dass der Aufwand sich lohnt, zeigen auch die Besucherzahlen: Die Milch-Ausstellung haben seit der Eröffnung im Juni rund 20 000 Personen besucht, laut Wandeler «guter Durchschnitt». Insgesamt empfängt das Museum im Mittel 65 000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr, Dauerausstellung und Sonderausstellungen zusammengerechnet. Sein Haus spiele hier eine wichtige Rolle, sagt der Direktor: «Viele Kinder machen bei uns den ersten Schritt in ein Museum.»

Die grosse Mehrheit der Besucher komme aus dem Raum Freiburg. Es fehle nicht zuletzt an den Mitteln, um über die Kantonsgrenzen hinaus Werbung zu machen. Einen Impuls erhofft sich Peter Wandeler vom geplanten Museumsneubau im ehemaligen Zeughaus, der 2026 eröffnet werden soll (die FN berichteten). Dort wird das Museum nicht nur mehr Platz für Sonderausstellungen haben, sondern auch eine völlig neue, zeitgemässe Dauerausstellung einrichten. Über den Studienkredit für das neue Museum wird der Grosse Rat voraussichtlich im Februar entscheiden. «Der Preis, den wir jetzt erhalten haben, kommt genau richtig, um Überzeugungshilfe zu leisten», meint Peter Wandeler lachend.

Programm

Ausstellung noch bis zum 2. Februar

Die Ausstellung «Milch – Mütterliches Elixier» im Naturhistorischen Museum Freiburg dauert noch bis zum 2. Februar 2020. Sie erklärt anschaulich, wie in der Triaszeit die ersten Säugetiere auftraten, wie im Lauf der Evolution die Milch entstand, wie heutige Säugetiere Milch konsumieren und warum dies eine mütterliche Investition in die nächste Generation ist. Zur Ausstellung gehören ein interaktives Labor, in dem die Besucherinnen und Besucher auf spielerische Weise Wissenswertes über die Milch verschiedener Tierarten erfahren, und ein gemütlicher Sitzbereich, in dem man Filmsequenzen sehen kann.

Das Naturhistorische Museum am Museumsweg 6 in Freiburg ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist gratis. Weitere Informationen: www.fr.ch/mhnf

 

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