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Wichtigster Arbeitgeber einer polnischen Kleinstadt erhält Ehrenbürgerrecht

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Anton Jungo

Vor versammeltem Stadtparlament von Czarnkow wurde Paul Fries am Donnerstag mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet und ihm die Ehrenbürger-Medaille übergeben. Der 63-jährige Unternehmer aus Wünnewil ist Mitbesitzer und Verwaltungsratspräsident der Holdinggesellschaft Seaking international AG. Die Firma unterhält in Czarnkow einen Produktionsbetrieb und ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region.

340 Mitarbeiter

Im Laufe dieses Jahres wurde der Betrieb zum dritten Mal erweitert und die Belegschaft auf 340 Mitarbeiter erhöht. Wie aus der Laudatio hervorgeht, war Paul Fries an dieser Entwicklung massgebend beteiligt und hat sich immer für den Standort Polen eingesetzt.

Was bedeutet Ihnen die Verleihung dieses Ehrenbürgerrechts?

Sie ist für mich eine sehr grosse Ehre, die natürlich Emotionen auslöste. Die Feier im Rathaus der Stadt Czarnkow, vor deren Stadtparlament, Exekutive und Gästen, war sehr feierlich. Dieses Ehrenbürgerrecht bedeutet natürlich nebst der persönlichen Dimension auch eine Anerkennung der Tätigkeit unserer Unternehmung in dieser polnischen Stadt. Ich habe dort viele wunderbare Menschen kennen und auch das Land schätzen gelernt. Diese Ehre ist aber auch Motivation für zukünftige Tätigkeit.

Wo sehen Sie die Gründe für diese Ehrung?

Laut Urkunde wurde das Ehrenbürgerrecht für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wirken verliehen. Im Vordergrund steht sicher, dass unsere Firma seit bald 20 Jahren in Polen produziert. Wir unterstützen aber auch regelmässig Schulen, vom Kindergarten über das Gymnasium bis zum Lyzeum. Zudem habe ich einen Verein gegründet, der mit Stipendien Absolventen des örtlichen Lyzeums, die aus armen Verhältnissen stammen, das Studium an der Universität ermöglicht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich als Unternehmer in Polen zu engagieren?

Dieser Produktionsbetrieb wurde bereits von den finnischen Gründern der Seaking eröffnet. 1990 ging das Unternehmen in schweizerischen Besitz über. Es gab zwei Gründe, die noch heute gültig sind: die tieferen Löhne und die Verfügbarkeit von guten Handwerkern. Wir stellen dort aus rostfreiem Stahl Einrichtungen für Küchen und Bars auf Kreuzfahrtschiffen her. Dies ist mit viel Handarbeit verbunden, also sehr arbeitsintensiv.

Was bedeutet Ihr Betrieb für die Stadt und die Region?

Czarnkow ist auf dem Land. Die Arbeitslosigkeit war bis vor kurzem sehr hoch. Unsere Firma ist mit ihren 340 Vollzeitstellen ein bedeutender Arbeitgeber. Zudem konnten wir in diesem Jahr rund 60 neue Stellen schaffen und haben rund acht Millionen Franken in Neubauten und Maschinen investiert. Dies in einer Zeit, wo andere abbauen.

Bekommt Ihr Betrieb die gegenwärtigen wirtschaftlichen Probleme auch zu spüren?

Der Neubau von Kreuzfahrtschiffen ist ein langfristiges Projektgeschäft. Unsere Auftragsbücher für die nächsten zwei Jahre sind voll. Aber wenn die Krise länger anhält und sich gar noch verstärkt, werden wohl während einiger Zeit keine Schiffe bestellt werden und wir werden dann in zwei Jahren den Einbruch verspüren. Diese zeitliche Verzögerung erlebten wir bereits nach dem Attentat in New York. Wir mussten dann vorübergehend unsere Belegschaft in Polen verkleinern. Im schlimmsten Fall wird dies 2011 wieder so sein.

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